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AN-Jahresglosse: Baubrigade "Mörtel Wittelsbach" wieder an der Kelle

Kommentar Von Christian Lichtenstern
01.01.2023

Plus Unser ultimativer Blick auf 2023. Wir sagen wieder voraus, was in den kommenden zwölf Monaten ganz bestimmt nicht passiert in Aichach-Friedberg. Oder vielleicht doch?

Das Wittelsbacher Land steht wieder einmal vor einem Schicksalsjahr – genauer gesagt dem 51. seit dem Lederhosen-Anschlag ans alte Landratsamt am Aichacher Schlossplatz 1972 aus Protest gegen Zwangsehe und Käsespätzle-Besatzung. 2023 geht als „die Krise“ in die Geschichte von Aichach-Friedberg ein. Oder vielleicht doch nicht? Sie wissen ja: Der altbayerische Muss-Schwaben-Landkreis ist und bleibt eine Wundertüte. Das beweist uns der obligatorische Rückblick am Neujahrstag in unsere AN-Jahresglossen der Vorjahre. Danach lässt sich unbewiesen verbreiten, dass die absurdesten Voraussagen von der Realität rechts und links überholt werden und die besten Geschichten sowieso das Leben schreibt. In der ersten Ausgabe des Jahres sagen wir seit der Jahrtausendwende mit einem Augenzwinkern Episoden und Entwicklungen voraus, die in den nächsten zwölf Monaten garantiert nicht eintreffen und über die wir heuer mit großer Sicherheit nicht berichten müssen. Glauben wir zumindest. Aber glauben heißt halt nicht wissen und es gilt die stehende Redewendung unseres Journalisten-Kollegen Marc Twain. Der hat einst in bester Valentin-Manier prognostiziert: "Voraussagen sind immer dann besonders schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen." Unsere Jahresglosse ist übrigens einigen der Hauptakteure mittlerweile so lieb geworden, dass sie durchaus enttäuscht nachfragen, wenn sie nicht erwähnt werden ...

  • Januar „Das Jahr fängt schon gut an“, schwant Landrat Klaus Metzger - wie weiland dem Räuber Kneißl - Böses. Denn: Just bei den Lobhudel- und Jubelreden zum Richtfest für die luxuriöse Toiletten-Erweiterung mit Platin-Wasserhähnen und Goldrand-Klositzen am Meringer Schulzentrum wird ihm vom neuen Kämmerer Michael Haas mitgeteilt, dass kein müder Euro mehr in der Kreiskasse ist. Metzger handelt, bricht sofort Rede und Feier ab, organisiert zwei Klowagen und lässt alle Bauprojekte des Landkreises bis auf Weiteres einstellen.
  • Februar Um die Stimmung im Pöttmeser Marktgemeinderat wieder zu verbessern, schlägt Thomas Huber Teambuilding vor. Er erinnert sich an eigene Formate aus der grauen Wahlkampf-Vergangenheit und schlägt die gemeinsamen Wintersport-Aktionen "Langlaufen mit Mirko" an der Noch-Kreisstraße im Oberland und "Mattenskispringen für Graser" am Gumppenberg vor.

Salomonische Spar-Entscheidung des Landrats

  • März Der Landrat beendet den monatelangen Streit um den Standort für einen gemeinsamen Recyclinghof im Landkreis-Süden mit einer salomonischen Spar-Entscheidung – statt zwei gibt es künftig gar keinen mehr in Mering und Kissing. Die Kreisräte aus den beiden Kommunen müssen künftig Wertstoffe bei den Bürgern einsammeln, trennen, sortieren und dann vor den Sitzungen in Aichach abgeben. Die Idee kommt übrigens vom neuen Kämmerer und soll auf den ganzen Landkreis ausgedehnt werden. Der Kreistag beschließt einstimmig zehn neue Stellen für die Abfallwirtschaft, um die Dienstpläne für die ehrenamtlichen Mülltrenner auszuarbeiten.
  • April Nach zwei Beach-Heiz-zum Fenster-Raus-Partys mit tropischen Temperaturen und Pool im Dezember und Januar zieht der Gemeinderat des Sonnendorfes Sielenbach die Reißleine. Um nicht den Spitzenplatz als Stromerzeuger-Kommune zu verlieren, verweigert das Gremium die Zustimmung zu zwei geplanten Eisbären-Kühl-zum-Fenster-Raus-Partys mit Minustemperaturen und Eislauffläche im Juli und August.
  • Mai Landrat Klaus Metzger findet in einer Schublade das Konzept "Baubrigade Mörtel Wittelsbach“, das sein Vorgänger Christian Knauer zu Beginn des Jahrtausends in einer ähnlichen Krisensituation ausgearbeitet hatte. Nicht nur er ist restlos begeistert. Einige Kreisräte und Berta Arzberger erscheinen zur nächsten Kreistagssitzung demonstrativ in Maurerkluft. Der Landrat nimmt die Steilvorlage auf, lässt Handwerkszeug wie Spitzhacken und Mörtelkellen verteilen sowie Baumaterial ankarren und hält eine Blut-, Schweiß- und Tränenrede: "Das Wittelsbacher Land in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel oder Geldmangel auf." Mit freiwilligen Hand- und Spanndiensten sollen die Baustellen des Landkreises nicht länger stillstehen. Begeisterung und stehende Ovationen im Sitzungssaal und einstimmiger Beschluss: 20 neue Planstellen in der Bauabteilung des Landratsamtes für die Koordination der Baubrigade. Die Grünen melden sich freiwillig für den Radwegebau im Landkreis, die parteiübergreifende Lehrer-Fraktion will beim Realschulanbau in Aichach anpacken, die AfD bietet sich für den Gleisbau nach Altomünster an und der Rest verdingt sich als Kuli für die Erweiterung des Landratsamtes.

Markus Winklhofer findet den "Stein der Weisen"

  • Juni Der Affinger Bürgermeister Markus Winklhofer hat als Kreisrat Gefallen an der Baubrigaden-Idee und gleichzeitig den "Stein des Weisen" für seinen zerstrittenen Gemeinderat gefunden. Vor den Sitzungen müssen die Umgehungs-Befürworter jetzt immer drei Stunden lang Steine im kiesigen Lechfeld westlich von Mühlhausen klauben und damit die Trasse vorbereiten. Die Gegner der beiden Umfahrungen klopfen gleichzeitig die gesammelten Fundstücke. Damit werden die gemeindlichen Feldwege in Anwalting und Gebenhofen aufgeschottert. Winklhofer spürt eine deutliche Verbesserung des Betriebsklimas durch die Zusammenarbeit. Und: "Die Sitzungen dauern nur noch eine halbe Stunde. Die sind alle immer maushi."
  • Juli Bürgermeister Klaus Habermann lässt beim großen Geburtstagsempfang im Aichacher Rathaus die Bombe platzen. Alle Gäste wollen ihm zum 70. gratulieren, doch Habermann winkt ab. Er werde nämlich erst 50 und sei eigentlich ein Jungspund. Der Bürgermeister legt seine Geburtsurkunde vor und räumt ein, dass er sich bei seiner ersten Kandidatur 1996 um 20 Jahre älter gemacht habe, um bessere Chancen gegen den damaligen Amtsinhaber Heinrich Hutzler zu haben. Die letzten 27 Jahre habe er Unmengen in tägliche Schminke, Kunst-Falten und graues Haarspray investiert, damit der Schwindel nicht auffliege. Habermann kündigt an, mindestens bis 2044 im Amt bleiben zu wollen: "Und wenn die mich im Sitzungssaal droben weiter so ärgern, dann fällt mir auch für danach sicher was ein." Zweiter Bürgermeister Josef Dußmann und Marc Sturm verfallen in Schnappatmung.
  • August Auf den Baustellen von "Mörtel Wittelsbach" läuft es suboptimal bis durchwachsen. Das wird bei der ersten Betriebsversammlung der Brigade deutlich. Landratsvize Manfred Losinger und Hans-Dieter Kandler beklagen, dass die Einhaltung der gesetzlichen Raucherpausen nicht kontrolliert wird. Ein neues Sachgebiet am Amt übernimmt das jetzt. Auf der Schul-Baustelle von Lehrer-Capo Helmut Lenz geht nichts vorwärts. Der ist stocksauer: "Niemand hat dort die Absicht, eine Mauer zu bauen." Und von der neuen Bahnlinie ist nicht mal ein Trampelpfad zu sehen. Vorarbeiter Josef Settele ist schwer enttäuscht von seiner Truppe: "Lauter Rechte, aber alle haben zwei linke Hände."

Grüne brauchen Erlebnispädagogen und Ernährungsberater

  • September Der exzessive flächendeckende Präsenzwahlkampf in Weilern und an Maulwurfshügeln im Wittelsbacher Land früherer Tage findet auf vielfachen Wunsch der Wähler und der Abgeordneten vor der Landtagswahl nicht statt. Peter Tomaschko, Simone Strohmayr und Christina Haubrich haben als ehrenamtliche Wertstoff-Abholer bereits Extraschichten geschoben und nahezu alle Klinken im Landkreis schon geputzt.
  • Oktober Zwischenberichte der BaubrigadeMörtel Wittelsbach“: Auf der Realschul-Baustelle sind inzwischen zumindest alle Schubkarren geölt und laufen quietschfrei. Tomaschko, zuständig für den weiterhin rohen Anbau am Blauen Palais, hat als ersten Schritt eine Dankrede für die Vorarbeit der Kreisverwaltung ausgearbeitet. Die Grünen haben in zwölf vorbereitenden Arbeitskreissitzungen beschlossen, dass sie für ein funktionierendes Radwegebau-Team zwei fest angestellte Sozial- und Erlebnispädagogen und einen Ernährungsberater brauchen.

Bürgermeister gründen Firma "Rathaus-Drohning"

  • November Die Bürgermeister Xaver Ziegler aus Hollenbach und Christoph Aidelsburger aus Rehling sind nicht vollends ausgelastet. Sie gründen die Firma "Rathaus-Drohning" für strukturschwache Kommunen im Wittelsbacher Land. In Gemeinden ohne Einzelhändler oder Gastwirtschaft lernen sie Berufskollegen an, wie sie nebenberuflich mit einer Drohne in ihren Dörfern Pizza, Dosensuppen, Hustensaft oder Post ausfliegen können. Prinzipiell möglich sei auch das Ausfliegen von renitenten Ratsmitgliedern, teilen Ziegler und Aidelsburger auf Anfrage von Interessierten mit. Dazu müssten die Bürgermeister aber spezielle Zusatzkurse buchen.
  • Dezember Die Kreistags-Weihnachtsfeier wird während der Brotzeitpause in der ungeheizten Baubaracke am Blauen Palais abgehalten. Landrat Metzger spendiert zur Feier des Tages ein nicht alkoholisches Kaltgetränk (0,2 Liter) sowie ein Platzerl für jeden und jede und erlaubt ausnahmsweise, dass zwei ziemlich kurze Resthölzer im Bauofen verschürt werden dürfen. Er ist verhalten optimistisch: "Schlimmer kann's eh nimmer werden . . . und wenn die stade Zeit vorüber ist, dann wird's auch wieder ruhiger." Die bibbernden Kreisrätinnen und frierenden Kreisräte sind dankbar. Sie beschließen einstimmig, dass die gesamte Leberkäskasse der Baubrigade in die eigene Zukunft investiert wird: Für die 87,50 Euro werden 60 Tesla-Aktien und ein Zehntel-Los der spanischen Weihnachtslotterie gekauft . . . Mit den erwarteten Gewinnen sollen 2024 vernünftige Schaufeln und warme Baustellen-Unterwäsche für die kalte Jahreszeit beschafft werden.

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