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Regionalliga

28.05.2014

Bis kurz vor Schluss obenauf

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Im Hinspiel muss der FC Pipinsried gegen 1860 Rosenheim den späten Ausgleich hinnehmen. Damit sinken die Chancen des Bayernligisten auf den Aufstieg

Konrad Höß, 73, verfolgte in den vergangenen Tagen skeptisch den Wetterbericht. Da hat der Vorsitzende des FC Pipinsried ein lukratives Relegationsspiel – und dann ziehen graue Wolken und Regen auf. Aus seinen avisierten 1000 Zuschauern, die für die Anschubfinanzierung der Viertklassigkeit herhalten sollten, wurde am Mittwochabend nichts. Grämen musste sich Höß aber nicht. Die Kulisse während des Hinspiels in der Regionalliga-Relegation war auch so stattlich. Fast 800 Besucher verfolgten das 2:2 (1:0) gegen den TSV 1860 Rosenheim. Die Ausgangsposition gestaltet sich somit aufgrund der beiden Auswärtstore für die Rosenheimer weitaus freundlicher.

Etliche der Besucher hatten ihren Platz rund ums Rasengeviert noch nicht gefunden, da ging Pipinsried in Führung. Rosenheims Defensive wirkte unsortiert nach einem schnellen Konter über Serge Yohoua. Mustergültig flankte er in den Strafraum zu Dominik Schön, der den Ball volley ins lange Eck beförderte (4.). Rosenheim steckte den Rückstand mit gebotener Ruhe weg, zog ein ballkontrolliertes Spiel auf und verdeutlichte seine höhere Ligazugehörigkeit durch Tempo. Pipinsried stöhnte ob der Geschwindigkeit, stand tief und wehrte sich mit Umschaltspiel von Defensive auf Offensive. Nach 20 Minuten hatte der Bayernligist die erste Druckphase der Gäste schadlos überstanden. Yohoua bot sich gar die Gelegenheit, einen zweiten Treffer nachzulegen, als er in letzter Sekunde von Rosenheims Torwart Mayer gestoppt wurde.

Rosenheim arbeitete längst daran, den frühen Rückstand in einen verdienten Ausgleich zu drehen. Dem 1:1 äußerst nahe kam Einsiedler. Seinen Schuss aus kurzer Distanz lenkte FCP-Keeper Tobias Antoni reaktionsschnell über die Latte (28.). Ähnlich parierte Antoni gegen Schramme, der aus spitzem Winkel das Tor angesteuert hatte (34.). Fast verwunderlich war es, dass sich vor der Pause nichts mehr am Ergebnis änderte. Auf der einen Seite zeigte 1860-Torwart Mayer eine starke Reaktion gegen den wuchtigen Yohoua (37.), auf der anderen Seite ließen Einsiedler (41.) und Schramme (45.) weitere Chancen liegen.

Nahtlos machte der Gast nach dem Seitenwechsel weiter, betrieb hohen Aufwand fürs Angriffsspiel und hatte durch Achatz die nächste Torgelegenheit. Die Teams holten ein wenig Luft nach der intensiven ersten Hälfte, kamen in manchem Zweikampf zu spät, produzierten mehr Fouls. Nach einer Stunde kam der FC Pipinsried der Regionalliga den nächsten Schritt näher. Rosenheims Achatz schlug im eigenen Strafraum über den Ball, Sebastian Fischer verwertete ins kurze Eck zum 2:0. Lange freute sich Pipinsried Anhang nicht, Majdancevic erzielte den höchst verdienten Anschlusstreffer (65.). Es war der Auftakt einer lebhaften Schlussphase, die ihren Höhepunkt im späten Ausgleichstreffer hatte. Potenza traf nach einer Ecke per Kopf zum 2:2.

Pipinsried Antoni – Grahammer, Adrianowytsch, Zischler, Finkenzeller – Strobl, Fischer (76. Atilgan) – Goia, Schön (62. Wünsch), Ibrahim (73. Holzhammer) – Yohoua

Rosenheim Mayer – Wallner, Potenza, Kokocinski, Achatz – Majdancevic, Salifou (83. Novy), Sari (64. Murtezi), Köhler – Schramme (64. Kunze), Einsiedler

Tore 1:0 Schön (4.), 2:0 Fischer (60.), 2:1 Majdancevic, 2:2 Potenza (90.+4) – Schiedsrichter Markus Pflaum (Dörfleins) – Zuschauer 779.

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Bilder von der Partie ab Donnerstag unter aichacher-nachrichten.de

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