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Fußball-Regionalliga

02.08.2017

Kurioser Spielabbruch in Pipinsried

Auch der Pipinsrieder Spielertrainer Fabian Hürzeler (Bild) war über den Spielabbruch enttäuscht.
Bild: Archivfoto: Walter Brugger

FCP-Gegner Greuther Fürth II bleibt nach einem Gewitter in der Kabine. Die Hausherren führen zu diesem Zeitpunkt mit 2:1. Jetzt muss das Sportgericht entscheiden.

Die SpVgg Greuther Fürth II hat bei ihrer Saisonpremiere für Kopfschütteln gesorgt. Die Fußball-Regionalligapartie zwischen dem FC Pipinsried und dem „Kleeblatt“ wurde in der 85. Spielminute aufgrund eines Gewitters unterbrochen. Zu diesem Zeitpunkt führte der FCP mit 2:1. Nach einer knappen halben Stunde wollte Schiedsrichter Steffen Grimmeißen (Löpsingen) weitermachen. Während die Hausherren auf das Spielfeld zurückkehrten, blieben die Gäste in der Kabine – sie haben nach eigenen Angaben von einer geplanten Fortsetzung nichts mitbekommen. Nach etwa zehn Minuten des Wartens wurde die Partie wegen einbrechender Dunkelheit abgebrochen. Das Sportgericht muss nun über die Spielwertung entscheiden.

Pipinsrieds Manager Roman Plesche ärgerte sich wie alle FCP-Fans über den Spielabbruch. Er berichtet: „Als das Gewitter vorbei war, hat der Schiedsrichter mit einem Pfiff im Kabinengang signalisiert, dass das Spiel fortgesetzt wird. Wir kamen gemeinsam mit dem Schiedsrichtergespann zurück aufs Feld, Fürth blieb in der Kabine.“ Kleeblatt-Trainer Timo Rost entgegnet: „Wenn einer sagt, dass wir nicht mehr spielen wollten, ist das eine Lüge.“ Die Fürther hätten von dem Pfiff nichts mitbekommen. „Als uns der Schiedsrichter-Assistent verständigt hat, sind uns auf dem Weg zum Platz die Pipinsrieder Spieler bereits entgegengekommen. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits stockfinster“, erklärt Rost.

Im Spiel davor hatten die Hausherren einen Start nach Maß gehabt: Kleeblatt-Akteur Denis Sitter leistete sich einen folgenschweren Ballverlust, der Pipinsrieder Atdhedon Lushi eilte auf und davon und traf mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck zum 1:0 (12.). Die Mittelfranken fanden aber schnell die passende Antwort: Nach einer Fürther Ecke vertändelte Hausherren-Spieler Emre Arik das Leder, sein Teamkollege Philip Grahammer wusste sich gegen Muhammed Kayroglu nur mit einem Foul zu helfen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Stefan Maderer sicher zum 1:1-Ausgleich (18.). Die Rost-Formation war in der Folgezeit das überlegene Team, wurde aber selten gefährlich. Gegen Ende der ersten Hälfte wurde der Neuling wieder stärker und verbuchte durch Arik und Lushi gute Möglichkeiten.

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Nach dem Seitenwechsel war die Heimelf von Fabian Hürzeler das aktivere Team. In der 61. Minute war es der agile Arik, der mustergültig für Lushi auflegte. Dieser musste aus fünf Metern nur noch zum 2:1 einschieben. Fürths Christian Derflinger zwang FCP-Keeper Thomas Reichlmayr kurz darauf mit einem Distanzschuss zu einer Glanzparade. In der 70. Minute schwächte sich Fürth selbst, als der bereits verwarnte Muhammed Kayaroglu nach einem Foulspiel die Ampelkarte sah. Wenig später kam das Gewitter. (fupa, Foto: Michael Eberle)

Tore 1:0 Lushi (12.), 1:1 Maderer (18./FE), 2:1 Lushi (61.).

Schiedsrichter Grimmeißen (Löpsingen) Zuschauer 560 Gelb-Rot Kayaroglu (70./Fürth II/wiederholtes Foulspiel)

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