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Gemeinderat I

13.11.2019

Ungeplante Kosten in Petersdorf sind abgedeckt

Für die Verlegung von Glasfaserkabeln in Petersdorf wurde bereits vorgesorgt.

Einstimmig beschließt der Gemeinderat außerplanmäßige Ausgaben für die plötzlich nötige Reparatur eines Schmutzwasserschachts, für die vorsorgliche Verlegung von Leerrohren und für Rollregale für die Bücherei

Gleich dreimal mussten sich die Petersdorfer Gemeinderäte am Montagabend mit Kosten auseinandersetzen, die so in dieser Form nicht im Haushaltsplan verankert waren, aber dennoch angefallen sind. Sie wurden einstimmig als außerplanmäßige Ausgabe beschlossen, die durch nicht angefallene Kosten in anderen Haushaltsstellen gedeckt werden konnten.

Der Einbruch eines Schmutzwasserschachtes Ende September in Schönleiten veranlasste Petersdorfs Bürgermeister Dietrich Binder zum raschen Handeln. Um eine Gefährdung des Grundwassers abzuwenden, wurden direkt sechs Firmen um ein Angebot für die notwendige Reparatur gebeten. Nur ein Betrieb unterbreitete der Gemeinde Petersdorf ein entsprechendes Angebot. Kostenfaktor: 36000 Euro. Da einige Kosten, die im Haushalt in puncto Abwasserbeseitigung, Wasserversorgung und Gemeindeentwicklung verankert waren, in diesem Kassenjahr nicht mehr ausgeschöpft werden, wurde buchhalterisch umgebucht, um die außerplanmäßigen, aber unabweisbaren Kosten abzudecken.

Auch die Kosten, die für die Verlegung der Leerrohre in der Schrannenstraße angefallen sind, mussten lediglich umgebucht werden. Hintergrund: Im Rahmen des Wasserleitungsbaus wurden in die ohnehin offene Straße direkt Leerrohre gelegt, die später die Erschließung mit Glasfaser erleichtern sollen. Gut 2400 Euro kostet die Verlegung der Leerrohre, die rein buchhalterisch auf einer anderen Haushaltsstelle gebucht werden müsse, obgleich sie bei der Wasserleitungserschließung betragsmäßig bereits erfasst wurde. Binder erklärte, dass eine vorausschauende Planung wie in der Schrannenstraße grundsätzlich im Ort Programm sei. „Bei jeder Straße, die aufgebaggert wird, wird geprüft, ob es sinnvoll ist, Leerrohre für Glasfaser direkt einzubauen und welche baulichen Vorgaben dabei zu berücksichtigen sind“, erklärte der Rathauschef.

Auch bei der Investition in Rollregale für die Präsentation von Kinderbüchern in der Pfarr- und Gemeindebücherei Aindling war die Gemeinde Petersdorf mit von der Partie. Knapp 4500 Euro sollten die Regale insgesamt kosten. Die Kirchenstiftung übernahm 1000 Euro der Kosten. Der Gemeinderat von Aindling hat bereits beschlossen, den Restbetrag zu übernehmen, allerdings auch in den Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft – in Todtenweis und Petersdorf – um eine Kostenbeteiligung zu bitten.

Mit Blick auf die 1686 Einwohner, die zum 31. Dezember 2018 in der Gemeinde Petersdorf lebten, errechnete sich der Anteil der Gemeinde Petersdorf auf 774 Euro. Geplant waren diese Ausgaben nicht. Da allerdings Budget auf der Kostenstelle des Bauhofs verfügbar war, konnte diese Ausgabe hierüber verrechnet werden.

Die Diskussion ist geschlossen.

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