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Glaube

16.06.2017

Strahlender Sonnenschein zu Fronleichnam

Nach dem Gottesdienst machten sich die Teilnehmer in Aindling auf zur Fronleichnamsprozession.
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Nach dem Gottesdienst machten sich die Teilnehmer in Aindling auf zur Fronleichnamsprozession.
Bild: Karina Schaffelhofer

Im Landkreis ziehen unter strahlend blauem Himmel Prozessionen durch die Straßen und machen an Freialtären Halt. In manchen Orten haben fleißige Helfer Blumenteppiche vorbereitet

Als eines der schönsten katholischen Feste gilt das Fronleichnamsfest. Am gestrigen Donnerstag fand es bei strahlend schönem Wetter im Wittelsbacher Land statt. In vielen Orten des Landkreises trugen die Geistlichen die Monstranz mit der geweihten Hostie durch die Straßen und machten an Freialtären Halt.

Traditionell werden an den Altären das Evangelium gelesen und die Fürbitten gebetet. Im Volksmund heißt das Fronleichnamsfest auch der „Große Prangertag“. Kein anderer Bittgang im Kirchenjahr ist so wichtig wie der „Umgang“ am Fronleichnamstag.

Das Fest geht auf eine Vision einer belgischen Nonne aus Lüttich im Jahr 1246 zurück. Papst Urban IV. griff die Anregung auf und setzte 1264 das Fronleichnamsfest zu Ehren der Eucharistie ein. Damit sollte der „Leib des Herrn“ – das ist die Übersetzung des mittelhochdeutschen Wortes „Fronleichnam“ –, der in der Hostie gegenwärtig ist, besonders verehrt werden.

In Bayern wird die Fronleichnamsprozession auch als „Umgang“ bezeichnet. Um 1910 wurde während der Prinzregentenzeit das von Münchner Volkssängern kolportierte „Umgangslied“ über die Fronleichnamsprozession auch an Biertischen des Aichacher Landes in feuchtfröhlicher Stimmung gesungen. Seine erste Strophe: Schö is mit’m Umgang gehen, / wenn das Wetter ist recht schön, / A ganz a Langa tragt d’Fahnastanga. / Derweil is grad a Lüfterl ganga. / Die Fahna’, des Riesentrum, / die reißt’n um!“

In der Kreisstadt Aichach folgten der Monstranz an die 400 Gläubige. Stadtpfarrer Herbert Gugler trug, assistiert von Diakon Richard Reißner, unterm Baldachin die Monstranz zu den vier Freialtären. Unmittelbar dahinter folgten die Aichacher Honoratioren. An der Prozession nahmen unter anderem Bürgermeister Klaus Habermann und einige Stadträte teil. Angeführt wurde der Zug vom Kreuz, danach folgten die Aichacher Vereine mit ihren Fahnen sowie die Erstkommunikanten und die Ministranten.

Zahlreiche Teilnehmer machten sich in Aindling nach dem Gottesdienst auf zu der Fronleichnamsprozession. Pfarrer Babu trug das Allerheiligste durch die Straßen, umrahmt von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Aindling. Auch die Ortsvereine nahmen mit ihren Fahnenabordnungen teil. Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), Erstkommunionkinder, Burschenverein und Pfarrgemeinderat trugen an den vier Stationen nicht nur Texte, sondern auch Fürbitten vor. (ffl)

Bei herrlichem Wetter zogen viele Katholiken der Pfarrei St. Magnus nach der Eucharistiefeier singend zu vier Altären. Diese waren mit Blumenteppichen geschmückt. Die Prozession mit Pfarrer Paul Mahl führte über die Schrobenhausener Straße zum Altar der Familie Barkofen, die Pfarrer-Knaus-Straße zum Altar des Gartenbauvereins, die Schönbacher Straße zum Altar von Familie Monzer und Helfern zum Marktplatz. Dort hatte der Waldkindergarten erstmals einen Blumenteppich gestaltet. Von dort ging es zurück zur Kirche. Angeführt wurde die Prozession von der Bläsergruppe, den Ministranten, den Fahnenabordnungen, Vertretern des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung, Bürgermeister mit Gemeinderäten und den Kommunionkindern. (mz)

In Rehling führte die Fronleichnamsprozession vorbei an geschmückten Häusern zu vier Altären. Allen voran gingen die Blaskapelle, Kirchenchor, Ministranten, Erstkommunionkinder, Fahnenabordnungen der Vereine und die Prozessionsteilnehmer. Dazwischen Pfarrer Rudolf, der das Allerheiligste unterm Baldachin trug.

Die Stationen waren liebevoll geschmückte Altäre der Familien Jakob Johann (Schmidbauer), Michael und Hubert Jakob (Zinser) sowie Stöckl und zum Schluss der Kirchenvorplatz. Kantorin und Vorsängerin Claudia Sperling gestaltete die Prozession mit dem Kirchenchor und der Blaskapelle. Die Kinder streuten Blumen. Am Schluss wurde das Tedeum gesungen und Pfarrer Rudolf spendete den Segen. (at)

Zum „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ zogen die Prozessionsteilnehmer bei sommerlichen Temperaturen durch Schiltberg. Ein Teil der Pfarrgemeinderätinnen hatte bei der Dekoration und dem Blumenteppich am Pfarrhaus geholfen. Pater Markus bedankte sich nach dem Gottesdienst bei den Fahnenabordnungen, den Messdienern, den Musikern, den Familien, die die Altäre vorbereitet hatten, den Kommunionkindern und deren Müttern sowie dem Gartenbauverein für die Gestaltung der Blumenteppiche. (dts)

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