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Konzert in Aichach

14.07.2017

Vielseitig, frisch und leidenschaftlich auf dem Aichacher Stadtplatz

Das Blasorchester spielte das anspruchsvolle Konzertwerk der Oberstufe "Mountain Panorama" von Manfred Schneider ausdrucksstark.
Bild: Edith Calabro

Zum Geburtstag präsentierten sich die drei Gruppen des Aichacher Musikvereins in guter Form. Das Publikum war begeistert.

Wegen der Regenschauer konnte das Konzert auf dem Aichacher Stadtplatz erst mit Verspätung beginnen. Das weit gefächerte Repertoire des Abends, reichte dann aber musikalisch von traditioneller Volksmusik über die schwungvolle Bigband-Musik bis zu konzertanter Blas- und Unterhaltungsmusik. Zünfig präsentierten sich die Aichacher Stadtmusikanten unter anderem mit dem Marsch „Es geht Los“ von Kurt Pascher und dem Trinklied „Auf der Vogelwiese“ von Josef Poncar mit dem neu entdeckten Gesangsduo Wolfgang Glas und Lorenz Knaus, die mit ihrem humorvollen Solo die Zuhörer zum Schmunzeln brachten. Das letzte Stück, ein Tradimix, der „Maxglaner Zigeunermarsch Reloaded“ von Christof Zellhofer, war eine progressive Pop-Interpretation. Erfrischend, rasant und ein bisschen schräg, eine gute musikalische Überleitung zur Bigband.

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In bester Big Band Manier spielte die „Crazy Oak-Big-Band“ Klassiker aus der Blütezeit der Bigband-Ära wie zum Beispiel den Jazz-Standard „Don’t get around much anymore“ von Duke Ellington. Ausdrucksvoll und gefühlvoll interpretierte Bandsängerin Martina Bolváry unter anderem „Feeling Good“ von Leslie Bricusse und Anthony Newley und den kraftvollen Hit „Skyfall“ von Paul Epworth und Adele Atkins. Als Höhepunkt des Abends stellte der Moderator das neue Traumpaar der Bigband vor. Martina Bolváry und Saxofonist Vincenzo Scalisi sangen zusammen das Liebeslied „Quando, Quando“ von Charles Boone, Testa und Tony Renis harmonisch und mit viel Leidenschaft. Mit gefühlvoll-swingendem Sound präsentierte Gerd Peters auf seinem Saxofon formvollendet die anmutige Ballade „My one true friend“, arrangiert von Mike Lewis. Darüber hinaus wurden beschwingt „Oye como va“ von Tito Puente und „You know what“ von Ambros Seelos von den Bandmitgliedern der verrückten Eichen gespielt. Die Solisten des Ensembles waren Eduard Augsburger und Francesco Calabró (Trompete), Martina Brettmeister (Saxofon), Arnold Fritscher (Posaune) und Peter Weber (Gitarre). Die Stadtkapelle machte den Auftakt mit Kiwi-Cha-Cha von Joe Grain. Um die Steigerung des Spielniveaus herauszustellen, interpretierte das Blasorchester das anspruchsvolle Konzertwerk der Oberstufe „Mountain Panorama“ von Manfred Schneider ausdrucksstark. Klangbilder der Wasserwelt, des Sonnenuntergans und der Zugfahrt durch die Bergwelt, abwechselnd rasant und temperamentvoll, dramatisch sowie lieblich-harmonisch, wurden intoniert. Das Repertoire war ebenso facettenreich wie das Zusammenspiel der Klangfarben.

Gespielt wurden unter anderem die Titelmusik des Films und Chart-Hits Ghostbusters, ein dramatisches und ergreifendes Medley aus dem Musical „Phantom der Oper“ von Sir Andrew Lloyd Webber, den Chart-Hit „Uptown Funk“ mit groovigem, mitreißendem Sound arrangiert von Jay Bocook und dem energiegeladen Schlager „Gardenparty“ mit den Solisten Monika Schlittenbauer und Tizian Pollanka (Saxofon), Alexander Gilliar (Schlagzeug) sowie einer Rhythmusgruppe. Mit dem vielschichtigen und abwechslungsreichen Konzertwerk „Variazioni in Blue“ bekamen die Zuhörer eine ornamentale Variation im klassischen Stil, eine Blues-Variation und eine temporeiche osteuropäische Interpretation melodischer Blues-Elemente zu hören. Zum Schluss spielte das gesamte Saxofonregister mit Esprit und sattem Klang „Jazzin’ it up“, eine Komposition von Harry Richards. Die Stadtkapelle verabschiedete sich mit einer Zugabe, dem Deutschmeister-Regimentsmarsch.

Alle drei Gruppen des Musikvereins Aichach präsentierten sich vielseitig, frisch, leidenschaftlich und eindrucksvoll mit viel Spiellaune unter der Leitung von Eduard Augsburger. Die beiden Moderatorinnen Ramona Hellmann und Kerstin Weiss hatten charmant durch das Programm geführt. Das begeisterte Publikum bedankte sich mit langem Applaus für den facettenreichen Abend.

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