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Aichach

10.12.2019

Trauer um Augsburger Kameraden: Aichachs Feuerwehr hält inne

Gemeinsam trauern: Aichachs Feuerwehr trifft sich zu einer Gedenkminute am Feuerhaus, um Anteilnahme zu zeigen.
Bild: Philipp Schulte

Der Tod eines Feuerwehrmanns in Augsburg löst auch im Wittelsbacher Land Betroffenheit aus. Gedenkminute am Montag.

Eine Kerze ist neben einem Helm aufgestellt. Es herrscht Stille im Feuerwehrhaus in Aichach. Etwa ein Dutzend Feuerwehrmänner und Rettungssanitäter sind am Montag um 18 Uhr zu einer Schweigeminute gekommen. Sie halten inne und nehmen Anteil an dem Tod eines Augsburger Berufsfeuerwehrmanns, der am Freitagabend nach einem Schlag gegen den Kopf verstarb. Die Attacke gegen den 49-Jährigen soll von einem 17-Jährigen am Königsplatz nach einem Streit ausgegangen sein. Der Feuerwehrmann war mit seiner Ehefrau privat unterwegs.

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Aichach: Ein Berufsfeuerwehrmann kann es nicht fassen

Aichachs Erster Feuerwehrkommandant Christoph Fischer kann am Montag immer noch nicht fassen, was passiert ist. Er, der auch Berufsfeuerwehrmann in München ist, hat in dem Job schon vieles erlebt. „Der Tod ist für uns nichts Unbekanntes.“ Aber es sei besonders schockierend, dass ein Kamerad gestorben sei, als er ausging, und seine Frau die Tat mit ansah. „Man passt das ganze Leben auf sich auf und dann passiert so etwas“, sagt der 31-Jährige.

Fischer erfuhr am Samstagvormittag von dem Tod des Kameraden. Die Anteilnahme sei überwältigend gewesen. „Wir sind ein eingeschworener Haufen sind“, sagt Fischer. In solchen Situationen helfe man sich gegenseitig viel. Dass er und seine Kollegen den Kameraden aus Augsburg nicht kannten, sorge für etwas Distanz. „Die Welt dreht sich weiter.“ Am Sonntag hatte die Aichacher Feuerwehr schon wieder einen Einsatz.

Trauer um Augsburger Kameraden: Aichachs Feuerwehr hält inne

Aichach: Feuerwehrautos mit Trauerflor

Kreisbrandrat Christian Happach, 47, macht der Tod des Augsburger Feuerwehrmanns ebenfalls betroffen. Am Montag organisierte er Gedenkminuten wie die in Aichach. „Es hätte jeden treffen können“, sagt Happach. Besonders schlimm sei es, dass ein Feuerwehrmann starb. Feuerwehrfahrzeuge im Kreis würden mit Trauerflor versehen. Viele Kameraden hätten am Wochenende in den sozialen Medien einen Trauerflor in gepostet.

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