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Kühbach

03.07.2020

So weit sind die Arbeiten an der neuen Kläranlage in Kühbach

Die neue Kläranlage des Zweckverbandes Paartal wird Mitte Juli den provisorischen Betrieb aufnehmen.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus In zwei Wochen soll die neue Kläranlage für Kühbach und Inchenhofen ihren Betrieb aufnehmen. Ein Rundgang vor Ort zum aktuellen Stand.

Der neue Vorsitzende des Kläranlagenzweckverbandes Paartal ist der Kühbacher Bürgermeister Karl-Heinz Kerscher. Sein Inchenhofener Kollege Toni Schoder vertritt ihn. Das beschlossen die Mitglieder des Zweckverbandes in ihrer konstituierenden Sitzung. Die neue Kläranlage, die die beiden Gemeinden gemeinsam betreiben, wird Mitte Juli den provisorischen Betrieb aufnehmen.

Bei einem Rundgang durch die Kläranlage informierte Planer Rupert Mayr die Verbandsräte über den aktuellen Stand des Projektes. Ende 2018 war der Spatenstich, bis zum Sommer soll die Anlage in Betrieb gehen. Bereits in rund zwei Wochen wird das Pumpwerk für das Einzugsgebiet der alten Paarer Kläranlage provisorisch in Betrieb gehen. Das betrifft die Ortsteile Haslangkreit, Paar, Großhausen, Radersdorf und Unterbernbach.

Im Laufe des Augusts wird die alte Kläranlage angebaut

Fast zeitgleich wird das Abwasser des Marktes Inchenhofen provisorisch an die neue Kläranlage angeschlossen. Planer Mayr sagte: „Wir fahren gleich richtig Abwasser.“ Er ging davon aus, dass „die eine oder andere Steuerung sicher piepsen wird“. Anfang September soll der Markt Kühbach sein Abwasser in die neue Anlage einleiten. Im Laufe des Augusts wird die alte Kläranlage angebaut und die Fläche in Retentionsraum umgewandelt. Sowohl beim Zeitplan als auch bei den Kosten sei man im Rahmen, so Mayr.

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Die Verbandsräte besichtigten auch den Pumpenraum der Kläranlage.
Bild: Gerlinde Drexler

Der Kläranlagenbau sei das größte Vorhaben gewesen, das er in seiner 24-jährigen Amtszeit geschultert habe, sagte Johann Lotterschmid, der frühere Bürgermeister von Kühbach und bisherige Vorsitzender des Kläranlagenzweckverbandes. Er erinnerte daran, dass bereits 1998 Kühbach und Inchenhofen schon einmal einen Zweckverband gegründet und einen Kläranlagenneubau geplant hatten. Bis die Hiobsbotschaft kam, dass es keine staatlichen Zuschüsse mehr geben würde.

Bürgerbefragung in Kühbach: Projekt in diesem Fall einstellen

Bei einer Bürgerbefragung in Kühbach hatte sich rund die Hälfte dafür ausgesprochen, das Projekt in diesem Fall einzustellen. Auch der Gemeinderat „nahm Abstand vom Bau“, erinnerte sich Lotterschmid. „Es hat sich auch damals schon eine Bewegung gebildet, die es mit ähnlichen Begründungen torpediert haben, damit wir keine neue Kläranlage bauen.“

Der Gegenwind, der diesmal in Form von Bürgerbegehren kam, die Werner Böhm initiierte (wir berichteten), habe ihn nie aus der Ruhe gebracht, sagte Lotterschmid. Rückblickend sagte er: „Es war eine gute Entscheidung, das in meiner letzten Amtsperiode zu machen.“ Lotterschmid lobte Inchenhofen als einen guten Partner: „Die Zusammenarbeit kann man sich nicht besser wünschen.“

Die eigentlich für November geplante Einweihungsfeier der neuen Kläranlage findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. „Das machen wir, wenn wir wirklich feiern können“, sagte Vorsitzender Kerscher mit Blick auf die Corona-Auflagen.

Satzung beschlossen Die bisherige Satzung des Kläranlagenzweckverbandes gelte weiter, beschloss das Gremium einstimmig.

Geschäftsordnung bleibt Neu in der Geschäftsordnung ist, dass der Zweckverband – ebenso wie der Markt Kühbach – ein digitales Ratsinfosystem einführen wird.

Entschädigung bleibt Die Verbandsräte erhalten weiter 40 Euro pro Sitzung. Die Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses erhalten 50 Euro pro Jahresrechnung.

Ausschuss gebildet Dem Rechnungsprüfungsausschuss gehören weiterhin wie bisher Manfred Felber (Vorsitzender), Franz Lechner und Robert Müller an. Sie wechseln sich jährlich mit ihren Stellvertretern ab: Hans Schweizer (Vorsitzender), Josef Hofberger und Lorenz Nefzger. (drx)

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