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Aichach-Friedberg

24.07.2020

So funktioniert der Ligapokal im Fußballkreis Augsburg

Die Saison im Fußballkreis Augsburg soll im September fortgesetzt werden. Los geht es mit einem neuen Wettbewerb, dem Ligapokal. Dieser bietet vielen Teams eine zusätzliche Chance. Was dahintersteckt.
Bild: Sebastian Richly

Plus Per Videokonferenz stellt der Kreis Augsburg den neuen Wettbewerb vor. Wie die Vereine reagieren, warum der Pokal so attraktiv ist und wie gespielt wird.

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Das gilt auch für die Amateurfußballer. Nach der Corona-Pause geht es nun im September für die heimischen Kicker endlich wieder los. Da anders als in anderen Bundesländern die Saison in Bayern fortgesetzt wird, hat der BFV einen neuen Wettbewerb ins Leben gerufen – den sogenannten Ligapokal.

Ein Wettbewerb, der Vereinen eine zusätzliche Möglichkeit für den Aufstieg oder Klassenerhalt bietet. Am Donnerstag stellte Kreisspielleiter Reinhold Mießl per Videokonferenz das Konzept den Vereinen im Fußballkreis Augsburg vor. Die Reaktionen waren positiv.

Mießl: „Schon im Vorfeld hatten wir viele Anfragen. Die Vereine sehen die Chancen des Wettbewerbs und haben einfach wieder Lust auf Fußball.“ Die beiden Kreisligen spielen einen Sieger aus, der direkt in die Bezirksliga aufsteigt. Der Verlierer darf in die Relegation. Gleiches gilt für die Kreisklassisten. In A-und B-Klasse schaffen jeweils zwei Teams den direkten Sprung nach oben: „Das ist für viele ein zusätzlicher Anreiz, gerade, wenn es in der Meisterschaft nicht so läuft“, erklärt Mießl.

So funktioniert der Ligapokal im Fußballkreis Augsburg

Erst Ligapokal, dann Meisterschaft zu Beginn

Die Saison beginnt gleich mit dem neuen Wettbewerb. Zunächst stehen drei Spieltage im Ligapokal an, ehe es am 27. September mit der Meisterschaft weitergeht. Am 11. April stehen dann die Sieger fest. „Das ist wichtig, denn wir müssen es wissen, bevor die Meisterschaften fertig sind. Danach schauen wir, wie die Relegation aussieht“, so der Kreisspielleiter, der hinzufügt: „Das war auch von vielen Vereinen so gewünscht, denn im August sind viele Spieler im Urlaub und so bietet der Ligapokal eine zusätzliche Möglichkeit, sich auf die Liga vorzubereiten.“

Mießl freut sich über die positiven Rückmeldungen seitens der Vereine – allein am Donnerstag bekam der Täfertinger (Stadt Neusäß) viele Anmeldungen. „Vor allem in den A-Klassen ist die Nachfrage groß. Bei den B-Klassen wird das etwas weniger der Fall sein, da hier viele Zweite Mannschaften spielen“, so Mießl, der aber betont: „Es hängt alles von der Entwicklung im Zuge der Corona-Pandemie ab. Wir sind auf die Politik angewiesen.“

Beim FC Pipinsried geht es endlich wieder rund auf dem Platz. Rund 100 Zuschauer waren beim Trainingsstart dabei.
Video: Sebastian Richly

Bei Einschränkungen des Spielbetriebs habe die Meisterschaft Vorrang. Bis zum späten Montagabend haben die Vereine Zeit, sich für den Ligapokal anzumelden. Mießl „Es ist keine Pflicht, aber eine Chance.“ Erst nach Ablauf der Anmeldefrist können Mießl und Co. die Gruppen einteilen. Gespielt wird zum Großteil in Vierergruppen, die nach geografischen Gesichtspunkten zusammengestellt werden. Mießl: „Wir wollen viele Derbys haben, auch wenn die ein oder andere Mannschaft gerne Gegner gehabt hätte, den sie noch nicht kennt.“ In Hin- und Rückspielen werden die Erst- und Zweitplatzierten ermittelt, die dann in der Zwischenrunde mit Hin- und Rückspielen antreten. Danach geht es mit K.-o.-Spielen weiter.

Beim Trainingsauftakt des FC Pipinsried war einiges los. Der Tabellenführer startet mit verändertem Personal in die Vorbereitung auf die Restsaison.
27 Bilder
FC Pipinsried: Der Trainingsauftakt in Bildern
Bild: Sebastian Richly

Pipinsried trifft in Gruppenphase auf Lokalrivalen

Derweil stehen die Gruppen auf Verbandsebene bereits fest. Der FC Pipinsried bekommt es in der Gruppenphase mit dem FC Ingolstadt II und dem Lokalrivalen TSV Dachau zu tun. Der Re-Start soll mit zwei Quali-Runden zur Toto-Pokal-Hauptrunde 2020/21 am 1. und 5. September erfolgen. Nach jetzigem Stand sollen bis 17./18. Oktober dann fünf Spieltage der Bayernliga Süd absolviert werden, ab dem 10. April 2021 die verbleibenden fünf Saisonspieltage. Der letzte Spieltag ist für den 15. Mai 2021 angesetzt. Ähnlich sieht der Rahmenkalender für die Landesligen aus. In der Südwest-Staffel bekommt es der FC Ehekirchen in der Gruppenphase mit dem VfR Neuburg und dem TSV Jetzendorf zu tun. Der SV Mering trifft auf den SC Olching und den TSV Gilching.

Den klassischen Toto-Pokal wird es auf Kreisebene übrigens nicht geben. Die aktuelle Runde wird Anfang September zu Ende gespielt. Mießl: „Wir brauchen einen Kreissieger. Vier Mannschaften, jeweils ein Vertreter aus Bezirksliga, Kreisliga, Kreisklasse und A-Klasse, spielen den Kreissieger und damit den Teilnehmer am Ende der Runde aus.“ Das werden jeweils die Verlierer der Finalpartien sein. Da es in der A-Klasse zwei Direktaufsteiger gibt, spielen die beiden Halbfinalverlierer den freien Platz aus. Dann werden Halbfinals und Finale gespielt, der Sieger tritt dann im Toto-Pokal auf Verbandsebene an. (mit fupa)

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