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Kreis Aichach-Friedberg

06.04.2020

Trotz Ärger: Bauamt plant weiter an Osttangente im Kreis Aichach-Friedberg

Dieses Protestschild haben Osttangenten-Gegner neben der B2 zwischen Friedberg-Lindenau und dem Schwabhof aufgestellt.
Bild: Peter Kleist (Archiv)

Plus Das Staatliche Bauamt Augsburg hält an dem Straßenbauprojekt im Landkreissüden fest. Es setzt auf eine Entlastung der B2-Gemeinden. So geht es jetzt weiter.

Entlang der B2 im südlichen Landkreis ist die Zahl der Unfälle zurückgegangen. Nach Überzeugung des Staatlichen Bauamts ist das aber kein Grund, sich entspannt zurückzulehnen. Für Christoph Eichstaedt, zuständig für den Landkreis Aichach-Friedberg, wäre das ein falsches Signal. Bei der Tagung der Unfallkommission in Aichach kündigte er an: „Wir werden weiter am Konzept für die Osttangente arbeiten.“

Der Stand seit einem Jahr hat sich nicht verändert: Noch immer wird an der Verkehrsuntersuchung gearbeitet, die die Grundlage für die Planung ist. Laut Eichstaedt sind immer wieder neue Fragen aufgetaucht und „wir wollen das ordentlich machen“. Im Sommer rechnet er mit Zahlen. Die Ergebnisse würden dann mit den betroffenen Kommunen diskutiert, kündigte er an. Die Osttangente sei ein langfristiges Projekt, bei dem man mit Gegenwind rechnen müsse.

Die Osttangente im Landkreissüden hat zahlreiche Gegner

Wie berichtet, hat das Projekt zahlreiche Gegner. Die Unfallzahlen seien aber eine Rechtfertigung für die Osttangente, so Eichstaedt. Das Staatliche Bauamt erwartet sich von dem Straßenbauprojekt eine große Entlastung für die Kommunen entlang der B2.

Trotz Ärger: Bauamt plant weiter an Osttangente im Kreis Aichach-Friedberg

Zum Beispiel am beanspruchten Knoten Mering-Nord, auch wenn dort die Unfallzahlen zuletzt gesunken sind. Verkehrliche Maßnahmen sind dort ausgereizt und eine zukunftsfähige Lösung ist wegen der engen Platzverhältnisse kaum umzusetzen.

Kurzfristig könne er dort „leider nichts in Aussicht stellen“, sagte Eichstaedt. Die Osttangente würde ihm zufolge auch die Verkehrsprobleme in Kissing lösen. Zwar sind auch hier die Unfallzahlen zuletzt gesunken. Doch ob das so bleibt, ist fraglich.

Thema in der Unfallkommission waren auch diese neuralgischen Punkte im südlichen Landkreis:

Verkehr: Die neuralgischen Punkte im Raum Aichach

Staatsstraße 2380: Der Anschluss an die B2 bei Mering ist kein Unfallschwerpunkt mehr. Das freut die Polizei. So richtig erklären kann sie es sich aber nicht, wie Karl Ortler von der Friedberger Polizei betonte.

Schwabhof: Wo der Friedberger Chippenhamring in die B2 mündet, kommt es vermehrt zu Auffahrunfällen. Ortler sprach von einem enormen Verkehrsdruck an dieser Stelle. Baulich lässt sich hier laut Eichstaedt kaum etwas verändern.

Die Gemeinden an der B2 sollen durch Strßenbauprojekte entlastet werden.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbol)

AIC 25: An der Kreuzung zwischen Friedberg und Augsburg, wo B2, B300 und AIC25 zusammentreffen, herrscht der meiste Verkehr im ganzen Landkreis. Dort sinken aber inzwischen die Unfallzahlen. Offenbar hätten sich die Autofahrer an den stationären Blitzer gewöhnt, vermutet die Polizei. Langfristig wird über eine bauliche Lösung des Knotenpunktes nachgedacht. Die Unfallhäufung beim Tierheim hat sich zur allgemeinen Überraschung beruhigt. Ebenso beim Autobahnanschluss bei Derching. Wirkung zeigt dort ein von Heinz Geiling vom Landratsamt kreiertes Schild, das die Verkehrsströme umlenkt, wenn es einen Rückstau auf der Autobahn gibt. Der Park&Ride-Platz für Pendler, der dort im Bau ist, soll laut Eichstaedt Ende Juli fertig sein. Es entstehen 130 Parkplätze.

Wiffertshausen: Zurückgegangen ist die Zahl der Unfälle an der Kreuzung mit der Staatsstraße 2051. In den nächsten Jahren wird dort trotzdem ein Kreisel gebaut.

AIC 12: Im Mai starten die Arbeiten zwischen Unterbergen und Merching, informierte Andreas Bezler vom Landratsamt dort werden eine Kurve entschärft und ein Kreisverkehr angelegt. An der Einmündung der Gemeindestraße nach Merching und zum Mandichosee ist ein Kreisverkehr geplant.

Schmiechen Die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt sind bereits gestartet.

Lesen Sie auch, welche Ziele die Unfallkommission hat Aichach-Friedberg: Damit Unfälle nicht so oft tödlich enden

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