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Ammersee
09.05.2022

Dießener Geschäftsleute blicken zuversichtlich nach vorne

Der Dießener Gemeindeverband blickt zuversichtlich in die Zukunft: Unter anderem auch der Marktsonntag soll heuer wieder stattfinden.
Foto: Alois Kramer (Archiv)

Der Gewerbeverband Dießen verzeichnet einen Mitgliederanstieg und plant für 2022 einiges, zum Beispiel den Marktsonntag im September. Im Herbst steht auch ein Führungswechsel an.

Zufrieden und zuversichtlich zeigte sich die Vorsitzende des Dießener Gewerbeverbands, Uschi Wacke, bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag im „Seefelder Hof“. Mehr als 30 Personen waren gekommen, Mitglieder und Gäste, und es mussten schnell noch ein paar Tische zusammengeschoben werden, damit alle Platz fanden, um sich bei guter Stimmung auszutauschen.

Vor sechs Jahren hatte Uschi Wacke als Nachfolgerin von Michael Hofmann den Vorsitz im Gewerbeverband übernommen. Mittlerweile ist die Mitgliederzahl von 46 auf 60 gestiegen. Tendenz steigend. „Wir werden immer mehr und wir werden jünger“, freute sich Wacke. Sie blickte zurück auf die vergangenen zwei Jahre, in denen es trotz Corona Aktionen des Gewerbeverbands gab. So setzte sich Ortsverband zum Beispiel im Frühling 2020 dafür ein, dass die Schiffe der Ammersee-Schifffahrt trotz Corona wieder in Dießen anlegen, in der Advents- und Weihnachtszeit sorgte der Gewerbeverband dafür, dass vor vielen Geschäften geschmückte Weihnachtsbäume standen, auch wenn die Geschäfte nur eingeschränkt zugänglich oder geschlossen waren.

Was für den Dießener Marktsonntag im September geplant ist

Auch um ihre Nachfolge machen sich Uschi Wacke und ihr Stellvertreter Erich Beausencourt keine Sorgen. Im Herbst wollen die beiden aufhören und für November sind bereits Neuwahlen anberaumt. „Einige Leute bringen sich als Nachfolger bereits in Position“, freut sich Wacke. Potenzielle Nachfolger wollen Wacke und Beausencourt bereits vor der Wahl an die Hand nehmen und gründlich einarbeiten.

Gelegenheit dazu besteht, denn der Gewerbeverband möchte im Herbst wieder zu mehreren Veranstaltungen einladen. Für den 18. September ist endlich wieder der Marktsonntag angekündigt, an dem, ergänzend zum Marktgeschehen in der Mühlstraße, möglichst alle Geschäfte im Zentrum geöffnet haben sollen. Gemeinsam mit der Freien Kunstanstalt hat sich Markus Dieffenbach, Mitglied des Gewerbeverbands und Wirt des Café Goldammer, bereits ein spannendes Marktspiel für Kinder ausgedacht: Kleine, selbstgebastelte Schiffe sollen sich ein Wettrennen auf dem Mühlbach liefern.

Bei "Dießen leuchtet" soll es auch Samba-Klänge geben

Auch ein Fußballspiel gegen die Mannschaft des Gemeinderats (3. Oktober) soll es unter der Regie von Erich Beausencourt (Küchenstudio) wieder geben, diesmal allerdings mit Rahmenprogramm auf dem MTV-Gelände. Und für das vorweihnachtliche Event „Dießen leuchtet“ sei es erstmals gelungen, so Wacke, eine ganz besondere Samba-Gruppe aus Peiting – mit leuchtenden Trommeln – zu engagieren, die im Zentrum unterwegs sein wird.

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Zur Sprache kam auch die Parksituation in der Mühlstraße und am Untermüllerplatz. Seitens der Gemeinde werden hier bis zu vier weitere Parkplätze in Aussicht gestellt, wurde berichtet. Wo diese angesiedelt sein könnten, soll nach einer Ortsbegehung am 19. Mai beraten werden. Ein weiterer Vorschlag zur Parksituation kam von Anna Brink, Wirtin des „Unterbräu“. Sie erklärte sich bereit, am Zaun ihres Biergartens ein Schild mit einem Verweis auf den Park and Ride-Parkplatz am Bahnhof aufzustellen, da häufig beobachtet werde, das auswärtige Autofahrer auf der Suche nach einem Parkplatz mehrfach den Untermüllerplatz umrunden.

Die Kasse des Gewerbeverbands ist gut gefüllt

Auf der Wunschliste des Gewerbeverbands steht noch ein weiteres Schild, das an den Willkommenstafeln an den Ortseingängen angebracht werden soll. „Darauf soll lediglich die Adresse unserer neuen Homepage stehen, die in den nächsten Tagen online gehen wird“, sagt Wacke. „Wenn man draufklickt, hat man gleich einen Überblick über das gesamte Angebot in Dießen.“ Auch finanziell stehe der Ortsverband gut da. Mehr als 8000 Euro befinden sich laut Kassier Georg Hoiss derzeit in der Kasse.

Ein Kurzreferat gab es für die Mitglieder und Gäste des Gewerbeverbands von Bürgermeisterin Sandra Perzul zum Thema „Kleinstadtakademie“, ein Modellprojekt, zu dem sich fünf unterschiedliche Kommunen gleicher Größe derzeit aktiv im Erfahrungsaustausch befinden. Zentrales Thema sei die Arbeitswelt im Umbruch, so Perzul. Homeoffice, geteilte Büros und flexible Arbeitsmodelle seien bleibende Faktoren im Berufsleben geworden – auch in Dießen. Für die Gewerbetreibenden im Ort, so die Folgerung von Uschi Wacke, könnten sich dadurch, dass wieder mehr Menschen im Ort arbeiten, neue Chancen ergeben. Genau Daten dazu soll eine Umfrage erbringen, die die Gemeinde bereits angekündigt hat.

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