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Dießen
28.05.2021

Was macht der Hund vom Dießener Himmel an der Hofmark?

Das Bildnis vom bellende Hund von Martin Gensbaur aus Dießen entstammt einem bekannten Fresko.
Foto: Ulrike Gensbaur

Erst war nur ein roter Umriss zu sehen. Jetzt ist die Lüftlmalerei an einer Hausfassade in der Hofmark in Dießen fertig. Martin Gensbaur hatte dafür ein berühmtes Vorbild.

Seit Donnerstag bellt ein Hund von der Häuserfassade des Ateliers „Kunstfenster“ von Martin Gensbaur in der Hofmark in Dießen. Er fletscht seine spitzen Zähne. „Das Motiv ist das Markenzeichen des während des Lockdowns neu gegründeten Kunstverlags ,edition Kunstfenster’“, erklärt der Künstler. Das Original ist nur einen Steinwurf entfernt.

Erst war nur einen Umriss in roter Farbe zu sehen. Jetzt ist die Lüftlmalerei von Martin Gensbaur fertig. In den vergangenen Tagen konnten Passanten an dem engen Straßenabschnitt mitverfolgen, wie das Kunstwerk entstand. Martin Gensbaur saß direkt auf dem Gehsteig und arbeitete unter Beobachtung zahlreicher Autofahrer und Fußgänger.

Das Malen am Nadelöhr Hofmark erfordert durchaus Mut

Erst wurde der Putz abgeklopft und der Untergrund für das Fresko vorbereitet. Dann malte Gensbaur den Hund, der auch im Deckenfresko ("Dießener Himmel") von Johann Georg Bergmüller im nahe gelegenen Marienmünster zu sehen ist. Bergmüller hat im Langhaus unter anderem Persönlichkeiten aus der Geschichte des Chorherrenstifts verewigt, die Äbtissin Mechtildis beispielsweise, den Stifter Rasso und Kunissa, die Stifterin von St. Stephan in Dießen. „Das passt vielleicht ganz gut zu einer Ausstellungsplattform und einem Verlag, der es sich zur Aufgabe macht, Bilder im öffentlichen Raum zu zeigen, wo man es nicht unbedingt erwarten würde“, erklärt Gensbaur in einer Pressemitteilung. Sich an dem Nadelöhr des täglichen Durchgangverkehrs tagsüber auf den Gehweg und zu malen, erfordere einen gewissen Mut. Doch er habe es überlebt. Nun könne das Fresko wie sein Vorbild im Dießener Himmel „durchaus ein paar Jahrhunderte halten“.

Die erste Neuerscheinung der „edition Kunstfenster“ ist seit Ende April auf dem Markt: „Das Kunstfenster Nr. 7/Quaranta oder 40 Versuche zur Flüchtigkeit des Augenblicks“ mit Beiträgen von Thomas Raff, Sebastian Goy und Alois Kramer und 40 Bildern der gleichnamigen Serie von Martin Gensbaur (ISBN 978-3-9823030-0-1). Ab Samstag, 5. Juni, werden die Originalbilder des Hefts in einer Ausstellung im Gartensaal der Abtei Venio in München Nymphenburg gezeigt. Für Mitte September ist eine Finissage in Vorbereitung. (ak)

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