Newsticker
RKI meldet 8103 Neuinfektionen und 96 Tote
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Soldaten sollen länger auf Aichacher Intensivstation aushelfen

Aichach-Friedberg

20.02.2021

Soldaten sollen länger auf Aichacher Intensivstation aushelfen

Auf der Intensivstation im Aichacher Krankenhaus unterstützen seit über einer Woche drei Soldaten der Bundeswehr das Personal.
Bild: Ulrich Wagner (Archivfoto)

Plus Die Kliniken an der Paar hoffen, dass die drei Soldaten auf der Aichacher Intensivstation länger als geplant aushelfen. Unterdessen gibt es Neues zur Impfkommission.

Seit Mittwoch vergangener Woche helfen auf der Intensivstation des Aichacher Krankenhauses drei Soldaten der Bundeswehr aus. Vorerst sollte ihr Einsatz bis Ende des Monats dauern. Nun hoffen die Kliniken an der Paar, dass die examinierten Krankenpfleger länger bleiben.

Die Kliniken hatten die Unterstützung angefordert, weil vor allem auf der Intensivstation Personalmangel herrschte. Dort ist seit vielen Monaten ein Großteil der Betten immer wieder mit Covid-Patienten belegt. Klinik-Geschäftsführer Dr. Hubert Mayer hatte in der vergangenen Woche gesagt, mehrere Beschäftigte seien krank - allerdings nicht wegen Covid - oder schwanger. Zwei Mitarbeiterinnen hätten aus Sorge vor einer Ansteckung gekündigt.

Klinik-Chef: Soldaten sind große Entlastung auf Aichacher Intensivstation

Die drei Krankenpfleger aus dem Sanitätsdienst der Bundeswehr machten sich "ausnehmend gut", lobte Mayer in dieser Woche. "Sie sind eine große Entlastung." Die Kliniken hätten eine Verlängerung beantragt.

Härtefallkommission Vor drei Wochen hatte Bayerns Gesundheitsminister, Klaus Holetschek, eine Impfkommission angekündigt. Sie soll sich mit Härtefällen befassen, die möglicherweise in der Impfreihenfolge zu niedrig priorisiert sind. In der neuen Corona-Impfverordnung sind Einzelfallentscheidungen, etwa bei seltenen und schweren Vorerkrankungen, vorgesehen - jedoch erst in der zweiten und dritten Prioritätsstufe und noch nicht jetzt.

Freistaat richtet Impfkommission mit Ludwig-Maximilians-Universität ein

Dem Landratsamt zufolge hat der Freistaat Bayern am Wochenende angekündigt, eine Impfkommission in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) einzurichten. Landrat Klaus Metzger sagte diese Woche, in dieser Kommission könnten Anliegen medizinisch und ethisch bewertet werden. Laut Landratsamt ist nicht vorgesehen, dass die Landkreise über Einzelfälle entscheiden. Allerdings lägen nach wie vor keine Informationen vor, an wen sich Bürger wenden können.

Impfquoten im Landkreis Zu Beginn dieser Woche teilte das Landratsamt mit, dass nach Stand vom Sonntag 1945 Menschen im Landkreis die zweite Corona-Impfung erhalten haben. 4210 wurden einmal geimpft. Damit haben bislang 3,1 Prozent der Landkreisbewohner die erste Impfung bekommen (Bayern: 3,6 Prozent, Deutschland: 3,3 Prozent) und 1,4 Prozent die zweite (Bayern: 1,8 Prozent, Deutschland: 1,7 Prozent). Die Impfquote für den Landkreis bezieht sich auf den Bevölkerungsstand vom 30. Juni 2020, das Robert-Koch-Institut nimmt als Referenz für Bayern und Deutschland den Bevölkerungsstand vom 31.12.2019.

Auf die Frage, warum die Impfquote im Landkreis etwas unter der bayern- und deutschlandweiten liegt, obwohl überall anteilig nach Einwohnern gleich viel Impfstoff geliefert wird, sagte Sebastian Koch, organisatorischer Leiter der Impfzentren im Landkreis: "Schwankungen gehören dazu." Sie hingen möglicherweise damit zusammen, dass andere Landkreise vielleicht noch Termine in Pflegeheimen offen gehabt hätten. "Wann anders stehen wir wieder vorne." (mit kmax)

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren