Er ist groß, sieht gut aus - und wurde 2008 mit dem Titel „Giftpflanze des Jahres“ „geehrt“: Die Rede ist vom Riesenbärenklau, der im Juni und Juli Blütezeit hat. Er macht sich im Landkreis gerade vor allem am Ufer der Friedberger Ach breit, ist jedoch auch an anderen Gewässern, in Waldgebieten und auf Brachflächen verstärkt zu finden. Wer ihn entfernen will, sollte sich mit Schutzkleidung wappnen - oder lieber gleich Fachleute rufen.
Beim Riesenbärenklau handelt es sich um eine bis zu drei Meter hohe Pflanze mit weißen Doldenblüten. Sämtliche Pflanzenteile enthalten den giftigen Stoff Furocumarin. Insbesondere in Verbindung mit Sonneneinstrahlung kann bereits der Hautkontakt zu schweren allergischen Reaktionen und verbrennungsähnlichen Verletzungen führen, deren Narben dauerhaft bestehen bleiben können. Daher wird empfohlen, die Pflanzen keinesfalls zu berühren und ausreichend Abstand zu halten, warnt die Stadt Friedberg.
Riesenbärenklau: So erkennt man ihn
Die Kommune bittet Bürgerinnen und Bürger, Bestände der Pflanze, die ob ihrer Größe auch Herkulesstaude genannt wird, zu melden. Größere Bestände werden nach Angaben der Stadtverwaltung durch den städtischen Bauhof gemulcht, einzelne Pflanzen mithilfe eines Hohlspatens entfernt. Der Bauhof sei hierzu bereits seit Anfang Mai mit Unterstützung des Maschinenrings im Einsatz.
Aussehen: Heracleum mantegazzianum, so der lateinische Name, erreicht eine Wuchshöhe von bis zu drei Metern. Der mäßig dicht beharrte und meist purpurn gefleckte Stängel besitzt oft zahlreiche große, dunkle oder weinrote Flecken. Die weißen Blüten sind meist in einer Hauptdolde und fünf Nebendolden zu sehen, hierbei können die Dolden einer einzigen Pflanze bis zu 80.000 Einzelblüten erhalten.
Entsprechend gut versamt die Pflanze sich. Zudem sind ihre Samen bis zu zehn Jahren keimfähig. Sie stammt aus dem Kaukasus und verdrängt einheimische Arten.
Riesenbärenklau kann zu Quaddeln und Rötungen führen - was tun?
Folgen bei Berührung: Bei Menschen und anderen Säugetieren kann Berührung zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen führen, die schwer heilen und wie Verbrennungen erscheinen. Es wird zudem auch von einem längeren Aufenthalt in der Nähe der Pflanze abgeraten, da an heißen Tagen der für die Rötungen und Reizungen verantwortliche Wirkstoff auf die Umgebung übertragen wird.
Empfehlung: Abstand halten. Andere Betroffene vor der Gefahrenstelle warnen. Die Stadt informieren. Die Stadt Friedberg rät: Bitte führen Sie keine eigenständigen Beseitigungsmaßnahmen durch! Sollte es zu Kontakt gekommen sein, sollte man Sonne meiden und die betroffenen Hautstel len mit Wasser und Seife oder im Bestfall mit Spiritus abwaschen. Bei Hautreizungen sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.
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