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Ammersee
11.05.2022

Schwedisches Unternehmen siedelt sich in Dießen an

Das schwedische Unternehmen Ymer ist auch im Bereich der Windkraftenergie tätig.
Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild

Ein schwedisches Unternehmen, zu dessen Kunden unter anderem die Konzerne Caterpillar und Deutz gehören, siedelt sich in Dießen an. Was geplant ist.

Das Unternehmen Ymer Technology mit Hauptsitz in Stockholm siedelt sich im Norden von Dießen, in der Georg-Gröbl-Straße, an. Die Firma liefert kundenspezifische Kühl- und Hydrauliklösungen für die Windindustrie und Arbeitsmaschinen. In einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt es, dass das „wachsende Geschäftsfeld Thermo-Management-Systeme’ (TMS) mit der Verlagerung der Prototypen-Produktion von Schweden nach Deutschland gestärkt werden“ solle. Zum Kundenkreis gehörten weltweit tätige Firmen wie Caterpillar, Atlas Copco und Kalmar sowie Motorenhersteller wie Deutz.

Seit drei Jahren entwickelt und liefert die Ymer Technology in Deutschland komplette Thermo-Management-Lösungen für das schnell wachsende Geschäftsfeld der Elektro- und Hybridmaschinen. Das Unternehmen produziert laut eigenen Aussagen eine „hocheffiziente und kompakte Systemlösung, welche die Wärmeverteilung im Fahrzeug steuert, um verschiedene Fahrzeugkomponenten wie Batterie, Antrieb und Fahrzeugkabine im optimalen Temperaturbereich betreiben zu können.“ Ein intelligentes Kälte- und Wärmemanagement erhöhe die Laufzeit von elektrischen Arbeitsmaschinen und leiste damit einen Beitrag zum langfristigen effizienten und wirtschaftlichen Betrieb. Emissionsarmes Fahren und Arbeiten zähle zu den Hauptentwicklungszielen der Bau- und Arbeitsmaschinenbranche, verweist das Unternehmen. Das Vertriebs- und Entwicklungszentrum befand sich bislang in Wörthsee. "Durch unser starkes Wachstum und den Bedarf einer Produktionshalle beziehungsweise die Erweiterung der Produktion, die derzeit in Schweden angesiedelt ist, war eine Neuausrichtung und ein Umzug notwendig", informiert das Unternehmen auf Nachfrage.

Produktionshalle in Dießen 400 Quadratmeter groß

Neben der 400 Quadratmeter großen Produktions- und Lagerhalle steht dem Unternehmen in Dießen ein zweigeschossiger, rund 200 Quadratmeter großer Bürotrakt zur Verfügung. „Mit dem Bezug des Neubaus wachsen nicht nur die Produktionskapazitäten und die Flexibilität – Ymer setzt auf die lokale Produktion vor Ort, um schnell auf die globalen Kundenbedürfnisse reagieren zu können“, heißt es weiter. Die Ansiedlung am Innovationsstandort Bayern biete dabei zahlreiche Vorteile: Neben einem großen Wachstum in den Bereichen Digitalisierung, Technologie, Energie und Mobilität, bietet der Standort die besten Rahmenbedingungen für Innovationen durch lösungsorientierte Technologie- und Wissensnetzwerke sowie eine enge Verschränkung zwischen Forschung und Wirtschaft.

"Unser Plan ist definitiv auf Wachstum ausgelegt und eine Erweiterung der Flächen ist geplant", erklärt das Unternehmen auf Nachfrage unserer Redaktion. Eine der denkbaren, angefragten Möglichkeiten sei es, die Produktionshalle, die derzeit noch von der ortsansässigen Schreinerei, die gleichzeitig Erbauer der Flächen ist, genutzt werde, baulich wieder zusammenzuführen, um Produktionskapazitäten entsprechend in den nächsten Jahren zu skalieren und zu vergrößern.

Niederlassungen in Frankreich, China und den USA

Josef Graubmann, Geschäftsführer von "Ymer Technology – Business Unit TMS", sagt: „Wir legen unseren Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und Kundenservice und freuen uns, dass wir unsere Kunden nun noch besser vor Ort als Systemlösungspartner unterstützen können. Der Umzug nach Dießen ist für uns ein konsequenter und klarer Schritt in Richtung Zukunft.“ Ymer Technology wurde 2005 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Stockholm. Heute ist Ymer weltweit in Dänemark, Frankreich, China, USA und Deutschland vertreten. Nach Auskunft des Unternehmens hat es 300 Mitarbeiter. In Dießen sollen es bis Ende 2023 insgesamt 20 Beschäftigte sein. Aktuell sind es fünf Mitarbeiter und zwei Studenten. Das Unternehmen gibt seinen Umsatz fürs Jahr 2020 mit 100 Millionen Euro an.

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