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Fußball-Kreisklasse

13.08.2019

Luderschmid dirigiert in Echsheim

Vor zwei Jahren hörte Tobias Luderschmid beim TSV Rain auf, jetzt ist er auf der Trainerbank des SV Echsheim-Reicherstein zurück.

Ex-Regionalliga-Coach will mit dem SVE oben mitspielen. Es gibt aber einige Fragezeichen

Zwei Jahre in Folge schnupperten die Fußballer des SV Echsheim-Reicherstein am Aufstieg in die Kreisliga. Erst scheiterte das Team aus dem Pöttmeser Oberland in der Relegation und vergangene Saison ging dem Team am Ende die Luft aus und man lief auf Platz vier ein. Auch unter dem neuen Trainer will der SVE nun wieder mitspielen, um die oberen Plätze. Der neue Coach ist wahrlich kein Unbekannter. Mit Tobias Luderschmid angelte sich der SVE einen erfahrenen Trainer, der beim TSV Rain in der Bayernliga und beim FC Augsburg II sogar in der Regionalliga an der Seite stand.

Der Kontakt kam über SVE-Abteilungsleiter Bernd Brugger zustande. Den spielenden Spartenchef trainierte Luderschmid schon in der C-Jugend bei der SG Münster: „Wir kennen uns schon länger. Ich habe nach meiner Pause bewusst eine Aufgabe gesucht, die nicht so viel Aufwand mit sich bringt. Ich bin Familienvater und beruflich eingespannt, da kann ich nicht dreimal die Woche ins Training und am Wochenende weite Auswärtsfahrten auf mich nehmen.“ Rund zwei Jahre pausierte Luderschmid und hatte Zeit, sich eine neue Herausforderung zu suchen. Dass die nun einige Klassen niedriger als zuvor ist, ist für den 38-Jährigen kein Problem: „Es war eine bewusste Pause, um neue Kräfte zu tanken. Eigentlich wollte ich schon früher wieder einsteigen, aber es hat sich jetzt so ergeben. Die Entscheidung fiel unabhängig von der Liga, die ich aber sehr gut kenne. Echsheim hat eine gute Mannschaft und ein sehr familiäres Umfeld. Alle im Verein halten zusammen, das hat mich überzeugt. Außerdem kenne ich einige Spieler. Ich weiß, dass die ambitioniert sind“, so Luderschmid, der in Staudheim (Kreis Donau-Ries) wohnt.

Trotz der Ambitionen will Luderschmid die Ziele aber nicht zu hoch hängen: „Der Aufstieg ist nicht Pflicht, aber wir wollen zu den fünf, sechs Mannschaften gehören, die um die Plätze mitspielen. Außerdem haben wir mit Matthias Kefer und Simon Landes (SC Griesbeckerzell) zwei Schlüsselspieler verloren.“ Als Favoriten sieht Luderschmid den Lokalrivalen SV Klingsmoos, der in der vergangenen Spielzeit erst in der Relegation scheiterte. Mit der Vorbereitung ist der neue Coach zufrieden, trotz des Ausscheidens im Pokal gegen Rohrenfels: „Man darf die Ergebnisse nicht überbewerten. Mein Fazit: Die Jungs haben gut gearbeitet.“

Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich der SV Echsheim im Jahr nach dem Abgang von Spielertrainer Matthias Kefer schlagen wird. Neben dem Mittelfeldmotor hinterlässt vor allem Simon Landes als torgefährlicher Innenverteidiger eine große Lücke. Hinzu kommt, dass Co-Trainer Alexander Gerbl nach seinem Kreuzbandriss vermutlich erst im Oktober wieder auf dem Platz stehen kann. Luderschmid: „Er als einer der wenigen erfahrenen Spieler fehlt uns natürlich. Aber wir sind eine junge Mannschaft mit viel Qualität. Gemeinsam werden wir die Lücke schließen.“

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