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Premiere

10.12.2019

Zuschauer raten und tanzen beim Theater mit

Conférencier Jean Luc führte charmant und schwungvoll durch das Programm der Tanzschule. Die Zuschauer wurden immer wieder geschickt ins Geschen einbezogen, hier üben sie einen Tanz ein. Victoria Schoder begeisterte als Heidi Fischer die Zuschauer mit dem Hit „Atemlos“.
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Conférencier Jean Luc führte charmant und schwungvoll durch das Programm der Tanzschule. Die Zuschauer wurden immer wieder geschickt ins Geschen einbezogen, hier üben sie einen Tanz ein. Victoria Schoder begeisterte als Heidi Fischer die Zuschauer mit dem Hit „Atemlos“.

Volksbühne Aindling begeistert Publikum im Gasthof Moosbräu beim Dinnertheater mit ihrer Uraufführung des Dinnertheaters „Ein Tanz zum Verlieben“. Das Stück stammt aus der Feder eines Aindlingers und es gibt Live-Musik

Die Volksbühne Aindling feierte im Gasthof Moosbräu am Samstagabend eine besondere Premiere. Mit dem Dinnertheater „Ein Tanz zum Verlieben“, das Josef Schoder selber geschrieben hatte, ging der Theaterverein neue Wege. Erstaunt über das geschmackvolle Ambiente und die lockere Tischverteilung im Moosbräu, rätselte manch anfangs skeptischer Besucher, was ihn wohl erwarten würde.

Bereits mit der ersten Szene, dem Dialog des grantelnden Wirtes einer Tanzschule, Fritz Meininger (Walter Pasker) und seiner forschen Tochter Steffi (Bettina Ettinger), die mit der Aktion „Dance and Date“ wieder mehr Besucher anlocken möchte, verflog die Skepsis aber schnell. Man fand sich als Zuschauer sofort mitten im Geschehen.

Conférencier Jean Luc (Stefan Ohm) führt mit französischem Charme durch die Tanzveranstaltung. Nach und nach treffen die Teilnehmer des Tanzabends ein. Die verschiedenen Charaktere der Schauspieler fesseln das Publikum. Heinz, ein Gentleman alter Schule (Werner Riegl), entscheidet sich trotz exklusiver Getränkeauswahl für seine reguläre Apfelschorle.

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Melli (Simone Gross), eine flotte Büroangestellte, bringt ihre schüchterne Freundin Vroni (Sylvia Held) mit. Draufgänger Richie (Christian Braunmüller) ist überzeugt, dass die Frauenwelt nur auf ihn wartet. Philipp (Martin Held), ein Freund der Familie, bringt Bastian (Isidor Held) mit. Dieser kann nicht verstehen, dass seine Beziehungen immer nur von kurzer Dauer sind. Mit Karrierefrau Isabell (Karolin Braunmüller) wird die Szene noch bunter. Selbstbewusst sucht sie nach einem neuen Partner. Giulia (Julia Hader), eigentlich gerne Single-Frau, lässt sich von Männern nicht leicht einwickeln.

Ein buntes Programm begann sowohl für die Partnersuchenden als auch für die Zuschauer. Bei diversen Tanzspielen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen. Da die anwesenden Zuschauer aktiv in das Geschehen eingebunden wurden, sollten sie auch erraten, wer mit wem zusammenkommt. Sie verfolgten gespannt, teilweise erheitert oder zustimmend die Dialoge der jeweiligen Paare. Sie enthielten flapsige und geistreiche Sprüche, zurückhaltendes und forsches Auftreten. Der Abend verging wie im Flug.

Die „Hot Chocolate Sisters“ (Andrea Rohn und Hannelore Wolf) sorgen für gute Stimmung. Humorvoll und locker singen sie live die zum Thema passenden Schlager „Liebeskummer lohnt sich nicht“ und „Ich brauch’ keine Schokolade“. Das Publikum klatschte und summte begeistert mit. Wer wollte, bekam sogar Gelegenheit, mit den Schauspielern selbst das Tanzbein zu schwingen, angeleitet von Jean Luc.

Die dem alten Wirt sehr suspekte, da ihm unbekannte Sängerin Heidi Fischer (Victoria Schoder) überzeugt aber nicht nur ihn mit der Darbietung von „Atemlos“. Die Darsteller lebten ihre Rollen, die Charaktere waren gut gewählt, das Stück unterhaltsam und überzeugend inszeniert. Souffleuse Helga Seidl hatte wenig zu tun. Regisseur Josef Schoder sorgte mit dem richtigen Gespür für eine gelungene Umsetzung des Themas.

Zeitlich passend servierte die Wirtsfamilie Gutmann ein Drei-Gänge-Menü. Bühnentechniker Stephan Paula, Wolfgang Rieder und Martin Stollenreiter sorgten für beste Tonqualität und ein ansprechendes Lichtspiel.

Weitere Aufführungen am 14. Dezember sowie 3., 4., 6.,10., 12. und 24. Januar. Karten für weitere Veranstaltungen gibt es im Internet unter theater-aindling.de

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