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  3. Ammersee: In Pähl soll es Schilder mit Hausnamen geben

Ammersee
10.09.2021

In Pähl soll es Schilder mit Hausnamen geben

Der Freundeskreis Ortsgeschichte Pähl hat ein neues Heimatheft über Hausnamen herausgebracht. Darin wird auch der Kramerladen "Beim Klement" von Klemens Schrait.
Foto: Freundeskreis Ortsgeschichte Pähl-Fischen

Der Freundeskreis Ortsgeschichte Pähl bringt ein neues Heimatheft über Hausnamen heraus. Zudem sollen Schilder die Geschichte unvergessen machen.

Wie hat Pähl früher einmal ausgesehen? Wo standen die Höfe und Handwerksbetriebe und welchen Brotberuf übten die Bürger aus? Hausnamen geben auch Generationen später noch über die einstigen Bewohnerinnen und Bewohner Auskunft. Der Freundeskreis Ortsgeschichte Pähl-Fischen ist all den Fragen nachgegangen und ermöglicht in der neuen Folge von „Geschichte und Geschichten“, in der es um Hausnamen geht, eine interessante Reise in die Vergangenheit. Um den wertvollen Wissensschatz für die Zukunft zu erhalten, zieht der Verein in Erwägung, Häuser mit entsprechenden Hausnamensschildern zu versehen.

Hatte der Rotschneider in der Hesseloherstraße 14 in Pähl einen rötlichen Haarschopf? Wurden „Beim Besengirgl“ wirklich Besen verkauft und wohnte „Beim Schulmeister“ tatsächlich ein Lehrer? Der Pähler Pater Johannes (Martin) Feierabend OSB, der Autor des neuen Hefts ist, hat auf vieles eine Antwort gefunden.

Der Pähler Georg Schwarz war ein Schneider

Bebildert mit vielen historischen Aufnahmen taucht der Leser der 24-seitigen Broschüre ein in Pähls Vergangenheit, als man noch nicht von Höfen sprach, sondern von „ganzen Höfen“, „halben Höfen“ oder „Viertel-Höfen“, von Lehen und Sölden, weil die Bauern (Lehennehmer) Abgaben und Arbeitsdienste (Scharwerk) an die Grundherrschaft leisten mussten.

Der Hausname „Beim Rotschneider“ weist auf das Schneiderhandwerk hin, der erste Schneider, der dort 1698 genannt wird, ist Georg Schwarz, schreibt Feierabend. „Vermutlich hatte er eine rötliche Haarfarbe, worauf der Namensbestandteil ,Roth’ zurückzuführen wäre.“ Und „Beim Besengirgl“ in der Hesseloherstraße 28 wurden Besen aus Birkenreisig oder Weidenruten hergestellt und verkauft, wird im Heft erklärt. Der hintere Bestandteil des Hausnamens Girgl weise auf die Verkleinerungsform des Vornamens Georg hin.

Georg Goldhofer ist es gewesen, der 1619 auf dem Anwesen genannt wird, das dem Kloster Rottenbuch verpflichtet war. Auf den Lehrerberuf bezieht sich der Hausname „Beim Schulmeister“. Das Anwesen in der Ammerseestraße 1, in dem sich bis 1818 die erste Schule des Ortes befand, ging in den Zwanzigerjahren des 18. Jahrhunderts an Johann Schöttl über.

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Der Roßmiche hatte Pferde, der Weinberger baute Wein an

Selbsterklärend sind viele weitere Hausnamen wie „Beim Zopferbäck“ in der Ammerseestraße 12, wo Peter Gerold 1818 einheiratete und eben geflochtenes Hefegebäck hergestellt hat. Oder „Beim Wirt“, an der Stelle der „Alten Post“ in der Ammerseestraße 3, die Postkutschenstation und Wirtschaft war, zudem Metzgerei und Bäckerei. Und es ist von „Kramer Fent“ an der Adresse „Am Gasteig 2“ zu lesen, der einen Kolonialwarenladen führte, an dessen Existenz heute noch ein Zigarettenautomat und ein Briefkasten an der Hauswand erinnern. Schäffler, Rechenmacher und Pferdehalter (Roßmiche Michael Erhart) gab es seinerzeit in Pähl, Schmiede, Käser und Schuster, Schleifer und sogar Winzer, darauf weist der Hausname „Beim Weinberger“ hin, schreibt Pater Feierabend. Letzteres ließe sich von der Tatsache ableiten, „dass auf der Hangseite zum Burgleitenbach, also auf der Südseite, früher Wein angebaut wurde“.

Ein Dorf brauchte natürlich auch einen Bader mit einer Badestube, bei dem Bürgerinnen und Bürger zum Aderlass, zur Rasur und oft auch für die Dienstleistungen von Zahnärzten und Chirurgen vorstellig wurden. In Pähl war diese Adresse in der Hesseloherstraße 22 zu finden, wo Bader Zacharias Lang 1671 erstmals erwähnt wird.

Pähler Hausnamen sind nach Straßennamen sortiert

Sortiert sind die Hausnamen im neuen Heft nach heutigen Postanschriften mit Straßennamen und Hausnummern. So kann der Leser gezielt nach Hausnamen suchen. Und wer weiß, vielleicht lebt durch die Informationsschrift der ein oder andere Hausname Generationen später wieder auf. Dazu, und zumindest, um nicht ganz in Vergessenheit zu geraten, könnten auch Schilder beitragen, die an den Fassaden von Gebäuden angebracht werden, wie es sie schon in zahlreichen anderen Orten gibt. Wie Ulf Hermanspann vom Freundeskreis Ortsgeschichte Pähl-Fischen mit Erscheinen des neuen Geschichtsheftes erklärt, gebe es die Überlegung, entsprechende Hinweisschilder an Häuserfassaden anzubringen. Um einen Zuschuss durch die europäische Leader-Förderung zu erhalten, sei bereits Kontakt mit den entsprechenden Ansprechpartnern aufgenommen worden. Doch vorerst möchte der Freundeskreis von Bürgerinnen und Bürgern wissen, wie sie zu dieser Idee stehen. Beim nächsten Stammtisch wäre dazu Gelegenheit. Er findet am Montag, 13. September, 19 Uhr im Gasthof Neue Post statt. Noch nicht bekannt ist der Termin der Jahresversammlung des Freundeskreises. Dann werden sich der Vereinsvorsitzende Leonhard Bartl und Ulf Hermanspann nicht mehr zur Wahl stellen, kündigen sie mit der Veröffentlichung des neuen Heftes an. Die Verantwortung solle in jüngere Hände gelegt werden.

Das Hausnamen-Heft ist gegen Spende erhältlich beim Ammersee Kurier in Dießen, Mühlstraße 4 sowie im Archiv in Pähl in der Eichbergstraße 14, das samstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet ist.

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