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Aichach

26.05.2019

Superhelden und mehr: So ging es beim Jungen Volkstheater zu

Sprachlos sind Finn (Daniel Hermann), Alex (Constantin Hoy) und Pip (Jenny Hoy) erst mal, als plötzlich eine ungewöhnliche Fee (Wolfgang Manhart) vor ihnen steht.
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Sprachlos sind Finn (Daniel Hermann), Alex (Constantin Hoy) und Pip (Jenny Hoy) erst mal, als plötzlich eine ungewöhnliche Fee (Wolfgang Manhart) vor ihnen steht.

Das Junges Volkstheater Aichach begeistert das Publikum mit „Helden ... zack bämm krachbumm“. Dabei bekommen die Besucher eine ganz neue Perspektive aufgezeigt.

Ein Superheld zu sein, ist ganz schön anstrengend. Ist es also die bessere Entscheidung, einfach „normal“ zu sein? Frech, spritzig und witzig geht das Junge Aichacher Volkstheater in seinem Stück „Helden … zack bämm krachbumm“ von Jan Peterhanwar dieser Frage nach. Bei der Premiere am Freitagabend lernten die Zuschauer im Pfarrzentrum in Aichach Superhelden aus einer ganz anderen Perspektive kennen. Sie retten Katzen und dicke Männer, machen Bankräuber dingfest, helfen bei Vulkanausbrüchen und bekämpfen Superschurken. Im Leben der drei Freunde Finn (Daniel Hermann), Pip (Jenny Hoy) und Alex (Constantin Hoy) dreht sich auf einmal alles nur noch um „retten, retten, retten“. Die drei sind nämlich Superhelden. Genau, wie sie es sich gewünscht haben.

Eine gute Fee – oder doch eher ein „Feenrich“? – hat ihnen diesen Wunsch erfüllt. Obwohl die drei erst ganz schön erschrecken, als plötzlich die ungewöhnliche Fee (Wolfgang Manhart) in das Zimmer tänzelt. Liegt es vielleicht daran, dass das bärtige Geschöpf kurz vorher noch einer der Zwerge bei Schneewittchen war und jetzt frisch umgeschult als staatlich anerkannter Wunscherfüller unterwegs ist?

Manhart stellt nicht nur eine ungewöhnliche Fee dar, er ist auch der einzige Erwachsene, der bei dem Stück auftritt. Er ist sozusagen als „special guest“ (Deutsch: besonderer Gast) aus der Erwachsenentruppe des Volkstheaters dabei. Zwischen neun und 16 Jahre alt sind die 14 Darsteller des Jungen Aichacher Volkstheaters, die es spielend schaffen, das Publikum rund eineinhalb Stunden lang mit schnellen Dialogen, frechen Texten und ihrer Spielfreude zu unterhalten.

Jungen Volkstheater Aichach spielt 36 verschiedene Rollen

So ganz nebenbei schlüpfen sie im Laufe des Stückes in 36 verschiedene Rollen. Katharina Manhart zum Beispiel, die als Regieassistentin das Marketing für die „neuen Helden“ übernimmt, tritt auch noch als „dicker Mann“ und Reporterin auf. Paul Hermann spielt einen Kameramann, Bankangestellten und Fabrikarbeiter und kämpft als Bösewicht „Dra-Cool-a“ mit den Superhelden. Die schnellen Rollen- und Szenenwechsel geben dem Stück Tempo. Die Zuschauer sind dabei, wie die Superhelden von einem Einsatz zum nächsten gerufen werden und bald merken, dass es ganz schön anstrengend ist, ein Held zu sein. Den Wunsch also einfach wieder rückgängig machen? Da hätten die Superhelden mal lieber das Kleingedruckte im Vertrag mit der Fee lesen sollen. Und dann ist da ja auch noch der Oberbösewicht (Alexander Brosch) mit seinen schurkischen Helfern (Cedric von Beck-Peccoz, Paul Schneider), der seine ganz eigenen Pläne verfolgt. Jede Menge Herausforderungen, die auf die drei Helden zukommen. Die Zuschauer sind begeistert. Mit Kommentaren wie „hammergut“, „lustig“, super“ loben sie die Leistung von Regisseur Markus Schneider und seinen Darstellern. Ein dickes Lob gibt es auch von Robert Predasch, dem Vorsitzenden des Volkstheaters: „Nach dem, was ich heute gesehen habe, ist die Nachfolge gesichert.“ Sehr viel Herzblut, Engagement und Energie hätten die jungen Theaterspieler mitgebracht, sagt Regieassistentin Sabine Schneider. Das Stück ist die vierte Produktion des Jungen Volkstheaters. Weitere Mitspieler dabei sind Lena Marko, Ida Schneider, Theresa Moser, Josef Manhart, Josef Moser, Alina Schlötzer.

Das Junge Volkstheater Aichach führt das Stück „Helden Zack Bämm Krachbumm“ am Sonntag, 2. Juni, ab 17 Uhr im Aichacher Pfarrzentrum auf. Am Samstag, 1. Juni, 14 Uhr, und Sonntag, 2. Juni, 11 Uhr, treten sie beim Theaterfestival in Schrobenhausen im Konferenzgebäude der Firma Bauer auf.

Von links: Kameramann (Paul Hermann), Regisseur (Cedric Beck-Peccoz), der Stahlhammer (Daniel Hermann), der Schatten (Constantin Hoy), der Kratzer (Jenny Hoy) und die Regieassistentin (Katharina Manha)
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