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Fußball-Kreisliga

17.05.2019

Rehling bangt um den Klassenerhalt

Das 0:4 der Rehlinger bei der DJK Lechhausen konnte man auch an den Gesichtern von TSV-Abteilungsleiter Manuel Rauscher (links) und Trainer Thomas Wiesmüller ablesen. Zum Saisonabschluss brauchen die Lechrainer nun unbedingt einen Sieg gegen Münster und gleichzeitig Schützenhilfe der Konkurrenz.
Bild: Josef Abt

Nach dem 0:2 gegen Rinnenthal braucht Griesbeckerzell Schützenhilfe von Burgheim. Im Abstiegskampf steht Rehling nach der Pleite gegen Lechhausen am Abgrund.

Die Saison des TSV Rehling in der Kreisliga Ost darf bereits jetzt als missglückt bezeichnet werden: Mit der geringsten Torausbeute, den meisten Gegentoren und nur 24 Punkten liegt der Vorjahreszehnte auf dem vorletzten Rang, würde aktuell in die Kreisklasse absteigen.

Im Sechs-Punkte-Spiel gegen Lechhausen in der vergangenen Woche enttäuschte das Team seine Anhänger, war beim 0:4 in allen Belangen unterlegen. Viel erstaunlicher als der Auftritt der Mannschaft gegen den Konkurrenten im Tabellenkeller ist aber, wie unerschütterlich der Glaube an das Erreichen der Relegation bei den Rehlingern noch immer ist. „Wir haben den Klassenerhalt noch nicht abgeschrieben. Wenn wir gegen Münster unsere Hausaufgaben machen, ist alles drin“, sagt Manuel Rauscher, Sportlicher Leiter beim TSV. Neben einem Sieg gegen den bereits abgestiegenen Tabellenletzten (Samstag, 15 Uhr) benötigt Rehling auch Schützenhilfe des SV Feldheim, der zeitgleich die DJK Lechhausen empfängt. Hoffnung macht Rauscher insbesondere die Saisonabschlussfeier des SV. „Die wollen nach ihrer schwachen Rückrunde noch einmal alles zeigen, um dann besser feiern zu können.“

Trotz aller Durchhalteparolen: Beim TSV hat spätestens seit der Niederlage gegen Lechhausen jeder begriffen, dass der Abstieg eine reale Gefahr ist. Bereits im Winter hatte die sportliche Leitung um Rauscher versucht, das Ruder herumzureißen, verpflichtete mit Thomas Wiesmüller einen erfahrenen Trainer. Die Option Kreisklasse war für die Verantwortlichen trotzdem immer ein Thema. „Bei meinem Amtsantritt habe ich gesagt, dass ich wieder verstärkt auf einheimische Spieler setzen will. Das wäre in der Kreisklasse eher möglich. Insofern wäre der Abstieg nicht schön, aber eben auch kein Beinbruch.“

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Zum Abschied Griesbeckerzell will Coach Relegation schenken

Im oberen Tabellendrittel musste Griesbeckerzell zuletzt ebenfalls einen Dämpfer hinnehmen. Kurz vor der Ziellinie verlor der SCG gegen Konkurrent Rinnenthal, musste dem BCR den Relegationsplatz überlassen. Für Trainer Metin Bas könnte die finale Saisonpartie in der Firnhaberau (Samstag, 15 Uhr) damit das letzte Spiel für den Klub sein. Um ihm doch noch seine dritte Relegation in Folge zu bescheren, ist Zell auf Schützenhilfe der Burgheimer angewiesen, die in Rinnenthal antreten. Den Coach interessieren die Rechenspiele wenig: „Ich denke nicht an Burgheim. Zuerst müssen wir unser Spiel gewinnen, dann können wir nachschauen, wohin uns das bringt.“ Trotz der engen Tabellenkonstellation bleibt Bas ruhig, verweist auf das ursprüngliche Saisonziel. „Nach den Abgängen von wichtigen Spielern wie Alexander Chetschik oder Sergej Scheifel hatten wir eigentlich die Plätze fünf bis acht ausgegeben. Insofern liegen wir sogar über dem, was wir uns vorgenommen hatten.“ Sein Team musste der scheidende Trainer nach der Niederlage gegen Rinnenthal trotzdem trösten. „Das war unser bestes Spiel in der Rückrunde, nur haben wir die Tore nicht gemacht. Die Jungs waren natürlich enttäuscht, aber das gehört zum Leben dazu.“ Man merkt Bas an, dass er sich auf seine Pause freut, für die er – laut eigenen Angaben – sogar Angebote höherklassiger Teams abgelehnt hat. Allerdings: Ganz so locker nimmt auch er diese letzte Chance auf den Relegationsplatz nicht: Gegner Firnhaberau hat er im Vorfeld beobachtet – drei Mal.

Selbst nach dem Schlusspfiff am Samstag könnte das letzte Worte noch nicht gesprochen sein. Denn aufgrund der Anzeige gegen den TSV Pöttmes könnte nochmals Bewegung in den Abstiegskampf kommen (siehe Artikel rechts).

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