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Aichach-Friedberg

10.01.2019

Vorsicht Rutschgefahr - Winter hat Straßenverkehr im Griff

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Die Räumfahrzeuge waren nahezu pausenlos unterwegs, wie hier bei Blumenthal auf der Staatsstraße zwischen Klingen und Sielenbach.
Bild: Erich Echter

Schnee und Glatteis sorgen am Mittwoch für starke Behinderungen. Die meisten Autofahrer passen sich an. Ein Verkehrsmittel hat keine Probleme.

Wer am Mittwochmorgen für den Weg zur Arbeit sein Auto brauchte, hatte es schwer. Die andauernden Schneefälle sorgten auch im Landkreisnorden für schwierige Straßenverhältnisse. Auf Autobahn und Bundesstraßen kam es zu Unfällen und Stauungen. Während Bauhöfe und Schneeräumdienste unter Hochdruck arbeiteten, kamen viele Pendler zu spät. Die meisten passten ihre Fahrttempo den schwierigen Verhältnissen an. Es kam zwar zu mehreren Unfällen im Bereich der Polizeiinspektion Aichach, aber sie liefen weitgehend glimpflich ab. Der schwerste Zusammenstoß ereignete sich bei Pöttmes. Ein Überblick:

Auf der Kreisstraße zwischen Inchenhofen und Pöttmes kam es gegen 6.45 Uhr zu einem Frontalzusammenstoß. eine 19-Jährige war von Pöttmes in Richtung Unterbachern unterwegs. Auf Höhe Schnellmannskreuth geriet ihr Auto auf die Gegenspur und prallte in den Wagen einer 54-jährigen Frau. Diese wurde durch die Wucht des Aufpralls eingeklemmt und musste von den Hilfskräften befreit werden. Beide Frauen kamen aber mit leichten Verletzungen davon. Die Rettungsdienste brachten sie nach Schrobenhausen und Aichach ins Krankenhaus. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf einen hohen vierstelligen Bereich.

Ein 67-jähriger Autofahrer konnte gegen 8 Uhr in der Bahnhofstraße in Aichach nicht mehr rechtzeitig bremsen. Er fuhr auf das Auto einer 28-jährigen Frau auf. Der Sachschaden ist laut Polizei vierstellig.

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Gegen ein Verkehrszeichen ist laut Polizei ein 40-jähriger Mann gegen 9 Uhr in Aichach gerutscht. Er kam am Kreisverkehr zwischen Bahnhof- und Franz-Beck-Straße vom Kurs ab. Der Schaden beträgt 200 Euro.

Winterdienste in Aichach-Friedberg im Dauereinsatz

Die Bauhöfe und die Straßenmeistereien waren gestern natürlich vorbereitet. Andreas Bezler, als Sachgebietsleiter Tiefbau im Landratsamt auch für den Kreisbauhof zuständig, spricht dennoch von schwierigen Verhältnissen und einer großen Herausforderung. Besonders im nördlichen Teil des Landkreises. Dort sei mehr Schnee gefallen. Die Verkehrsbehinderungen durch glatte und zugewehte Straßen waren dort auch größer. Ab drei Uhr in der früh war der Winterdienst im Einsatz. Der starke Schneefall habe aber erst später gegen 4.30 Uhr begonnen. Dann sei es mit dem einsetzenden Berufsverkehr nicht mehr so einfach gewesen, die Straßen schnell freizubekommen. Der Kreisbauhof war gestern mit sechs Fahrzeugen unterwegs. Die rund 200 Kilometer Kreisstraßen von Reicherstein (Markt Pöttmes) im nordwestlichen Landkreiseeck bis nach Eresried (Gemeinde Steindorf) im Südosten entsprechen rund zehn Prozent aller Straßenkilometer im Wittelsbacher Land (siehe Infoartikel). Der Kreisbauhof ist für Räumung und Streuung von einer Fläche von 1,3 Quadratkilometer Asphalt zuständig.

Auch der AVV-Regionalbusverkehr im nördlichen Kreis wurde gestern durch die winterlichen Straßenverhältnisse ausgebremst. Laut Irene Goßner, Pressesprecherin des Augsburger Verkehrsverbunds, sei es vor allem im Berufsverkehr am Morgen teils zu „massiven Verspätungen“ gekommen. Natürlich wegen der schwierigen Straßenverhältnisse und zusätzlich weil nach Unfällen auf der Autobahn Ausweichverkehr die Strecken der Linienbusse verstopfte. Die Prioritäten seien klar: „Sicherheit geht vor Pünktlichkeit.“ Ein AVV-Bus sei in einen kleineren Unfall verwickelt gewesen, der ging aber glimpflich aus.

Die Entscheidung mit dem Zug in Richtung Augsburg oder Ingolstadt zu fahren, war gestern bestimmt nicht die Schlechteste. Es gab zwar zum Teil Verspätungen von fünf Minuten vor allem wegen Signal-Störungen, berichtet Christopher Raabe, Sprecher der Bayerischen Regiobahn. Die Strecke selber war aber frei. Raabe sagt es so: „Die Paartalbahn schnurrt wie ein Kätzchen.“

Insgesamt rund 2000 Kilometer müssen gestreut werden

Autobahn Der A8-Abschnitt durch das Wittelsbacher Land von Augsburg bis zum Rastplatz Adelzhauser Berg ist rund 20 Kilometer lang.

Bundesstraßen B300 (Friedberg – Kühbach) und B2 (Friedberg – Merching-Steinach) führen zusammen 55 Kilometer durch den Kreis.

Staatsstraßen Im nördlichen Kreis verlaufen 2047 (Baar – Aichach –Altomünster), 2045 (Baar – Pöttmes-Grimolzhausen), 2338 (Aichach-Klingen – Adelzhausen – Freienried), 2035 (Affing-Mühlhausen – Pöttmes), 2381 (Affing-Mühlhausen – Thierhaupten). Insgesamt ist das Staatsstraßennetz im Kreis 180 Kilometer lang.

Kreisstraßen Der Kreis selbst unterhält rund 200 Kilometer. Davon sind 50 Kilometer Ortsdurchfahrten. Die Asphaltfläche allein der Kreisstraßen beläuft sich auf 1,3 Quadratkilometer. Neben den Kreisstraßen laufen 80 Kilometer begleitender Radwege dazu.

Kommunale Straßen Für Innerorts- und Gemeindeverbindungsstraßen sind die 24 Kommunen zuständig. Die Stadt Aichach unterhält zum Beispiel in Kernstadt, 16 Ortsteilen und den Ortsverbindungen auf einer Fläche von 92 Quadratkilometern (in etwa so groß wie der Chiemsee) 180 Kilometer. Die Flächenkommune Pöttmes kommt auf 96 Kilometer. Im ganzen Kreis sind es über 1500 Kilometer kommunale Straßen. (cli)

Hier geht's zum Kommentar: "Winter in Aichach: Was wahrer Luxus ist"

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