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Aichach-Friedberg

13.05.2020

So wollen die Sportvereine nach der Corona-Pause starten

Nach der Zwangspause können Sportvereine langsam wieder ihre Aktivitäten aufnehmen. Allerdings gibt es viele Einschränkungen, die das in der Praxis erschweren.
Bild: Bernd Weißbrod, dpa (Symbolbild)

Plus Trotz der Lockerungen für den Breitensport erschweren die Vorschriften den Sportbetrieb extrem. Was in Aichach, Rehling, Hollenbach oder Pöttmes angeboten wird.

Sportler waren in der Corona-Krise lange Zeit Einzelkämpfer. Doch jetzt ist Freizeit- und Breitensport wieder erlaubt, sofern diverse Regeln eingehalten werden. Viele Vereine im Landkreis Aichach-Friedberg bereiten sich gerade intensiv auf die Wiederöffnung ihres Sportbetriebs vor oder haben Teile davon bereits wieder freigegeben. Obwohl der Aufwand riesig ist, brennen viele Sportler im Wittelsbacher Land darauf, endlich wieder trainieren zu dürfen.

Die meisten der 670 Mitglieder des TSV Rehling müssen sich allerdings weiter gedulden. Dort sind bisher nur die Tennisspieler wieder ins Training eingestiegen. Diese dürfen beispielsweise nur maximal zu fünft auf einem Platz stehen und sich beim Seitenwechsel nicht begegnen. Wie TSV-Vorsitzender Dietrich Schmid berichtet, bleiben alle anderen Anlagen weiter geschlossen. Die Verantwortlichen wollen am Montag, den 18. Mai, beraten, wie es weitergehen soll. Teils müssten die sportlichen Aktivitäten samt Teilnehmer dokumentiert werden, was einen erheblichen Aufwand darstelle, so Schmid.

Corona-Regelungen: Sport darf nur unter freiem Himmel ausgeübt werden

Auch beim TSV Pöttmes müssen noch Gespräche stattfinden, bevor der Sportbetrieb aufgenommen werden kann. Vorsitzender Anton Neukäufer sagt, sie seien dabei, sich vor allem mit der Tennis- und Fußballabteilung intensiv abzustimmen. Sie wägen ab, ob und wie wieder trainiert werden kann. „Die Gesundheit unserer Mitglieder steht an erster Stelle“, sagt Neukäufer.

 

Sportarten, die nach derzeitigem Stand im Verein gemacht werden dürfen, müssen folgende Vorgaben erfüllen: Sie müssen individuell, mit einem ausreichenden Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern und unter freiem Himmel ausgeübt werden. Trainingskleingruppen dürfen die Größe von fünf Personen nicht überschreiten. Sportarten wie Golf, Kanufahren, Segeln, Reiten, Leichtathletik und eben auch Tennis sind damit erlaubt. Fußballer dürfen demnach zwar auch wieder in Vierergruppen plus Trainer üben, aber da sich die Spieler nicht zu nahe kommen dürfen, ist die Sinnhaftigkeit umstritten – zumal der Spielbetrieb mindestens bis 31. August ausgesetzt ist.

TSV Aichach: Neustart außerhalb des Onlineangebots

Armin Seidel, Vorsitzender des BC Adelzhausen, vertritt die Meinung: Besser Pässe und Technik trainieren als gar nichts. Beim BCA, der fast 900 Mitglieder hat, werde der Sportbetrieb ab sofort langsam wieder hochgefahren. Das sollte auch bei den BCA-Stockschützen möglich sein, da fast jeder ein eigenes Sportgerät hat und nicht dasselbe benutzt werden muss. Schwieriger sei es mit den Gymnastikangeboten, da die Halle weiter gesperrt ist. Auch das Benutzen der Umkleidekabinen und der Duschen ist nicht erlaubt. Sportheime bleiben vorerst geschlossen.

 

Einen vorsichtigen Neustart außerhalb des Onlineangebots gab es diese Woche beim TSV Aichach, dem rund 2800 Mitglieder angehören. Wie berichtet, starteten die Abteilungen Boxen und Ju-Jutsu mit kontaktfreiem Konditionstraining. Die Abteilung Turnen bietet Walking und Nordic Walking in Vierergruppen plus Übungsleiter an. Für die Angebote werden der TSV-Sportplatz, der mit Abstandsmarkierungen versehen wurde, sowie öffentliche Parks und Wege genutzt.

TSV Hollenbach: Fußballtraining mit bis zu fünf Personen

Auch der TSV Hollenbach will ab Montag, 18. Mai, wieder mit dem Fußballtraining in den verschiedenen Altersgruppen beginnen. Um die Gruppengröße von fünf Personen nicht zu überschreiten, wollen sie Co-Trainer benennen. Dadurch sollen immer vier Spieler und ein Trainer gemeinsam trainieren können.

Vorsitzender Tobias Stark erzählt, sie hätten einen Corona-Beauftragten ernannt. „Der achtet dann zum Beispiel darauf, dass es genug Desinfektionsmittel gibt“, sagt Stark. Außerdem kann ein Corona-Beauftragter auch darauf achten, dass alle Spieler und Trainer die Regelungen kennen, die jetzt gelten. So ist abgesehen von sämtlicher körperlichen Berührung, wie zum Beispiel dem Abklatschen nach einem Tor auch das Spucken und Naseputzen auf dem Feld zu vermeiden. Unter Einhaltung aller Regelungen sollen möglichst viele wieder spielen können, auch wenn erst im September der Spielbetrieb beginnt. Dafür bringt ein solches eingeschränktes Training auch nicht viel. „Wir sehen das aber nicht aus sportlicher Sicht“, sagt Stark. Die Menschen wollten nach den Ausgangsbeschränkungen wieder raus und sich bewegen. „Es geht um den Spaß am Kicken.“

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