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Petersdorf

27.02.2015

Wasser wird deutlich teurer

„Es kann nicht sein, dass wir Gebühren haben, die nicht kostendeckend sind“, so Bürgermeister Richard Brandner.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Bürgermeister Brandner bereitet die Petersdorfer auf steigende Wasserpreise vor. Doch damit nicht genug: Auf die Bürger kommt noch eine weitere Erhöhung zu.

Die Petersdorfer Gemeindebürger müssen sich auf deutlich höhere Kosten für das Wasser einstellen. Und auch die Abwasserentsorgung wird teurer werden. Bürgermeister Richard Brandner bereitete sie darauf in der Bürgerversammlung am Mittwochabend vor. Knapp 100 Minuten lang informierte er über die Situation in der Gemeinde. Im ersten Bericht als Gemeindechef bei einer Bürgerversammlung streifte er ausgesprochen viele Themen. Wesentlich weniger Zeit nahmen im Gasthaus Kügle die Wortmeldungen der knapp 50 Besucher in Anspruch, unter ihnen der größte Teil des Gemeinderats.

Zwei Projekte will Brandner in den Vordergrund seiner Bemühungen stellen: die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und den Ausbau der Internetversorgung. „Es ist Licht am Ende des Tunnels da“, versicherte der Bürgermeister, der zuvor verdeutlicht hatte: Bei Kosten bis zu 962500 Euro beim schnellen Internet zahlt die Gemeinde lediglich 20 Prozent. Sollten höhere Investitionen erforderlich werden, müsste die Kommune den darüber hinausgehenden Betrag komplett begleichen. Abgesehen von wenigen Gebäuden ist eine Versorgung mit 30 Megabit pro Sekunde vorgesehen.

Brandner zum Wasserpreis: "Wir werden deutlich rauf müssen"

Was den höheren Wasserpreis anbelangt, gab Christoph Reiner zu bedenken, dass seiner Ansicht nach bei der Gesamtkalkulation der Anteil der Erschließungsbeiträge berücksichtigt werden müsste. Vor einer Entscheidung sollte man erst die Jahresabrechnung für 2014 abwarten, so der Bürgermeister. Seiner Aussage zufolge verlangen Rehling wie Aindling jeweils 80 Cent pro Kubikmeter, Hollenbach liege über einem Euro, Petersdorf dagegen bei 61 Cent.

„Wir werden deutlich rauf müssen“, betonte der Gemeindechef, der auf Investitionen im Bereich Wasserversorgung in diesem Jahr von über 160000 Euro verwies. Allein für einen Schaltschrank seien 100000 Euro erforderlich. Brandner stellte eine Informationsveranstaltung in Aussicht, sobald sich mehr sagen lässt zu den Fragen: Wie geht es weiter mit dem Brunnen Hohenried? Wie mit der Wasserversorgung?

Auch bei den Kanaltarifen müssen die Menschen in dieser Gemeinde mit einer höheren Belastung rechnen. „Unsere Pflichtaufgaben wie Wasser und Kanal wurden vergessen“, erklärte der Bürgermeister und erinnerte daran, dass für 1,8 Millionen Euro ein Gemeindezentrum hingestellt wurde. „Das müssen wir jetzt ausbaden, wir müssen einen Mangel verwalten. Es kann nicht sein, dass wir Gebühren haben, die nicht kostendeckend sind“, erklärte er.

Bürgermeister warnt vor falschen Schlüssen

Brandner warnte davor, falsche Schlüsse aus dem aktuellen Kassenstand zu ziehen, der ein Plus von 780000 Euro aufweist bei Schulden von 184500 Euro. Bei vielen Maßnahmen konnten die Schlussrechnungen noch nicht beglichen werden, weil sie der Gemeinde noch nicht vorlagen. „Polster kann man dazu nicht sagen“, so Brandner, der betonte: „Die Liquidität ist gesichert. Ich war überrascht, dass die Luft so dünn ist, dass man keine großen Sprünge machen kann.“ Nachholbedarf sieht der Bürgermeister beispielsweise bei der Biotoppflege.

„Da müssen wir Lösungen suchen“, sagte er zum Vorwurf eines Bürgers aus Gebersdorf, der sein gesammeltes Laub nicht in Aindling entsorgen durfte. Gerda Dormayr sieht bei einigen Straßen in der Alsmooser Siedlung Sanierungsbedarf, etwa bei den Kanaldeckeln. Eine Pflege der Kopfweiden in der Wildenauer-Straße müsste bis zum 28. Februar erledigt werden. Nach wie vor ungeklärt ist die Frage, wer für den Schaden am ehemaligen Lehrerwohnhaus aufkommt, der beim Abriss der Alsmooser Schule entstand. Hier wird die Entscheidung wohl vor den Schranken eines Gerichts fallen. Georg Bauer sprach das fehlende Stück Gehweg beim Durchlass in der Deutschherrnstraße an. Auch dort könnte es dazu kommen, dass die Gemeinde eine Lösung auf dem Rechtsweg anstrebt.

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