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Viele Austritte: Kirche muss die Herzen der Menschen erreichen

Kommentar Von Carmen Jung
24.01.2021

Im Raum Aichach sind im vergangenen Jahr über 200 Menschen aus der Kirche ausgetreten. In der Corona-Krise liegt ein Risiko, aber auch eine Chance für die Kirchen.

Der Trend, dass weiterhin Menschen den Kirchen den Rücken zukehren, egal ob evangelisch oder katholisch, hält auch im Wittelsbacher Land an. Allein im Raum Aichach waren es 2020 über 200 Menschen, die ausgetreten sind. Jeder einzelne Austritt schmerzt. Das sagen viele Pfarrer, und das sehen auch viele Menschen so, die den Kirchen verbunden sind.

Jeder, der aus der Kirche austritt, hat einen Grund

Doch wer geht, hat seine Gründe: etwa der Ärger über Missbrauchsfälle und der Umgang damit; das Gefühl, bevormundet zu werden; die verloren gegangene Beziehung zum christlichen Glauben; das gesunkene Bedürfnis, einen Gottesdienst zu besuchen; oder einfach nur die monatlichen Ausgaben für die Kirchensteuer.

Egal, welcher Grund letztlich den Ausschlag gegeben hat: Jeder einzelne wiegt aus Sicht der Austrittswilligen mehr als das, was die Kirche ihnen ihrer Meinung nach geben kann.

Die Kirche kann in der Corona-Krise Halt sein für Menschen

Die aktuelle Corona-Krise bietet für die Kirchen Chance und Risiken zugleich: das Risiko, dass Menschen, die jetzt zum Distanzhalten gezwungen sind, nicht mehr zurückfinden; aber auch die Chance, in dieser für viele so schwierigen Zeit ein Halt zu sein.

Augsburgs Bischof Bertram Meier sagte im Sommer gegenüber unserer Redaktion, die Kirche müsse wieder die Herzen der Menschen erreichen. So einfach ist das – und offenbar doch so schwer.

Lesen Sie dazu den Artikel: Kirchen im Raum Aichach verlieren 2020 erneut viele Mitglieder

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25.01.2021

Den Satz "Doch wer geht, hat seine Gründe: etwa der Ärger über Missbrauchsfälle und der Umgang damit;" zeugt von einer äusserst einseitigen und selbstgerechten Ansicht, die die Kirche entschuldigt und alle anderen verurteilt.

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