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Fußball-Bezirksliga

02.10.2019

Warum das Derby zwischen Aindling und Affing so brisant ist

Drehte gegen Adelzhausen erst in Durchgang zwei auf: Affings Mathias Steger (schwarzes Trikot). Für den Mittelfeldspieler ist das Duell am Donnerstag ein besonderes, denn der FCA gastiert bei Stegers Ex-Klub TSV Aindling. Ein Derby mit Brisanz.
Bild: Sebastian Richly

Warum der FCA das Duell beim TSV Aindling eigentlich verlegen wollte und die Partie auch so gleich doppelte Brisanz hat. Wer hat Angst vor wem?

Brisant ist gar kein Ausdruck für die Partie zwischen dem TSV Aindling und dem FC Affing, die am Donnerstag um 17 Uhr angepfiffen wird.

Zum einen kennen sich die Kontrahenten sehr gut. Aindlings Trainer Roland Bahl war einst beim FC Augsburg II als Coach tätig und trainierte dort einen gewissen Tobias Jorsch. Der steht mittlerweile selbst an der Seitenlinie, wenn auch verletzungsbedingt, und zwar beim Lokalrivalen aus Affing. Und noch einen Affinger Stützpfeiler hat Bahl bereits trainiert – Mathias Steger. „Den habe ich damals aus der Jugend ins Aindlinger Landesligateam hochgezogen. Ein sehr talentierter Spieler und guter Dribbler. Überhaupt verfügt Affing über sehr gute Einzelspieler mit viel Qualität.“ Unter Bahl war Steger Stammspieler in Aindling, später nicht mehr. In der Winterpause 2017/18 verließ er das Schüsselhauser Kreuz, weil man ihn dort nicht mehr haben wollte.

Das Spiel hat aber auch aufgrund der Tabellensituation Brisanz. Der Sieger der Partie kann den Abstand zu den Aufstiegsrängen verkürzen, da Spitzenreiter Bubesheim Verfolger Meitingen am Donnerstag empfängt. Den Affingern winkt mit einem Sieg der Sprung auf Platz zwei, Aindling kann den Lokalrivalen überholen und im besten Fall auf Platz drei vorrücken. Bahl: „Wir haben uns die Möglichkeit erarbeitet, jetzt in die Spitzengruppe vorzudringen. Deshalb ist die Partie gegen Affing sehr wichtig.“ Selbstvertrauen tankt der 59-Jährige aus dem 2:0-Erfolg in Rain: „Wir hatten einige Ausfälle, vor allem defensiv, aber die Jungs haben das super gemacht, gerade in Halbzeit eins. Wenn wir so auch gegen Affing agieren, dann bin ich zuversichtlich.“ Dennoch warnt Bahl vor dem Gegner, vor allem vor einem Spieler: „Mit dem Schacherl haben sie einen ganz torgefährlichen Stürmer.“ Den hat Aindling mit Simon Knauer auch. Der 30-Jährige musste in Rain kurzfristig passen, wird aber wie Tobias Hildmann und Benjamin Woltmann wieder in den Kader zurückkehren. Patrick Stoll (Erkältung) und Mehmet Aktürk (Schulterverletzung) werden wohl fehlen. Jan Plesner (Adduktorenprobleme) ist angeschlagen.

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Bild: Sebastian Richly

Geburtstag und Derbysieg feiern: Geht der Affinger Plan auf?

Die Affinger können fast aus dem Vollen schöpfen. Max Merwald fehlt noch gesperrt und der Einsatz von Max Lipp (Erkältung) ist fraglich, ansonsten sind alle Mann an Bord. Jorsch freut sich auf die Partie: „Letztes Jahr hatten wir viel Respekt, aber ich glaube, dass Aindling viel mehr Angst vor uns als wir vor ihnen haben.“ Für das Lokalderby werden er und Trainerkollege Marc-Abdu Al-Jajeh auch die Spielvorbereitung etwas veränder: „Normalerweise reden wir auch am Spieltag viel mit den Jungs, aber keine Aindling brauchst du keine großen Worte, da ist jeder motiviert.“ Zusätzliche Motivation zieht Jorsch aus der Tatsache, dass einer Spielverlegung auf Wunsch des FCA nicht zugestimmt wurde: „Wir hatten mehrmals angefragt, weil der Abdu am Mittwoch seinen 30. Geburtstag hat und wir eigentlich Tische für die Wiesn am Donnerstag hatten. Auch beim Weinfest heute Abend kann keiner mithelfen – das ärgert uns schon.“ Al-Jajeh feiert dafür seinen Geburtstag am Freitag nach. Jorsch: „Erst Derbysieg und dann Feiern. Bis zum Sonntagspiel sind wir dann wieder fit.“ Klingt nach einem Plan, den die Aindlinger sicher durchkreuzen wollen. In welcher Formation, weiß Bahl aber noch nicht: „Mal sehen, in Rain haben einige ihre Chance genutzt. Ich hoffe auf ein tolles Spiel für die Zuschauer und einen Dreier für uns.“

Das Spiel vor einem Jahr am Schüsselhauser dürften die Zuschauer wohl nicht vergessen haben. Damals siegte der FC Affing mit 3:0, und dass, obwohl Nino Kindermann bereits nach 30 Minuten die Rote Karte gesehen hatte. Aindlings Alexander Thiel folgte Kindermann 30 Minuten später. Doch auch ohne Platzverweise dürfte das Lechrain-Derby wieder brisant werden.

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