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Versammlung

16.11.2017

Wie Frauen die Feuerwehr voranbringen

Die Referentinnen: Bezirksfrauenbeauftragte Anneliese Lang aus Horgau und Kreisfrauenbeauftragte Andrea Huber aus Dasing.
Bild: Christine Schmid-Mägele

Gebenhofener Wehr ermutigt Frauen zur Gruppenleiterausbildung. 2018 Erste-Hilfe-Kurs für alle geplant

„Frauen bei der Feuerwehr“ lautete das Thema jetzt bei der Freiwilligen Feuerwehr im Affinger Ortsteil Gebenhofen. Kommandant Andreas Settele begrüßte zusammen mit dem Vorstand der Feuerwehr zahlreiche Feuerwehrkameraden im Gebenhofener DJK-Sportheim. Hier referierten die Schwäbische Bezirksfrauenbeauftragte der Feuerwehr, Anneliese Lang, und Andrea Huber, Kreisfrauenbeauftragte. Für die aktiven Feuerwehrfrauen war es der erste Vortrag in dieser Kombination. Beide freuten sich, dass in der Freiwilligen Feuerwehr schon Frauen aktiv sind – in Schwaben sind von den Aktiven rund sieben Prozent Frauen, in der Feuerwehrjugend sieht es mit 20 Prozent weiblichen Aktiven dagegen besser aus. Positiv zu bewerten sei der Anstieg der Frauenquote, allerdings gehen die Zahlen bei den Aktiven insgesamt zurück. Wichtig sei es, beide Zahlen – die von männlichen und weiblichen Aktiven – möglichst auf hohem Niveau zu halten und keine Rückgänge verzeichnen zu müssen, hieß es.

Anneliese Lang und Andrea Huber betonten, dass Frauen in eine Männerdomäne kämen. Doch gebe es hierbei Vorteile: Einfühlungsvermögen, keine Berührungsängste bei Kindern, kommunikative Fähigkeiten und Ähnliches brächten den einzelnen Ortsfeuerwehren große Vorteile. Die beiden Referentinnen klammerten Themen wie sexuelle Belästigung bei der Feuerwehr nicht aus und informierten in einem durchdachten Vortrag über alle Facetten. Sie ermutigten die anwesenden Jungfeuerwehrfrauen, möglichst bald eine Gruppenleiterausbildung an die MTA anzuschließen.

Kommandant Andreas Settele bedankte sich bei den Referentinnen mit Wein der Gebenhofener Feuerwehr und teilte mit, dass die Altersgrenze bei Kommandanten auf 65 Jahre erhöht worden sei. Ebenso informierte er darüber, dass der neue Defibrillator-Wandkasten am Feuerwehrhaus angebracht wurde. Wird der Defibrillator entnommen, wird ein Sirenenton aktiviert und eine Verbindung zur ILS-Leitstelle hergestellt, damit mitgeteilt werden kann, wo der im Einsatz ist. Weiterhin bittet der Kommandant, bei Einsatzfahrten vorsichtig zu fahren und auch die Anschnallpflicht nicht außer Acht zu lassen. In nächster Zeit gibt es auch wieder das Angebot eines Motorsägenkurses. Auch eine Besichtigungsfahrt zum Hangar mit Hubschrauber und Plattform am Zentralklinikum Augsburg sei möglich. Weiterhin wurde auf anstehende Termine und Schulungen hingewiesen. 2018 ist geplant, dass alle aktiven Feuerwehrler einen Erste-Hilfe-Kurs und einen Auffrischungskurs für den Defibrillator absolvieren. Der Zweite Kommandant Stefan Haas ging an diesem Abend außerdem auf Unfallverhütungsvorschriften ein. (chsm)

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