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Konzert

20.11.2019

Von Weibern und zarten Geschöpfen

Das schauspielerische Talent von Julia Schwebke und Arnold Fritschers swingende Improvisationen am Klavier begeisterten die Besucher beim „Chanson bleu“-Abend in der Aichacher Wandelbar.
Foto: Manfred Zeiselmair

Julia Schwebke und Arnold Fritscher bringen in der Aichacher Wandelbar Chanson und Jazz zusammen

Sie verbreitet ein heimeliges Gefühl, und es wirkt geradezu familiär, wenn Julia Schwebke vor ihrem Publikum ihre Chansons zum Besten gibt. Jetzt stand die gebürtige Aichacherin, die neben Schauspiel auch Chansongesang studiert hat, nach einem Jahr Pause wieder einmal auf der Bühne der Aichacher Wandelbar.

Im voll besetzten Nebenzimmer trafen im Rahmen der Reihe „Jazz in Aichach“ klassischer Chanson und swingender Jazz aufeinander. Angetrieben von der Aichacher Jazz-Größe Arnold Fritscher am Klavier, sprühte Julia Schwebke dabei vor Energie. Unter dem Motto „Chanson bleu“ verschmolzen die beiden Musikrichtungen miteinander. Die zahlreichen fachkundigen Fans zeigten sich begeistert. Aufmerksam lauschten sie den deutschen Chanson-Texten und englischen Jazz-Interpretationen.

Barfüßig und ganz in Schwarz – so spielt und singt sie in ihren Chansons von den großen und kleinen Damen der Gesellschaft, von selbstbewussten herrlichen Weibern, von sensiblen Geschöpfen, vom Lieben und Verlassen, vom Erinnern und Vergessen. Als Klassiker dürfen auch der berühmt-berüchtigte „Mackie Messer“ aus Brechts Dreigroschenoper oder „Heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader nicht fehlen. Insbesondere in den englischen Songs improvisiert Fritscher und kreiert mithilfe von Schwebke zahlreiche Swing-, Jazz- und Rocktitel internationaler Künstler zu interessanten neuen Interpretationen.

Dabei besticht er am Klavier mit sehr viel Gefühl und einer fingerfertigen Leichtigkeit bei den Solo-Partien. Oder wenn er kaum bemerkte Einsatz-Verpasser mit improvisiertem Zwischenspiel überbrückt. Nicht nur das Publikum dankt ihm mit spontanem Applaus, auch Julia Schwebke zeigt sich begeistert von der „unglaublich schönen Zusammenarbeit“ mit Fritscher, der sie immer wieder „beflügelt und überrascht“.

Ehe der unterhaltsame Abend zu Ende geht, versucht Fritscher zu Belafontes „Jamaika Farewell“ das Publikum als Seemannschor zu integrieren. Wenngleich dies etwas danebengeht, haben die Besucher großen Spaß daran. Und verabschieden die beiden mit lang anhaltendem Applaus.

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