Newsticker

Gesundheitsminister Spahn rechnet mit ersten Corona-Impfungen noch in diesem Jahr
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Lokalsport
  4. Daniel Braun fliegt zum Ironman auf Hawaii

Triathlon

20.02.2018

Daniel Braun fliegt zum Ironman auf Hawaii

Mit einem Crowdfunding-Projekt hat Daniel Braun, Triathlet beim TSV Friedberg, seine Reise zur Weltmeisterschaft auf Hawaii finanziert. Unser Bild zeigt ihn mit seinen Kindern Benno (links) und Ella sowie seiner Frau Tina.
2 Bilder
Mit einem Crowdfunding-Projekt hat Daniel Braun, Triathlet beim TSV Friedberg, seine Reise zur Weltmeisterschaft auf Hawaii finanziert. Unser Bild zeigt ihn mit seinen Kindern Benno (links) und Ella sowie seiner Frau Tina.

Daniel Braun finanziert seine Teilnahme an der Ironman-Weltmeisterschaft mit einem Crowdfunding-Projekt. Wie es für den Athleten des TSV Friedberg weitergeht.

Daniel Braun hat den ersten Schritt geschafft. Die Finanzierung seiner Reise zum legendären Ironman auf Hawaii steht. Dank einer Gemeinschaftsaktion im Internet bekam Gaulzhofer mehr als die anvisierten 8000 Euro zusammen, am Ende waren es sogar 8919 Euro.

Wie berichtet, hatte sich der 33-jährige Athlet des TSV Friedberg für die Triathlon-Weltmeisterschaft, den legendären Ironman, auf Hawaii qualifiziert. Diesen Höhepunkt seiner Sportkarriere am 13. Oktober will Braun unbedingt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern erleben. Doch für die Finanzierung dieses Trips fehlten dem Alleinverdiener die nötigen Mittel. Nun hat er mit Crowdfunding, auf Deutsch Schwarm- oder Gruppenfinanzierung, im Internet die nötigen Mittel von exakt 132 Unterstützern erhalten. „Ich bin sehr froh, das hat ziemlich gut geklappt“, sagt er. Auf der Onlineplattform Fairplaid stellte er Ende Januar sein Projekt vor und warb um Unterstützung. Der erfolgreiche Sportler bot Erinnerungsstücke von vergangenen Wettkämpfen und Dienstleistungen wie gemeinsames Training an.

„Am Anfang sah es noch nicht so gut aus. Am vierten Tag hatten wir erst 2300 Euro zusammen.“ Da kam der 33-Jährige kurzzeitig ins Grübeln. Schließlich lief die Internetauktion nur 15 Tage. Zum Ende gab es dann aber noch ein paar „gute Verkäufe“, wie Braun erklärt. Es zahlte sich aus, dass eine Bekannte der Familie beliebte Accessoires zur Verfügung stellte. Die Design-Beutel von Kokadi waren schnell vergriffen, wie Braun erklärt. Die Münchner Firma ist vor allem mit trendigen Babytragetüchern erfolgreich. Seinen Wettkampfanzug, den Braun beim Qualifikationsrennen in Barcelona getragen hatte, brachte er für 350 Euro an den Mann. Die Schwimmbrille und die Laufschuhe, die der 33-Jährige in Hawaii tragen wird, gehen danach ebenfalls an einen neuen Besitzer. Viele Unterstützer ergatterten ein Ticket für die gemeinsame Radausfahrt in der Region. Weniger Interessenten als erwartet fand Braun für seine Dienste als „Pacemaker“, also als Schrittmacher. Dabei bringt er jemanden in Form, der einen Halbmarathon oder einen Zehn-Kilometer-Lauf absolvieren will. „Der gemütliche Ausflug mit mir ist anscheinend besser angekommen als die Vorbereitung für einen Wettbewerb“, erzählt der 33-Jährige mit einem Schmunzeln. Auch möchten sich viele Unterstützer lieber von Braun berieseln lassen, als sich sportlich zu betätigen. Die Eintrittskarten für den Hawaii-Vortrag, den der Triathlet Ende des Jahres halten möchte, waren sehr gefragt. Dabei soll es auch Motivationstipps geben. Zu dem Thema hält Braun Vorträge. Eventuell will der 33-Jährige im Friedberger Schloss von Hawaii berichten. Sehr freut sich Braun auch, dass er mit dem Dasinger Bauernmarkt einen Hauptsponsor für sein Vorhaben gefunden hat.

Daniel Braun: So geht es beim Triathleten weiter

Flug und Unterkunft sind bereits gebucht. Im Oktober reist er mit Ehefrau Tina und den Kindern Benno und Ella nach Hawaii. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen stehen beim Ironman an. Dafür trainiert Braun bereits eifrig. „Das geht jetzt natürlich leichter, weil der Kopf frei ist.“ Sein Training vergleicht er mit einem Hausbau. „Das Fundament muss stabil sein.“ Daher stehen zurzeit vor allem längere Einheiten an. Vier bis fünf Stunden Radfahren beispielsweise. Dafür zieht es Braun auch bei Minusgraden an die frische Luft.

Im Sommer stehen pro Woche etwa 30 Stunden auf dem Programm. Der Flugzeugmechaniker hofft, dass er weiter in Teilzeit arbeiten kann. Im Juni geht es dann wieder um Zeiten. Braun will sich beim Triathlon in Ingolstadt, der deutschen Meisterschaft, messen. Ende August geht es nach Zell am See zum Mehrkampf. Der letzte Härtetest vor Hawaii. „Da muss ich schon zu 90 Prozent fit sein.“

Alle Infos zum Iron Man Hawaii 2018

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren