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Aichach-Friedberg

04.08.2020

Wasserzweckverband: Reitberger bleibt Vorsitzender

Die Magnusgruppe wird weiterhin von Rupert Reitberger geleitet.
Bild: Johann Eibl (Archiv)

Plus Auch mit 82 Jahren leitet der Igenhausener Rupert Reitberger weiterhin den Wasserzweckverband. Warum der Mensch bei der Wasserqualität zum Problem wird.

Mit seinen 82 Jahren hat Rupert Reitberger ein Alter erreicht, in dem die meisten sich längst aus jeglichen Ämtern verabschiedet haben. Doch der Senior aus Igenhausen ( Hollenbach) präsentierte sich bei der konstituierenden Versammlung des Wasserzweckverbands der Magnusgruppe im Burghof in Oberwittelsbach fit und engagiert wie eh und je. Als er sich einmal mehr für das Amt des Vorsitzenden zur Verfügung stellte, war allen klar, wie die Wahl enden würde. Bei 27 Ja-Stimmen gab es lediglich eine Enthaltung.

Sein erster Vertreter heißt nun Karl-Heinz Kerscher. Der neue Bürgermeister von Kühbach erinnerte Reitberger ans Jahr 1973, als dieser erstmals den Vorsitz übernahm. Vor 47 Jahren habe er es bereits mit einem Kerscher zu tun gehabt, dem Großvater des heutigen Gemeindechefs. In den nächsten sechs Jahren hat der Verband auch einen zweiten Vertreter. Er heißt Fabian Streit, der seit drei Monaten als Gemeindechef in Schiltberg fungiert und diesmal verhindert war.

Rupert Reitberger bleibt an der Spitze der Magnusgruppe.
Bild: Johann Eibl

„Ich kenne mein Geburtsdatum“, sagte Reitberger. „Ich weiß, was auf mich zukommt.“ Dabei dachte er in erster Linie an den Bau des neuen Wasserwerks: „Ich habe im Vorfeld niemanden gefunden.“ Kerscher hatte ihn vorgeschlagen: „Mit seiner Power und seinem Engagement können wir sicher sein, dass er das noch mal durchzieht.“ Reitberger blickte voraus ins Jahr 2026 und sagte, sein Nachfolger könne dann der Bürgermeister von Kühbach werden.

Wasserzweckverband: Das ist Verbandschef Rupert Reitberger

Der alte und neue Verbandschef vermittelte in seinem Bericht Informationen darüber, wie dieser Verband ins Leben gerufen worden war. 1961 verständigten sich die damaligen Gemeinden Oberbernbach und Algertshausen darauf, eine zentrale Wasserversorgung aufzubauen. Als Kühbach, Haslangkreit und Stockensau ebenfalls einen Bedarf in dieser Richtung erkannten, orientierte man sich am Kühbacher Kirchenpatron St. Magnus und gab dem Zusammenschluss den Namen Magnusgruppe. Den dürfe man nie wieder ändern, forderte Reitberger: „Die Magnusgruppe steht heute in der öffentlichen Wahrnehmung für absolute Wasserqualität, für innovatives Handeln und für fachliche Kompetenz des Personals.“

Eingehend auf die Qualität des Trinkwassers, erklärte der Vorsitzende: „Der Mensch ist das Problem.“ Mikroplastik, Rückstände von Medikamenten, Kosmetika und Chemikalien im Haushalt führten zu Belastungen und seien teilweise bereits nachweisbar. Daher seien modernste Steuerungsanlagen notwendig. Für den Neubau des Wasserwerks seien alle Unterlagen eingereicht, jetzt warte man auf die Genehmigung. Das benötigte Grundstück wurde im Tauschverfahren erworben – dank der Hilfe von Verbandsrat Franz Lechner.

Die Satzung und die Geschäftsordnung wurden geändert, die finanziellen Rahmen wurden der Entwicklung angepasst. Die ausscheidenden Mitglieder des Zweckverbands erhielten kleine Präsente. Robert Müller sprach den Radweg von Inchenhofen nach Radersdorf an und beklagte dessen Zustand. Dass hier Arbeiten zu erledigen sind, stand außer Frage.

Der Vorsitzende erhält im Monat 904,88 Euro, der erste Vertreter jährlich 200 Euro, der zweite Vertreter jährlich 100 Euro. Pro Sitzung werden 40 Euro ausgezahlt, wobei die Bürgermeister in diesem Fall leer ausgehen. Die Rechnungsprüfer erhalten 70 Euro.

Magnusgruppe: 14 Verbandsräte scheiden aus

14 Verbandsräte gehören dem Gremium nicht mehr an: Franz Lochner (18 Jahre), Raymund Aigner, Klaus Bleis, Christa Grande, Christel Reichl, Manfred Schreier (alle zwölf Jahre), Monika Knauer (drei Jahre, alle Aichach), Johann Lotterschmid (24 Jahre), Engelbert Thumm (zwölf Jahre), Andreas Arzberger, Markus Bergmeier, Peter Mayr (je sechs Jahre, alle Kühbach), Josef Schreier (Schiltberg) und Karl Metzger (Inchenhofen, beide 18 Jahre).

Das Versorgungsgebiet der Magnusgruppe umfasst Ortsteile der Kommunen Aichach, Hollenbach, Inchenhofen, Kühbach, Pöttmes und Schiltberg.

Zwei Wasserwerke mit Aufbereitungsanlagen in Kühbach und Oberbernbach, vier Hochbehälter in Oberschneitbach, Kühbach, Igenhausen und Rapperzell, fünf Brunnen, die tertiäres Tiefenwasser fördern. 175 Kilometer Versorgungsleitungen und 65 Kilometer Hausanschlussleitungen sowie 3300 Hausanschlüsse. Die Wasserförderung im Jahr 2019 betrug knapp über eine Million Kubikmeter.

Im Jahr 1970 entfielen im Schnitt auf eine Person 144 Liter pro Tag, die aktuelle Vergleichszahl liegt unter 120 Litern, hieß es.

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