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Stockschießen

24.01.2020

Kühbacherinnen kämpfen um die Deutsche Meisterschaft

Dauergast ganz oben auf dem Treppchen sind die Kühbacher Stockschützinnen (hinten von links) Veronika Filgertshofer, Lisa Seitz, Regina Gilg, (vorne von links) Franziska Schwertfirm und Marianne Weigl. Auch bei den deutschen Meisterschaften will das Quintett auf Platz eins stehen.

Nach dem Europacup und dem Bundesligatitel können die Kühbacherinnen mit der Deutschen Meisterschaft das Triple perfekt machen. Warum Vorsicht geboten ist.

Der Winter hat im Wittelsbacher Land noch gar nicht Einzug gehalten, da neigt sich die Saison auf Eis für die Stockschützen des TSV Kühbach schon dem Ende entgegen. Für das Kühbacher Aushängeschild, die Erste Frauenmannschaft, steht am Freitag und Samstag als abschließender Wettbewerb die deutsche Meisterschaft in Waldkirchen auf dem Programm.

Das Quintett um Veronika Filgertshofer, Marianne Weigl, Lisa Seitz, Franziska Schwertfirm und der frisch gebackenen Deutschen Meisterin im U23-Einzel, Regina Gilg, geht als Topfavorit in den Wettbewerb der besten deutschen Mannschaften. Die Kühbacher reisen als amtierender Europacupsieger an. Die Qualifikation mit nur zwei Niederlagen und der dritten Bundesligameisterschaft in Folge ähnelte schon beinahe einem Spaziergang. Kühbachs Stockschützenchef Anton Stadlmair warnt aber vor der Konkurrenz: „Natürlich sind wir der große Favorit, gerade aufgrund der wirklich außergewöhnlichen Leistung in der Bundesliga. Aber es gibt einige Stolpersteine.“ Als Konkurrenten um den Titel nennt Stadlmair Dauerrivale Mehring, Peiting, den neu erstarkten EC Gerabach und natürlich Titelverteidiger Büblingshausen. Die Hessen schnappten den Kühbachern im vergangenen Jahr den Titel weg. Souverän marschierte der TSV ins Finale. Dort spielte Büblingshausen plötzlich groß auf und der Titel war weg. Stadlmair: „Bei diesem Modus kann dich ein schlechtes Spiel, den ersten Platz kosten. Das kennen wir aber. Wir müssen bis zum Ende konzentriert bleiben, dann haben wir gute Chancen auf den Sieg.“

Stockschießen: Kühbach will Revanche bei deutscher Meisterschaft

Die Motivation ist groß, schließlich können die Kühbacherinnen Historisches schaffen und erstmals das Triple aus Europacup, Bundesliga und deutscher Meisterschaft holen. „Das gab es bei uns noch nie und wäre die Krönung einer außergewöhnlichen Eisstocksaison.“ Die Jüngste im Team, Regina Gilg, dürfte besonders motiviert sein. Sie holte sich in der vergangenen Woche zusätzlich Motivation durch den Sieg bei der deutschen Einzelmeisterschaft. „Das bringt Extraschwung“, weiß Stadlmair. Den sollen auch wieder viele Kühbacher Fans bringen, die das Quintett an die tschechische Grenze begleiten werden.

Kühbacherinnen kämpfen um die Deutsche Meisterschaft

Los geht es am Freitagnachmittag mit den ersten Partien. Im 13er-Feld wird zunächst im Modus „jeder gegen jeden“ gespielt. Am ersten Tag stehen für die Kühbacherinnen sechs Partien auf dem Programm. Am Samstag geht es ab 8 Uhr weiter. Nach weiteren sechs Partien bestreiten die vier besten Teams der Vorrunde die Finalrunde. Im sogenannten Page-Play-offs-Modus spielt zunächst der Vorrundenerste gegen den Zweitplatzierten. Der Sieger qualifiziert sich automatisch für das alles entscheidende Endspiel. Der Verlierer bekommt noch eine zweite Chance und trifft auf den Gewinner im Spiel zwischen dem Vorrundendritten und dem Viertplatzierten. Die Kühbacherinnen peilen dabei schon nach der Vorrunde Platz eins an. „Dann hat man einen kleinen Vorteil und steht noch nicht gleich so unter Druck“, so Stadlmair, der selbst nicht mit dabei sein wird.

Der Stockschützenchef kämpft mit der Dritten Männermannschaft des TSV am Samstag in Buchloe um den Aufstieg in die Bayernliga. Eine Woche später sind dann die Herrenteams I und II gefordert.

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