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Aichach: Großes Interesse an Auftaktprobe des Aichacher Volkstheaters

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Großes Interesse an Auftaktprobe des Aichacher Volkstheaters

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    "Nette Nachbarin" oder "Intrigantin" - Regisseur Jörg Schur (rechts) zeigte bei der öffentlichen Auftaktprobe des Aichacher Volkstheaters, wie offensichtlich der Unterschied alleine am Gang zu erkennen sein kann.
    "Nette Nachbarin" oder "Intrigantin" - Regisseur Jörg Schur (rechts) zeigte bei der öffentlichen Auftaktprobe des Aichacher Volkstheaters, wie offensichtlich der Unterschied alleine am Gang zu erkennen sein kann. Foto: Alice Lauria

    Das Aichacher Volkstheater startet in die neue Spielzeit. Die Auftaktprobe fand am Sonntag statt, die Leseprobe am Dienstag. Die Premiere wird am 18. November sein. 

    Nachdem in den beiden vergangenen Jahren nicht, beziehungsweise nur eine einzige Vorstellung gespielt werden konnte, freue sich das Aichacher Ensemble auf das neue Stück, sagt Spielleiterin Claudia Flassig. Um welches Stück es sich handelt, wird allerdings noch nicht preisgegeben. Nur so viel ist bisher bekannt: Es wird eine Komödie sein - ein Klassiker aus dem 17. Jahrhundert, modern inszeniert. 

    Beim Aichacher Volkstheater sind heuer zwölf Rollen zu besetzen

    Hierfür werden zwölf Rollen zu besetzen sein. Dabei helfen soll die öffentliche Auftaktprobe, die seit einigen Jahren zur Tradition zu Beginn der neuen Spielzeit geworden ist. Hier beginnt das Ensemble, sich mit einem neuen Stück vertraut zu machen und die passenden Spieler für die jeweiligen Rollen zu finden. 

    Zur Auftaktprobe hatten Spielleiterin Claudia Flassig, Vorsitzender Stefan Dauber und Regisseur Jörg Schur in die TSV-Turnhalle eingeladen. Es konnten alle kommen, die Interesse am Mitspielen haben oder erst einmal nur schnuppern wollten. Das Interesse war groß: Über 20 bekannte und unbekannte Gesichter fanden sich ein, um sich unter der Leitung von Regisseur Jörg Schur näher kennenzulernen und erste Theaterluft der Saison 2023 zu schnuppern. 

    Regisseur vermittelt Teilnehmern, wie ihr Auftreten ihr Gegenüber beeinflusst

    Schur, der seit 1993 als Improvisationsschauspieler und festes Mitglied des "Fastfood"-Theaters Münchens tätig ist und außerdem seit 1997 als freischaffender Schauspieler und Regisseur arbeitet, übernimmt zum zweiten Mal nach 2019 („Der Revisor“) die Regie in Aichach. Schur ist auch im Sensemle-Theater in Augsburg tätig. 

    Bei der Auftaktprobe versuchte er, den Anwesenden ein Gespür dafür zu vermitteln, wie sehr ihr eigenes Auftreten auf der Bühne das Verhalten und das Schauspiel des Gegenübers beeinflusst. Gang, Gesichtsausdruck, Stimmung - all das wirke sich auf die Mitspielerinnen und Mitspieler aus. Der Regisseur fasste es in simple Worte: „Eine Figur glänzt erst durch die Interaktion.“ 

    Erfahrene und unerfahrene Akteure stellen sich bei Auftaktprobe vor

    In einfachen Übungen zeigte Schur mit viel Charme und Witz der Truppe aus allen Altersgruppen, wie sich nur durch den Gang der Unterschied zwischen der „netten Nachbarin“ und einer „fiesen Intrigantin“ darstellen lässt. Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen vom Jugendtheater zum Volkstheater, andere wiederum hatten noch nie Berührung mit dem Schauspiel. Aber auch erfahrene Schauspieler und Schauspielerinnen stellten sich bei der Auftaktprobe vor. Schur selbst fasst die Probe in einem Satz zusammen: „Erwartet das Unerwartete.“ 

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