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26.01.2019

Was tun mit Alter Schule?

Wie geht es weiter mit der Alten Schule in Gebenhofen? Archiv
Bild: Martin Golling

Haus in Gebenhofen hat Investitionsbedarf

Affing Wie soll’s weitergehen mit der Alten Schule in Gebenhofen? Über zehn Bürger kamen wegen dieser Frage am Donnerstag in die Affinger Gemeinderatssitzung. Eine Antwort darauf gab es noch nicht.

Die Renovierung des Gebäudes, das aus dem Jahr 1859 stammt, war 2017 greifbar nahe. Dann machte der Gemeinderat einen Rückzieher und lehnte die Sanierung ab, für die es 255000 Euro Zuschuss aus dem europäischen Fördertopf Eler gegeben hätte. Der Eigenanteil von 375000 Euro war ihm zu hoch. Seither ist nichts mehr passiert. Auch deshalb nicht, weil die Aufnahme in die Denkmalschutzliste zur Debatte stand, erklärte Bürgermeister Markus Winklhofer. Wie berichtet, ist das Gebäude seit Kurzem denkmalgeschützt. Fachleute attestieren ihm eine baukünstlerische, geschichtliche und städtebauliche Bedeutung. Die Schule ergänze das Ensemble mit Kirche und Pfarrhof zu einem prägnanten Dorfmittelpunkt.

Christine Schmid-Mägele hatte den Fördertopf vor zwei Jahren aufgetan. Sie wollte nun wissen, wie es weitergeht. Denn die Förderzusage gilt nur noch bis Mai. In ihrem Antrag schrieb Schmid-Mägele, die krankheitsbedingt fehlte, Affing sei bayernweit die einzige Kommune, die eine Eler-Förderung erhalte und abgelehnt habe. Laut Winklhofer verändert der Denkmalschutz die Voraussetzungen. Die Pläne sahen zum Beispiel Kunststofffenster vor. Sie sind nun nicht mehr möglich. Der gemeindliche Bautechniker habe ein großes Augenmerk darauf, dass sich der Zustand des Gebäudes nicht verschlechtere, versicherte der Bürgermeister. So sei das Dach abgedichtet worden.

Georg Engelhard befürchtet dennoch, dass der Zustand schlechter wird, und warnte: „Je länger wir warten, umso teurer wird’s für die Gemeinde.“ Schon jetzt dringe Regen an der Westseite durch die Fenster. Er forderte, die Planung anzugehen und die Sanierung Zug um Zug zu realisieren. Josef Engelschalk betonte, verfallen lassen könne Affing das Gebäude nicht. Nach der Forderung einer neuen Kostenanalyse und dem Hinweis des Bürgermeisters, dass man dann auch die Mittel bereitstellen müsse, einigte sich das Gremium auf den Vorschlag Gerhard Faltermeiers, bei Architekt Markus Schneider zuerst die Kosten für die Planung auszuloten. (jca)

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