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Theater

20.11.2017

Warum oft so vieles aus dem Ruder läuft

Petrus (Bernd Niedermeier) schickt das Engelchen Raphaela (Maike Peters), um das Chaos bei Familie Weismann zu beenden.
Bild: Martin Golling

SSV Alsmoos-Petersdorf begeistert mit „Eine himmlische Beförderung“

Mit einer starken Premiere ihres Stücks „Eine himmlische Beförderung“ begeisterte die Theatergruppe des SSV Alsmoos-Petersdorf im fast ausverkauften Sportheim an der Hohenrieder Straße. Das Stück verbreitet ein wenig Brandner-Kaspar-Atmosphäre, denn die Präsenz von Teufel-Lehrling Diavolo (Josef Lenz) und von Engelchen Raphaela (Maike Peters) erklären, warum so manches auf Erden binnen Minuten total aus dem Ruder laufen kann.

Diavolo soll auf direkte Anweisung von des Teufels Großmutter die Hochzeit von Yvonne (Christina Heinrich) und Klaus-Dieter (Gregor Plöckl) vereiteln und ist mit seinem Vorhaben bereits so gut wie fertig, als der Himmel eingreift. Schön, dass sich die Petersdorfer Theaterfreunde die Mühe machten, das Geschehen auf der Bühne in den Pausen mit pointierten Versen aus der Feder von Marille Sturz zu parodieren. Gekonnt, cool und lässig erledigen Gregor Plöckl und Ulrich Golling diese Aufgabe.

Von der Bühne herab bringen vor allem die Routiniers Georg Birkmeir, Roswitha und Gerhard Lesti und Liane Oswald ein ums andere Mal die Zuschauer dazu, sich die Lachtränen aus den Augenwinkeln zu wischen. Aus ganz normalen Fragen macht dieses Ensemble mit entsprechender Geste und der goldrichtig betonten Antwort eben keinen Kalauer, sondern entfacht eine Lachsalve. Beispiel: „Wos machst denn für a Gsicht?“, lautet die Frage von Heinz (Birkmeir) an seinen Freund Albert (Gerhard Lesti). Der kontert: „Kant i Gsichter macha, dann hättst du scho lang a anders.“

Auch bemühen sich die Petersdorfer Mimen erfolgreich, die Geschehnisse im Stück von Wolfgang Bräutigam in die Region zu verlagern. So hat Hochzeitsplanerin Hilde (Roswitha Lesti) die Brugger Buam für die musikalische Gestaltung der Trauungszeremonie engagiert und ein anderes Mal winkt ein romantischer Treff im Biergarten vom Brunx.

Eine weitere Bank für die Petersdorfer – schon seit Jahren – ist das Bühnenbild. Rosemarie Glas hat heuer den Blick von Petersdorf zur Hohenrieder Kirche hinauf festgehalten, den man von der Terrasse der Familie Weismann aus, am Theaterplatz 1, sehen kann. Mehr Einladung geht fast nicht. (mgw)

Weitere Vorstellungen sind am Freitag, 24. November, ab 19 Uhr; am Samstag, 25. November, ab 19 Uhr und am Sonntag, 26. November, ab 18 Uhr.

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