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Fußball

06.12.2019

Großer Rückblick: Hoffen und Bangen - so lief es für die heimischen Teams

Nach dem 3:2 von Max Schacherl gab es kein Halten mehr.
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Nach dem 3:2 von Max Schacherl gab es kein Halten mehr.
Bild: Sebastian Richly

Plus Während einige Teams vom Aufstieg träumen, sieht es für andere ziemlich duster aus. Wir blicken quer durch die Ligen zurück und präsentieren unsere Top-Elf.

Aichach-Friedberg Eine lange Herbstrunde ist für die Fußballer im Wittelsbacher Land nun zu Ende. Während einige Teams die Winterpause herbeisehnen, könnten andere noch weiter spielen. Die Aichacher Nachrichten blicken auf die vergangenen Monate von der Bezirksliga bis zu den A-Klassen zurück.

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Fieberten auf der Bank mit ihrem FC Affing mit: (von links) Der ausgewechselte Patric Palatin, Danny Dörr (kurz vor Schluss eingewechselt) und Ersatztorhüter Noah Scherer. Auch wenn es zwischenzeitlich nicht gut aussah, behielt der FCA gegen Adelzhausen die Oberhand.
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Jubel und Frust: Die besten Bilder der Vorrunde
Bild: Karin Tautz

Bezirksliga Nord: Nur Ecknach und Hollenbach überzeugen

Unterschiedlich sind die Gemütslagen bei den fünf Vereinen aus dem Landkreisnorden. An die starke vergangenen Saison mit Platz drei konnten der TSV Hollenbach anknüpfen. Aktuell steht die Elf aus dem Krebsbachtal auf Rang fünf, wobei der TSV im Gegensatz zu einigen Teams noch zwei Partien im Rückstand ist. Das Prunkstück der Elf von Spielertrainer Christian Adrianowytsch ist erneut die Defensive. Nur 20 Gegentreffer kassierte das Team in 18 Partien, nur das Topteam aus Bubesheim ist in dieser Kategorie besser. Umso höher ist diese Leistung anzurechnen, dass der scheidenden Adrianowytsch aufgrund einer schweren Verletzung noch kein Saisonspiel bestreiten konnte. Dagegen sind 32 Tore in der Offensive ausbaufähig. Allerdings sind die Hollenbacher schwer auszurechnen. Zehn verschiedene Torschützen stehen auf dem Papier, wobei ein echter Torjäger fehlt. Die meisten Treffen hat Nachwuchsspieler Patrick Högg mit sech erzielt. Zwölf Tore mehr erzielt hat der VfL Ecknach, wobei hier die Tore anders verteilt sind. In dieser Kategorie sticht Schlüsselspieler Michael Eibel heraus. Ähnlich wie die Hollenbacher sind aber auch die Ecknacher ein ausgeglichenes Team. Mit 31 Punkten steht man punktgleich mit Hollenbach in der Tabelle da – mit einem Tor Vorsprung sogar auf Rang vier, wobei der VfL bereits 20 Spiele bestritten hat. Das Team von Spielertrainer Daniel Framberger startete stark, nach einem Durchhänger gab es zuletzt acht Spiele ohne Niederlage. Nur im jüngsten Derby gegen Affing setzte es eine 1:5-Pleite. Abteilungsleiter Jochen Selig: „Wir spielen ein super Runde und dann dieses Spiel. Das macht vor allem unser Torverhältnis kaputt.“ Dennoch ist der VfL drauf und dran die beste Saison der Vereinsgeschichte zu spielen. Das kann man vom TSV Aindling nicht behaupten. Auch im zweiten Jahr nach dem Abstieg aus der Landesliga hat der TSV mit dem Aufstieg nichts am Hut. Ein Torverhältnis von 28:35 und 26 Punkten aus 19 Spielen macht Platz acht. Dabei ist das Team von Trainer Roland Bahl stark vom Sturmduo Knauer/Modes abhängig, dass mehr als die Hälfte der Treffer erzielt hat. Noch stärker ist die Abhängigkeit beim Lokalrivalen FC Affing von Mittelstürmer Maximilian Schacherl. 16 der 38 Tore gehen auf das Konto des 26-Jährigen. Sorgen bereitet beim FCA vor allem die defensive. 37 Gegentreffer sind bestenfalls unteres Mittelfeld. Dort befindet sich das Team der Spielertrainer Tobias Jorsch und Marc-Abdu Al-Jajeh mit Platz zehn auch. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt allerdings nur drei Zähler. Davon kann der BC Adelzhausen nur träumen. Mit 16 Punkten ist das rettende Ufer bereits ein stückweit entfernt. Das Torverhältnis von 31:37 sieht gar nicht so schlecht aus. In vielen Spielen fehlte der Elf vom Römerweg auch schlichtweg das Glück. Die Mannschaft von Trainer Johannes Putz braucht im Frühjahr eine ähnliche Serie wie in der vergangenen Saison, wenn der Abstieg noch verhindert werden soll, und einen fitten Dominik Müller.

Kämpfen um den Anschluss an die Aufstiegsränge in der Kreisliga Ost: Petersdorfs Philipp Held (links) und Zells Daniel Burger. Überhaupt dominieren die Teams aus dem Landkreisnorden die Liga.
Bild: Sebastian Richly

Kreisliga Ost: Schafft der BC Aichach die Rückkehr ins schwäbische Oberhaus?

Die Oststaffel wird von den Teams aus dem Landkreisnorden dominiert. Die ersten vier Plätze gehen allesamt aus Teams aus dem Aichacher Raum. Ganz oben steht der BC Aichach, der bereits ein Polster von vier Punkten auf den ersten Verfolger hat. 53 Treffer und nur 15 Gegentore – in beiden Kategorien ist der BCA top. Das Team aus der Paarstadt scheint bereit, sich wieder in Schwabens Oberhaus zu spielen. Verhindern will dies der TSV Pöttmes. Offensiv mit 52 Toren den Aichachern ebenbürtig, hapert es defensiv (29 Gegentreffer) etwas. Das Team von Trainer Roman Artes startete furios und brachte dem Spitzenreiter auch die erste Niederlage bei. Eine Schwächephase im Herbst kostete dem TSV eine bessere Ausgangsposition. Immerhin: Im Rennen auf Platz zwei hat Pöttmes die besten karten. Denn der SC Griesbeckerzell auf Rang drei hat bereits vier Punkte Rückstand. Furios gestartet mussten die Zeller zwischendrin lange auf ein Erfolgserlebnis warten. Zu viele Punkteteilungen ließ das Team von Spielertrainer Matthias Kefer ins Mittelfeld abrutschen. Dank eines starken Endspurts mit dem 5:0-Sieg in Petersdorf schob sich der SCG aber noch am Konkurrenten aus Petersdorf vorbei. Nur zwei Niederlage kassierte Griesbeckerzell, allerdings gegen die Spitzenteams aus Aichach und Pöttmes. Anders als in den vergangenen Jahren schießen die Zeller mehr Tore, kassieren aber auch mehr. Anders hat sich das Torverhältnis beim SSV Alsmoos-Petersdorf entwickelt. Der Fusionsklub gehört mit 33 Treffern zwar nicht mehr zu den Torfabriken der Liga, steht dafür defensiv stabiler. 22 Gegentore sind zusammen mit Burgheim der zweitbeste Wert der Liga. Mit Ausnahme des Debakels gegen den SCG zum Abschluss der Herbstrunde kann auch SSV-Trainer Frank Mazur zufrieden sein. Der Weggang von Torjäger Stefan Simonovic konnte kompensiert werden. Platz zwei liegt zwar aktuell sechs Punkte entfernt, doch unmöglich scheint nichts. Als einziges Team aus dem Wittelsbacher Land muss der TSV Dasing nach unten schauen. Der Aufsteiger hat sich im Mittelfeld auf Platz zehn festgespielt. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt aber nur drei Punkte. In 16 Spielen holten die Autobahner 17 Zähler. Das junge Team von Trainer Jürgen Schmid hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gefangen. Dafür spricht auch das ausgeglichene Torverhältnis von 32:34.

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Mühlhausens Torhüter Florian Fleischmann fliegt gegen Spitzenreiter Gebenhofen vergeblich.
Bild: Sebastian Richly

Fußball-Rückschau: Wer holt sich die Meistertitel in den unteren Klassen?

Kreisklasse Aichach Spannend geht es auch an der Spitzen der Kreisklasse Aichach zu. Das Überraschungsteam aus Aresing und der TSV Inchenhofen wechselten sich am Platz an der Sonne ab. Nun liegen die Leahader aber mit vier Zählern nur auf Rang zwei. Mit 35 Punkten liegt das Team von Spielertrainer Michael Heilgemeir aber in Lauerstellung. Gleiches gilt für den FC Gundelsdorf auf Rang fünf. Nach einem Horrorstart mit zwei derben Klatschen berappelte sich das Team um Neuzugang Thomas Nöbel. Vor allem im Spitzenspiel gegen Aresing kurz vor der Winterpause demonstrierte der FCG, das man die Aufstiegsränge noch nicht aus den Augen verloren hat. Die ersten fünf Mannschaften werden wohl den Aufsteiger und Releganten unter sich ausmachen. Der Gundelsdorfer Vorsprung auf Platz sechs beträgt bereits zehn Punkte. Eng geht es im Mittelfeld zu. Der TSV Kühbach belegt mit 19 Punkten Platz neun. Nach vorne geht nichts mehr, aber auch nach hinten sollte bei elf Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz nichts mehr anbrennen. Gleiches gilt für den SC Oberbernbach. Das Team um Spielertrainer Aydin Güner konnte bislang noch nicht überzeugen und befindet sich anders als in den vergangenen Spielzeiten im grauen Mittelfeld wieder. Dort wäre auch gerne der TSV Rehling, doch der Kreisligaabsteiger tut sich nach dem erneuten Umbruch auch eine Klasse tiefer schwer. Mit 50 Gegentreffern sind die Lechrainer die Schießbude der Liga. Auch 15 eigene Treffer sind nach Stotzard der zweitschlechteste Wert. Früh zog Abteilungsleiter Manuel Rauscher die Reißleine in Sachen Trainer, dennoch beträgt der Vorsprung auf Rang 13 nur einen Zähler. Dort steht der FC Affing II, der häufig mit personellen Problemen zu kämpfen hatte. Das spiegelt sich in den acht Punkten wieder. Schlechter lief es nur bei der DJK Stotzard. Noch immer steht das Team ohne Sieg da. Drei magere Pünktchen und ein Torverhältnis von 13:49 sehen nach Abstieg aus.

A-Klasse Aichach Hier steht etwas überraschend der TSV Pöttmes II an der Spitze. Das Team von Spielertrainer Michael Hieger verlor nur zum Auftakt und spielt seither eine starke Saison. Mit drei Punkten Rückstand hat sich die SG Mauerbach auf Platz zwei vorgearbeitet. Aufstiegschancen haben auch noch der TSV Hollenbach II, die WF Klingen und der VfL Ecknach II auf den Plätzen vier bis sechs.

A-Klasse Ost Die DJK Gebenhofen führt das Feld an, wobei der Absteiger mit 60 Toren vor allem in der Offensive glänzt. In Lauerstellung auf Rang drei liegt der SV Obergriesbach, der vier Zähler Rückstand auf Platz zwei hat. Kleine Hoffnungen darf sich auch noch der TSV Sielenbach auf Rang vier machen.

Unsere Hinrunden-Elf - 2019-2020
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Fußball: Das ist unsere Hinrunden-Elf
Bild: beinhoferch

Die Top-Elf der Aichach Nachrichten

Tor

Hannes Helfer (VfL Ecknach) Insgesamt musste der 22-Jährige in 18 Partien 25 Mal hinter sich greifen – kein schlechter Wert. Helfer war der Rückhalt des Teams. Wenn seine Vorderleute ihn brauchten, war er zur Stelle. Auch wenn der VfL-Schlussmann nur drei Mal zu Null spielte, kassierte er mit zwei Ausnahmen nie mehr als zwei Gegentore. So einen Rückhalt braucht jedes Team - auch unsere Auswahl.

Abwehr

Anton Schöttl (TSV Aindling) Der TSV Aindling spielt bislang eine durchwachsene Saison. Einer der wenigen Konstanten ist Außenverteidiger Anton Schöttl. Der 22-Jährige hat sich mittlerweile am Schüsselhauser Kreuz etabliert und bestritt 17 von 19 Saisonspielen. Nach vorne konnte Schöttl zwar nicht die ganz großen Akzente setzen, dafür ist er defensiv meist eine Bank.

Tobias Huber (SC Griesbeckerzell) Wieder eine Bank ist auch Rückkehrer Tobias Huber für den Kreisligisten SC Griesbeckerzeller geworden. Mit dem 26-Jährigen sind die Zeller in dieser Saison noch unbesiegt. Der Innenverteidiger verleiht der Viererkette des SCG Stabilität und hat in den vergangenen Spielen das Toreschießen für sich entdeckt. Gegen Gerolsbach und Firnhaberau war er mit jeweils einem Treffer der Matchwinner seines Teams und hat großen Anteil an Platz drei.

Dennis Ruisinger (TSV Hollenbach) Der 19-Jährige ist in der Hollenbacher Defensive das Küken, steht aber bereits zum zweiten Mal hintereinander in unserer Top-Elf. Er ist nicht nur defensiv stark, sondern auch offensiv gefährlich. Bereits vier Mal traf Ruisinger, der beim FC Augsburg ausgebildet wurde und vor rund einem Jahr zurück ins Krebsbachtal wechselte. Die Hollenbacher Hintermannschaft gehört trotz des Ausfalls von Spielertrainer Christian Adrianowytsch zum besten, was die Liga zu bieten hat. 20 Gegentore in 18 Spielen, nur Bubesheim ist besser.

Mittelfeld

Michael Eibel (VfL Ecknach) Stets warnen die gegnerischen Trainer vor Michael Eibel. Oft ist trotz Sonderbewachung aber gegen den Flügelflitzer nichts auszurichten. Mit elf Toren und zehn Torvorlagen gehört der 26-Jährigen zu den besten Scorern der Liga. Es gibt Phasen, da taucht Eibel ein wenig ab, nur um im richtigen Moment eiskalt zuzuschlagen. Er ist unserer Geheimwaffe.

Christoph Burkhard (TSV Hollenbach) Jede Mannschaft braucht einen Anführer im Mittelfeld. In unserem Team übernimmt diese Rolle Ex-Profi Christoph Burkhard. Der 34-Jährige war gerade dann der große Stabilisator im Hollenbacher Spiel, als es nicht rund lief und Spielertrainer Christian Adrianowytsch ausfiel. Der Routinier leitete nicht nur die jungen Spieler an, sondern schoss auch wichtige Tore. Fünf gelangen ihm in 15 Spielen, davon allein drei beim knappen Auftakterfolg gegen Mertingen, als er in der langen Nachspielzeit trotz der heftigen Verletzung von Teamkollege Samuel Fischer cool blieb.

Matthias Benesch (SSV Alsmoos-Petersdorf) Nach dem Weggang von Stefan Simonovic hat sich Matthias Benesch zum Führungsspieler entwickelt. Der Kapitän zieht im Mittelfeld die Fäden, übernimmt Verantwortung bei den Standards und ist torgefährlich. Mit sechs Toren und sieben Vorlagen ist er SSV-Topscorer.

Michal Korenik (TSV Pöttmes) Was Michael Eibel auf der einen ist, das ist Michal Korenik auf der anderen. Der Pole steht beim TSV zwar im Schatten des torgefährlichen Sturmduos, macht durch seine Tempo-Dribblings aber gerade viele Treffer erst möglich. Nebenbei kommt der 31-Jährige auf vier Tore und sieben Vorlagen.

Angriff

Marcus Wehren (BC Aichach) Selbst Robert Lewandowski wird bei der Trefferquote des 22-Jährigen neidisch. 26 Tore in 15 Spiele sind weit und breit nicht zu toppen. Hinzu kommen auch noch elf Vorlagen für die Aichacher Lebensversicherung.

Maximilian Schacherl (FC Affing) Geplatzt ist der Knoten in dieser Spielzeit beim Affinger Mittelstürmer. Wo der FCA ohne seinen Torjäger stehen würde, lässt sich erahnen. Die zwischenzeitliche Torflaute des 26-Jährigen war gleichbedeutend mit einer Sieglos-Serie. Insgesamt kommt Schacherl auf 16 Treffer.

Dominik Müller (BC Adelzhausen) In Sachen Toreschießen macht Dominik Müller keiner etwas vor. Mit 20 Treffern ist er auch in dieser Saison auf dem besten weg, sich die Torjägerkanone zu holen.

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