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28.07.2010

Der FC Affing nimmt den Nachbarn unter die Räder

Mal nicht am Ball: Daniel Raffler (links), Affinger Matchwinner beim 5:1-Erfolg gegen Gersthofen (Dennis Liebsch). Foto: Appel
Bild: Appel

Affing "Wie oft muss ich noch nach Affing fahren, bis der TSV hier endlich einmal gewinnt?", meinte ein Gersthofer Schlachtenbummler nach dem 5:1-Sieg des FC Affing beim Verlassen der Stätte des Geschehens. Was der Betzenberg in Kaiserslautern früher für den FC Bayern München war, ist das Stadion in Affing für den TSV Gersthofen. Da verschwören sich die Fußball-Götter. Diesmal war es fast eine Stunde ein ausgeglichenes Spiel.

In der 56. Minute zögerte Benni Richter nach einem weiten Ball aus dem Mittelfeld - und schon war ihm der eminent gefährliche Daniel Raffler entwischt. Richter riss den Affinger Angreifer um. Elfmeter und Rote Karte für Richter - eine umstrittene Entscheidung von Schiedsrichter Prinzler (VfL Kaufering). "Das Foul war einen Meter außerhalb des Strafraumes", meinte TSV-Abteilungsleiter Jürgen Treffler lapidar, "aber was will man machen. Dann haben wir aufgemacht und uns die Konter eingefangen. 1:5 sieht natürlich brutal aus."

Dabei war zunächst der TSV Gersthofen am Drücker. In der fünften Minute visierte Andi Neumeyer aus 20 Meter den Pfosten des Affinger Gehäuses an, zehn Minuten später wurde er von Daniel Schreder im letzten Moment geblockt. Im Gegenzug segelte ein weiter Ball über die Gersthofer Abwehr hinweg zu Raffler, Torhüter Christian Krieglmeier kam zu spät und Richter und Stefan Mittelbach konnten das 1:0 nicht mehr verhindern.

"Wir drehen alles!", freute sich Kapitän Johannes Hintersberger, nachdem Paul Fischer seine Flanke zum 1:1 eingeköpft hatte (27.). Es war einer der wenigen Angriffe, die der TSV über Außen inszenierte. Ansonsten lief viel durch die Mitte, wo sich Neumeyer und Mark Römer auf den Füßen standen. Affing kam immer wieder über die linke Seite. Dort lieferten Marco Surauer und Michael Hildmann gefährliche Flanken am Fließband. Eine davon köpfte der überragende Raffler nur kapp vorbei (41.). Ein sehenswerter Gewaltschuss von Thomas Brunner krachte an den Pfosten (43.).

Der FC Affing nimmt den Nachbarn unter die Räder

Mit der Einwechslung von Stefan Niesseler zeigte Gersthofens Trainer Robert Walch, dass er mit einem Punkt nicht zufrieden war. Doch mitten in die Angriffsbemühungen der Gäste fiel das 2:1. Raffler verwandelte den Eingangs geschilderten Foulelfmeter zum 2:1 (56.). Ab diesem Zeitpunkt war das Spiel entschieden. Gersthofen musste jetzt alles riskieren. In der 67. Minute verlor Dennis Liebsch den Ball an Marco Surauer. Dessen Pass auf Raffler konnte Krieglmeier noch abwehren, doch der Ball landete erneut vor Surauer - 3:1.

Affing hatte nun allen Platz der Welt und nutzte ihn weidlich. Vor allem Daniel Raffler. Eine Kombination über Franz Losert und den starken Surauer wuchtete er ans Außennetz (72.), in der 82. Minute vernaschte er A-Jugendspieler Liebsch und vollendete überlegt zum 4:1 (82.). Doch damit nicht genug. Zwei Minuten vor Schluss landete eine Vorlage von Daniel Schreder beim im Abseits stehenden Markus Rolle. Dem Ex-Pipinsrieder war's egal - er donnerte die Kugel via Innenpfosten zum 5:1 ins Tor. Krieglmeier verhinderte gegen Michael Panknin sogar ein höheres Debakel (89.).

FC Affing: Gail - Brunner, Koloseike, Maier, Hildmann (46. Meisl) - Galun, Schreder, Panknin, Surauer - Raffler (84. Rolle), Lemmer (57. Losert).

TSV Gersthofen: Krieglmeier - Liebsch, Richter, Mittelbach, Keil - Al Jajeh (46. Niesseler), Hintersberger (75. Krammer), Stieglitz (67. Obermeyer), Fischer - Neumeyer, Römer.

Tore: 1:0 (16.) Raffler, 1:1 (27.) Fischer, 2:1 (56.) Raffler (Foulelfmeter), 3:1 (67.) Surauer, 4:1 (82.) Raffler, 5:1 (88.) Rolle. - Schiedsrichter: Martin Prinzler (VfL Kaufering). - Zuschauer: 300. - Bes. Vorkommnisse: Rote Karte gegen Richter (Gersthofen/Notbremse/56.).

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