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Trotz Problemen: Die Impf-Strategie in Aichach-Friedberg geht bislang auf

Maximilian Kramer
Kommentar Von Max Kramer
29.01.2021

Nach dem Impfstart fällt eine erste Zwischenbilanz ernüchternd aus. Unser Autor findet: Die Impfstrategie in Aichach-Friedberg ist bislang trotzdem aufgegangen.

Der 27. Dezember war für den Landkreis Aichach-Friedberg ein historischer Tag. Der Anfang vom Ende des Corona-Spuks sollte die erste Impfung sein. Doch so groß die Erwartungen an den Impfstart waren, so ernüchternd fällt nach einem Monat eine erste Zwischenbilanz aus. Erst wenige tausend Landkreis-Bewohner sind geimpft. Zwar sind darunter viele der Verletzlichsten und Schutzbedürftigsten - vom großen Impfen, und damit von einer signifikanten Verbesserung der Gesamtsituation, ist man im Landkreis Aichach-Friedberg trotz konstant niedriger Inzidenzwerte aber noch weit entfernt.

Corona-Impfungen: Der Spielraum der Landkreise ist gering

Dem Landkreis Aichach-Friedberg sind in dieser Misere weitgehend die Hände gebunden. Er hängt am Tropf der Lieferungen, die regelmäßig eintreffen, aber überschaubar ausfallen. Die Impfstoff-Mengen richten sich nicht danach, wer am lautesten schreit, sondern nach den Einwohnerzahlen der Landkreise. Ihr Handlungsspielraum ist deshalb gering. Was da ist, wird verimpft. Doch jetzt zahlt sich aus, dass der Landkreis Aichach-Friedberg der Verlockung widerstand, zu früh zu hohe Erwartungen zu wecken.

Ringsherum stehen Behörden in massiver Kritik, weil sie Impftermine versprachen, die wegen der verheerenden Liefer-Ebbe nun nicht mehr einzuhalten sind und verschoben werden müssen. So potenziert sich organisatorisches Chaos - vor allem aber verspielt man so die Akzeptanz, die elementar ist, um dieser unsäglichen Pandemie schnellstmöglich den Garaus zu machen.

Die Impfstrategie im Landkreis Aichach-Friedberg geht bislang auf

Die Ungeduld, so schnell wie möglich an einen Termin zu kommen, ist verständlich - wie könnte sie es nach Monaten der Entbehrungen auch nicht sein? Jetzt, nach einem Monat Impfkampagne, ist aber klar: Im Landkreis Aichach-Friedberg ist der nachhaltige Ansatz der Impfstrategie, klare Prioritäten zu setzen und so die Ersten sicher über die Ziellinie zu bringen, bislang aufgegangen.

Auch das Landratsamt hat in den vergangenen Wochen und Monaten der Pandemie Fehler gemacht, der Umgang mit dem Corona-Ausbruch im Friedberger Krankenhaus war sicher ein gravierender. Es ist auch gewiss nicht ausgeschlossen, dass mit mehr Impfstoff ganz neue Probleme und Unwägbarkeiten auftreten werden. Solange eine Pandemie den Takt vorgibt, ist das zwar weiterhin aufreibend - gleichzeitig aber auch völlig normal.

Lesen Sie dazu auch den Text: Exklusive Liste: Wer in Aichach-Friedberg früher an eine Corona-Impfung kommt

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Die Diskussion ist geschlossen.

31.01.2021

Ich kann den Kommentar von Herrn Max Kramer bereits bei der Überschrift nicht so recht folgen.
Welche "Impfstrategie" verfolgt der LK Aichach-Friedberg?
Sie schreiben zwar von "...die Ersten sicher über die Ziellinie zu bringen." nur, wer bestimmt wer die "Ersten" sind, und nach welchen Kriterien wird ausgewählt?
Als Kommentator ist es ihr gutes Recht Ihre Ansicht mit zu teilen, aber eine etwas zu sehr dem LRA ergebene Meinung mag dem Landrat und weiteren Verantwortlichen durchaus genehm sein. Diejenigen die betroffen sind wird es sicher nicht zufrieden stellen.

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