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Bauausschuss II

10.10.2019

Wo soll die Energie herkommen?

Stadt will die Entwicklung zukunftsfähig steuern

Fridays for Future“-Demonstrationen für mehr Klimaschutz gibt es mittlerweile auch in Aichach. Im Bund wird über CO2-Beschränkungen und ein Aus für Ölheizungen diskutiert. All das sind für Richard Brandner aus dem Aichacher Bauamt Entwicklungen, die es auch in Aichach zu beachten gilt. Die Stadt will für die Zukunft eine möglichst verbrauchsarme, auf erneuerbare Energien gestützte, intelligente Energieversorgung setzen. Auf dem Weg dahin helfen soll ein digitaler Energienutzungsplan. Der Bauausschuss des Aichacher Stadtrats war sich am Dienstag einig darüber, dass ein solcher erstellt werden soll.

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Laut Brandner ist der Energienutzungsplan ein wichtiges Planungsinstrument. Er soll ein übergreifendes Gesamtkonzept für die energetische Entwicklung schaffen. Er fördert die effiziente Nutzung von möglichen Energiepotenzialen, zum Beispiel von Biogas für sinnvolle Wärmekonzepte, er liefert Impulse für gemeinschaftliche Versorgungskonzepte in Wohnsiedlungen und er stellt Grundlagen für Entscheidungen über energieeinsparende Renovierungen oder alternative Energieversorgung dar.

Konkret nannte Brandner zum Beispiel die Frage, wie der künftige Kindergarten auf dem Neusa-Gelände beheizt werden soll oder wie das Baugebiet auf der Beckwiese versorgt werden soll. Eine Fragestellung ist auch, wie Unternehmen bei der Umstellung auf regenerative Energie unterstützt werden können. Dazu hatte Brandner schon ein konkretes Beispiel: So will die Firma Schweiger ihre Asphaltmischanlage von Heizöl auf Hackschnitzel umstellen. Dadurch würden etwa 500000 bis 600000 Liter Heizöl jährlich eingespart. Die Hackschnitzel könnte die Biomasse Wärmeverbund (BWA) liefern. Diese würde dadurch die Sommerauslastung steigern. Für Brandner „eine Win-win-Situation für alle Beteiligte“.

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Die Firma Schweiger würde sich deshalb mit 3000 Euro an den Kosten für den Energienutzungsplan beteiligen, die BWA mit 7000 Euro. Insgesamt kostet der Plan etwa 70000 Euro. Die Förderung von 70 Prozent abgezogen, bleibt für die Stadt ein Betrag von 12500 Euro.

Für Bürgermeister Klaus Habermann stand außer Frage, dass der Plan enorm wichtig sei für künftige Entscheidungen. Diese Meinung teilten die Ausschussmitglieder. Der Beschluss war einstimmig. (bac)

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