Newsticker

Seehofer will Grenzkontrollen zu anderen EU-Staaten Mitte Juni aufheben
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Unsere Zeitungsente baut in Sainbach ein Hotel mit Stroh und Laub

Paula Print

31.03.2019

Unsere Zeitungsente baut in Sainbach ein Hotel mit Stroh und Laub

Die Drittklässler füllten die Fächer des noch leeren Insektenhotels (links), damit sich die Bewohner darin wohlfühlen. Paula Print ist in ihrem Element, wenn sie zum Beispiel Insekten zusehen kann, die auf Blüten herumkrabbeln (rechts).
3 Bilder
Die Drittklässler füllten die Fächer des noch leeren Insektenhotels (links), damit sich die Bewohner darin wohlfühlen. Paula Print ist in ihrem Element, wenn sie zum Beispiel Insekten zusehen kann, die auf Blüten herumkrabbeln (rechts).

Unsere Zeitungsente Paula Print hat beim Bau eines Insektenhotels im Inchenhofener Ortsteil Sainbach zugesehen. Es ist so hoch wie ein Stadel.

Auf einer Frühlingswiese sitzen und sich Insekten um den Kopf schwirren zu lassen – das liebt Paula Print. Deshalb spitzt sie auch gleich die Ohren, als sie von dem Insektenhotel hört, das im Inchenhofener Ortsteil Sainbach gebaut wird. Die Familie Völkl baute das leere Hotel an die Wand eines Feldstadels neben dem Tennisplatz. Befüllt werden die einzelnen „Zimmer“ von den Inchenhofener Grundschülern. Die AN-Ente staunt, mit welcher Begeisterung die Schüler dabei sind.

Es herrscht ein solcher Betrieb rund um das Insektenhotel, dass Paula Print erst mal einen Moment braucht, um alles in sich aufzunehmen. Vor dem Stadel liegen sauber getrennt Baumrinden, Bambusstöcke, Laub oder Baumscheiben. Eine kleine Traube von Jungs ist gerade dabei, Löcher in die Baumscheiben zu bohren. „Das geht voll schwer“, ächzt Felix.

Wie das Insektenhotel entstand

Emma und Tyra stürmen mit zwei Eimern in der Hand auf die Empore am Stadel hoch. Paula watschelt hinterher. Dann bleibt ihr erst mal einen Moment lang der Schnabel offen stehen. So ein riesiges Insektenhotel hat sie noch nie gesehen. Es ist so groß wie die ganze Südseite des Stadels. Felicitas, Marius und Elisabeth erzählen ihr: „Das hat unser Papa gebaut.“ Von ihnen erfährt die Zeitungsente, dass ihr Papa, Bernhard Völkl, zuerst die morschen Bretter an der Südseite des Stadels ausgetauscht hat. Dann baute er das Grundgerüst für das Insektenhotel und setzte es mit dem Frontlader auf den extra gebauten Betonsockel am Stadel. Zuletzt baute er sogar noch eine Empore, damit die Kinder über ein Gerüst an alle Etagen kommen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

„Das war sechs Wochen Arbeit“, sagt Marius und sieht richtig stolz aus. Denn seine Geschwister und er haben mit ihren Eltern im Wald das ganze Füllmaterial gesammelt, das die Schüler jetzt in die einzelnen Fächer schichten können. Felicitas erzählt: „Wir haben Totholz von Bäumen gesammelt und Baumrinden und Laub.“ Außerdem liegen gespendete Ziegelsteine, Bambusstöcke, Stroh und kleine Äste für die Zimmer im Insektenhotel bereit.

Wofür das Hotel gebraucht wird

Wofür so ein Hotel gebraucht wird, wissen die Drittklässler, die gerade die Fächer befüllen, ganz genau. „Die Tiere können hier ihr Essen finden“, sagt Tobias. „Sie legen ihre Eier hier ab“, kommt von Antonia. Daniel weiß, warum vor jedes Zimmer ein Gitter aus Maschendraht kommt: „Um die Insekten zu schützen.“ Nur die Zimmer, in denen kleine Äste liegen, werden nicht mit dem Gitter abgeschlossen, fällt der Zeitungsente auf. „Da drin nisten gerne die Schmetterlinge“, erklärt ihr Magdalena. Die kämen durch den Maschendraht nicht rein. Paulas Frage, welche Insekten Stroh mögen, kann Fabian beantworten. „Das sind die Ohrwürmer.“ Wildbienen und -wespen mögen den Bambus, der in den Löchern der Ziegelsteine stecke, erklärt Max der Zeitungsente.

Die ersten Reihen des Insektenhotels haben die Erst- und Zweitklässler befüllt. Die Dritt- und Viertklässler machen den Rest. Jede Klasse arbeitet zwei Schulstunden lang an dem Insektenhotel. „Viel zu wenig Zeit“, findet Donovan.

Kinder hoffen auf viele Besucher

Wenn alles fertig ist, hoffen die Kinder, dass viele Besucher sich das Insektenhotel ansehen. Yaren wünscht sich: „Vielleicht machen sie dann auch was für Insekten.“ An dem Stadel will das Ehepaar Völkl Infotafeln anbringen, auf denen die verschiedenen Materialien beschrieben sind. Auch über eine Sitzbank mit Blick auf das Insektenhotel denkt Bernhard Völkl nach.

Als Erinnerung an den besonderen Unterricht bekommen die Kinder zum Abschluss ein großes Plakat mit einem Bild des Insektenhotels. In jeder Etage haben die Schüler unterschrieben, die sie befüllt haben.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren