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Fußball

20.01.2017

Bundesliga: Die Fans aus dem Landkreis sind startklar

FC Augsburg - Bayern München
4 Bilder
Für den FC Bayern München und Robert Lewandowski (links) und den FC Augsburg und Marwin Hitz ist die Winterpause vorbei. Auch die Fans aus dem Wittelsbacher Land sind gespannt.
Bild: Stefan Puchner, dpa

Mit dem Spiel des FC Bayern in Freiburg endet die Winterpause. Was die Fans aus dem Landkreis Aichach-Friedberg vom FC Bayern, dem FC Augsburg und den Münchner Löwen erwarten.

Aichach-Friedberg Draußen herrscht derzeit frostige Kälte und der Schnee liegt auf den Fußballplätzen des Landkreises Aichach-Friedberg. Die Fußballfans im Wittelsbacher Land sind dennoch schon wieder Feuer und Flamme. Denn das Warten hat ein Ende, die Fußball-Bundesliga erwacht aus ihrem Winterschlaf. Zum Rückrundenauftakt tritt der FC Bayern München heute Abend beim SC Freiburg ab 20.30 Uhr an. Die hiesigen Anhänger sind startklar und drücken dem FC Bayern, dem FC Augsburg oder dem TSV 1860 München die Daumen. Dabei werden nicht nur Prognosen abgegeben, sondern auch die Vorrunde bewertet.

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Die Winterpause gut überstanden hat Thomas Weinmüller, Vorsitzender des Bayern-Fanklubs „De Road’n“ aus Sielenbach. Er sagt: „Die Zeit ist schnell vergangen, aber wir mussten auch nicht lange warten. Das letzte Spiel war ja erst am 21. Dezember.“Kurz vor Weihnachten fertigte der FC Bayern seinen schärfsten Verfolger RB Leipzig mit 3:0 ab, es war eine Machtdemonstration der Münchner. „Dieses Spiel war extrem wichtig, es hatte eine Signalwirkung an die Konkurrenz“, sagt Weinmüller und fügt hinzu: „Wir haben gezeigt, dass wir nach wie vor die Nummer eins in Deutschland sind.“

FC Bayern München: Ancelotti kommt noch nicht so gut an

Thomas Weinmüller (rechts) ist Präsident des FC Bayern Fanclubs in Sielenbach.
Bild: Evelin Ullmann

Entscheidend für die zuletzt ansteigende Form sei vor allem, dass Leistungsträger wie Franck Ribery wieder fit sind und sich Neuzugang Mats Hummels in der Abwehr festigt, findet der Bayern-Anhänger. Trainer Carlo Ancelotti ist für Weinmüller jedoch nicht für den neuerlichen Aufschwung verantwortlich: „Ich blicke nicht ganz hinter seine Philosophie, wirklich begeistert bin ich von ihm noch nicht. Er wirkt nicht so präsent wie manche seiner Vorgänger.“ Doch vielleicht habe die Passivität des Italieners auch einen positiven Effekt für die gesamte Saison, spekuliert Weinmüller weiter. Unter Pep Guardiola sei die Mannschaft immer furios gestartet, dann aber in der entscheidenden Phase eingeknickt. „Vielleicht bringt er jetzt Ruhe rein, um später die Energie besser zu bündeln. Vor allem in der Champions League kann das wichtig werden.“

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Damit der FC Bayern am Ende der Saison weitere Silberware in seinen Trophäenschrank stellen kann, ist jedoch erst einmal ein guter Start in die Rückrunde wichtig. Vor allem dem Monat Februar misst Weinmüller bei diesem Vorhaben eine große Bedeutung bei: „Da werden die Weichen gestellt, sowohl in der Liga als auch in den Pokalwettbewerben. Gegen Gegner wie den FC Schalke 04, Wolfsburg oder Arsenal London müssen wir auf den Punkt da sein.“ Sollte der FC Bayern diese Hürden aus dem Weg räumen, stehe einer erfolgreichen Saison nichts mehr im Wege, so der Bayern-Anhänger.

MEx-Profi Michael Wenczel drückt dem Fc Augsburg die Daumen.
Bild: Wilhelm Baudrexl

Wie schlägt sich der FC Augsburg mit dem neuen Trainer Manuel Baum?

Vor der Winterpause zurück in der Erfolgsspur fand auch der FC Augsburg. Der Klub trennte sich Mitte Dezember überraschend von Trainer Dirk Schuster, unter Nachfolger Manuel Baum holte der FCA vier Punkte aus zwei Spielen. Michael Wenczel, Trainer der Stätzlinger C-Jugend und bis vor kurzem noch Spielertrainer beim TSV Inchenhofen, war früher selbst als Profi bei den Augsburgern am Ball und verfolgt seinen Ex-Verein noch regelmäßig. Den Trainerwechsel sieht er positiv: „Kurzfristig hat das auf jeden Fall etwas bewirkt. Die Punkte wurden ja nicht gegen irgendwen, sondern gegen Mannschaften wie Gladbach und Dortmund geholt.“

Aus eigener Erfahrung weiß er jedoch, dass für langfristigen Erfolg viele Faktoren entscheidend sind. Nun gelte es aber erst einmal die Euphorie der vergangenen Wochen mitzunehmen und gut aus den Startlöchern zu kommen. Die erste Aufgabe im neuen Jahr könnte aber leichter sein, der FC Augsburg empfängt am Samstag die TSG 1899 Hoffenheim (Anpfiff 15.30 Uhr). Die Überraschungsmannschaft der aktuellen Bundesliga-Saison ist immerhin die einzige, die in Europas Top-Ligen noch ungeschlagen ist. Wenczel: „Eine Punkteteilung wäre für den FCA sicher der größere Erfolg, aber auch die Hoffenheimer werden mal schwächeln.“

Adelzhausens Bürgermeister Lorenz Braun, Sascha Mölders, der langjährige Fanklub-Präsident Martin "Hexer" Braun, und der Präsident des 1860-Fanklubs Löwenburg Burgadelzhausen, Andreas Menhart.
Bild: Dominik Sauter

1860 München: Löwen-Fans verlieren nicht den Glauben

Etwas länger warten müssen Fans des TSV 1860 München, die Zweite Bundesliga startet eine Woche später. Beim Giesinger Traditionsklub ging es zuletzt wieder einmal drunter und drüber. Neben einer einheitlichen Vereinsphilosophie fehlt nach der Entlassung von Thomas Eichin nun auch ein Sportdirektor. Dafür konnte Präsident Hassan Ismaik mit Vítor Pereira im Dezember einen neuen Trainer präsentieren. Der Portugiese verfügt im internationalen Fußball über hohes Ansehen und trainierte schon Spitzenvereine wie den FC Porto (Portugal) oder Fenerbahce Istanbul (Türkei). Die aktuellen Veränderungen im Klub stimmen Andreas Menhart, Präsident des Fanklubs „Loewenburg Burgadelzhausen“, positiv: „Endlich ändert sich mal was im Verein, schlimmer als die letzten Jahre kann es ja ohnehin nicht werden.“ Dabei sei es absolut unerheblich, dass auf der Geschäftsstelle statt Deutsch nun Englisch gesprochen wird. „Ich bin offen für alles, solange es sportlich aufwärts geht.“

Die Gegenwart ist aber ernüchternd, der TSV 1860 steht derzeit nur zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. „Diese Saison hoffe ich auf einen Platz im gesicherten Mittelfeld“, sagt Menhart und fügt hinzu: „Wie es weitergeht, sehen wir dann im Sommer.“ Dann hat Präsident Ismaik nämlich Transfers mit einem Volumen von bis zu 100 Millionen Euro angekündigt. Wenn der sportliche Erfolg dann wieder ausbleibt, ist für Menhart die Devise klar: „Wir Löwen-Fans fahren dann weiter zu jedem Spiel ins Stadion, das wird sich nicht ändern. Und das Hoffen auf bessere Zeiten ebenso wenig.“

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