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27.05.2020

17000 Euro für ein Rindvieh

So lief der Zuchtviehmarkt

So wenige Personen wie beim diesjährigen Maimarkt waren wohl noch nie bei einer Versteigerung der Schwäbischen Fleckviehzüchter anwesend. Die Marktbeschicker mussten sofort nach der Anlieferung der Jungkühe das Marktgelände wieder verlassen. Das knappe Dutzend Kaufinteressenten verlor sich in den Rängen der Wertinger Schwabenhalle, nachdem mittels Einlasskontrolle keine Zuschauer zugelassen waren. Entgegen mancherlei Befürchtungen bereitete der Absatz dennoch keinerlei nennenswerte Probleme.

Das Tageshöchstgebot von 17000 Euro erhielt ein an die Spitze gestellter „Herzpochen“-Sohn mit sehr hohen genomischen Zuchtwerten. Er wurde von der Besamungsstation Neustadt/Aisch ersteigert. Der Auftrieb bei den Jungkühen umfasste 47 Tiere mit einem durchschnittlichen Tagesgemelk von 30,7 kg Milch. Bei sehr zügigem Versteigerungsverlauf lag der Durchschnittserlös am Ende bei 1577 Euro. Einen spürbaren Preisschub erfuhren die 217 angebotenen und verkauften Bullenkälber zur Weitermast infolge starker Nachfrage.

Über das gesamte Angebot hinweg errechnete sich bei 100 kg Auftriebsgewicht ein Nettopreis von 4,84 Euro ohne Mehrwertsteuer pro kg Lebendgewicht. (AL)

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