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02.07.2010

Wehen ist wichtiger

Umringt von drei Fürstenfeldbruckern: Simon Knauer vom TSV Aindling hatte in der ersten Halbzeit gegen den Landesligisten einen schweren Stand. Foto: Graf
Bild: Graf

Aindling/Gebenhofen Während der WM-Tage hält sich das Interesse an Livefußball in engen Grenzen. Die Testpartie zwischen dem TSV Aindling und dem SC Fürstenfeldbruck, die am Freitagabend in Gebenhofen der Bayernligist 2:0 gewann, wollten nur 50 Fans sehen. Sie bekamen bei hochsommerlichen Temperaturen vorwiegend Schonkost geboten.

Im Duell Bayernliga contra Landesliga blieb manches Stückwerk. Die neuen Kräfte konnten auf die Schnelle noch nicht integriert werden, daneben wirkten sich die Belastungen durch die vielen Übungseinheiten nicht gerade positiv aus. In der Pause wechselte Trainer Manfred Paula nicht weniger als acht Fußballer aus. Damit wurde die Leistung des TSV besser. Das lag in erster Linie an Mario Schmidt, der an beiden Treffern beteiligt war. Beim 1:0 legte er auf für Werner Meyer, beim zweiten Tor war der Gallenbacher mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich.

TSV Aindling Hellmann (46. Ploss), Eweka (46. Weiser), Völker (46. Zerle), Scheifel (46. Beqiri), Hübl, Benede, Koch (46. Schmidt), Fischer (46. Neher), Hornung (46. Meyer), Dietl (46. Schaffer), Knauer. - Schiedsrichter Beretic ( TSV Friedberg) - Zuschauer 50. - Tore 1:0 Meyer (75.), 2:0 Schmidt (76.).

Mehr denn je gilt für die Bayernliga-Fußballer des TSV Aindling: An diesem Wochenende dreht sich alles ums runde Leder. Das begann am Freitagabend gegen Fürstenfeldbruck und endet am Sonntag um 14 Uhr mit dem Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden. Und am Samstag wird zweimal trainiert, ab 9 und ab 13 Uhr. Danach haben die Spieler die Gelegenheit, sich das WM-Spiel Deutschland - Argentinien zu Gemüte zu führen.

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Wehen Wiesebaden ist in der Vorbereitung auf die 15. Bayernligasaison mit Sicherheit der renommierteste Gegner. Schließlich gehören die Hessen der 3. Bundesliga an, die vergangene Runde haben sie auf Rang 15 abschlossen. Von einem echten Höhepunkt will TSV-Trainer Manfred Paula nicht reden: "Ein Gegner aus der Landesliga, der 100 Prozent zeigt, kann uns genauso fordern wie ein Drittligist, der gerade aus dem Trainingslager kommt." Die Hessen trimmten sich in den vergangenen Tagen in Miesbach und kamen in Hausham gegen Ligakonkurrent Unterhaching zu einem 4:0-Erfolg.

Paula denkt bei dieser Einschätzung an die zweite Halbzeit vor einer Woche in Schwabmünchen, als der Landesligist den Aindlingern nach der Pause das Leben schwer machte: "Da haben die schwer Gas gegeben." Der Coach der Gastgeber freut sich natürlich auf dieses Duell mit Wehen Wiesbaden: "Dieser Gegner verspricht viele Zuschauer."

Am Sonntag soll die Aindlinger Startelf anders ausschauen als gestern in Gebenhofen. Manfred Paula hält nichts davon, in einem Testspiel reihenweise auszutauschen. Dieses Wechselspiel führt in der Regel dazu, dass der Spielfluss verloren geht. Darum denkt er daran, erst in Durchgang zwei Änderungen in der Besetzung vorzunehmen.

Der bekannteste Mann auf Seiten von Wehen Wiesbaden wird am Sonntag kein Trikot tragen, sondern an der Seitenlinie stehen. Seit dem 9. Februar fungiert Gino Lettieri bei diesem Klub, der 1926 gegründet wurde, als Cheftrainer, nachdem er sich von der SpVgg Weiden verabschiedet hatte. Der 43-Jährige war früher für 1860 München, FC Bayern Hof, FC Augsburg, Bonner SC, SpVgg Bayreuth, Darmstadt 98 und Wacker Burghausen tätig. Dreimal errang Lettieri die Meisterschaft in der Bayernliga, zuletzt 2009 mit Weiden, nachdem Aindling den Oberpfälzern lange Zeit im Nacken saß.

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