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Gersthofen

07.09.2019

26 neu Wohnungen und Platz für Begegnung in Gersthofen

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So soll die Bebauung des Kollerhof-Grundstücks einmal aussehen. Momentan befindet sich an der Stelle, an der sich bis Februar der Bauernhof befand, noch ein großes Loch.

Gersthofen hat mitten in der Innenstadt noch einige alte Bauernhöfe. Einer davon wurde abgerissen. Davon soll künftig auch die Bevölkerung profitieren.

Früher gab’s an der Ecke Kirchstraße – Ludwig-Hermann-Straße in Gersthofen frische Eier direkt vom Kollerhof. Nach dem Tod seiner beiden Eltern ließ der Stadtrat Josef Koller (W.I.R.) die alten Gebäude abreißen. Nun haben die Bauarbeiten auf dem Grundstück begonnen: Dort soll künftig neben Mehrfamilienhäusern unter anderem eine Begegnungsstätte Platz finden.

Die neue Bebauung – die Baugrube wird bereits ausgehoben – entsteht statt des Hofs und der Nebengebäude und umfasst unter anderem 26 Wohnungen mit einer Fläche von 50 bis zu 150 Quadratmetern. Das Projekt sieht im nördlichen Teil des gut 3500 Quadratmeter großen Grundstücks zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser vor. Die Wohnungen dort haben, wie Koller auf Anfrage erklärt, zum Teil einen Gartenanteil.

Die Geschossfläche liegt bei gut 4100 Quadratmetern

Im südlichen Teil des Grundstücks soll ein zwei- bis fünfgeschossiges Gebäude entstehen. In diesem finden im Bereich des Erdgeschosses ein Begegnungszentrum das von der Stadt Gersthofen betrieben wird, sowie eine Gewerbenutzung (Friseur, Bäckerei) Platz. Die Geschossfläche liegt bei gut 4100 Quadratmetern. Die Stadt Gersthofen fordert bei solchen Bauprojekten, dass ein Anteil der Räume sozialen Zwecken dienen soll.

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Im Untergeschoss entsteht eine Tiefgarage mit 2750 Quadratmetern und 80 Stellplätzen. Weitere Stellplätze liegen oberirdisch. Zwischen den Gebäuden soll ein Platz entstehen. Auf diesem Platz wird ein viertes separates Gebäude errichtet. Dieses soll künftig für Veranstaltungen vom Konzert bis zum Volkshochschulkurs genützt werden können. Auf beiden Seiten verglast, kann es auch nach außen hin geöffnet werden. Auf dem Dach dieses Gebäudes wiederum sollen die Mieter Flächen für Urban Gardening nutzen können.

Ursprünglich sollte das Ganze im August 2020 fertig werden

Insgesamt kostet das Projekt rund elf Millionen Euro. Die Räume und Wohnungen werden vermietet, Koller bleibt Eigentümer. Ursprünglich sollte das Ganze im August 2020 fertig werden. „Leider hat es so lange gedauert, bis die Genehmigung vorlag – deswegen steuern wir jetzt den Januar 2021 für die Fertigstellung an.“ Eine wesentliche Mieterin ist die Stadt Neusäß. Sie mietet dem Investor zufolge Räume auf einer Fläche von rund 300 Quadratmetern für ein Begegnungszentrum. Hier soll, wie berichtet, unter anderem das Freiwilligenzentrum Zebi einziehen, das die Stadt zum Jahreswechsel in eigene Regie übertragen hat. Außerdem ist Platz für die Migranten- und die Seniorenberatung. Und auch das Familienzentrum soll einst vom „Trettenbachhaus“ an die Kirchstraße umziehen.

Neben dem bereits fest eingeplanten Friseur bietet das Gebäude noch 100 Quadratmeter Gewerbefläche. „Mein Favorit wäre hier ein Café mit integrativem Charakter.“ Koller verhandle bereits mit einem Gersthofer Verein, der die Betreuung des Cafés übernehmen könnte.

Am nördlichen Rand des Geländes hatte Josef Koller bereits in der Vergangenheit ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet, in dem auch der Weinladen Lemberger sein neues Domizil gefunden hat. Das daneben stehende Haus mit einer Filiale der Metzgerei Rittel hatten zuvor schon seine Eltern gebaut.

Nur einen Steinwurf vom Kollerhof entfernt

Doch das ist nicht das einzige Grundstück mit Altbestand, das in den nächsten Jahren eine neue Nutzung erfahren soll: Nur einen Steinwurf vom Kollerhof entfernt – an der Sportallee gegenüber dem Freibad Gerfriedswelle – soll statt der alten Humbaur-Villa eine weitere Wohnanlage errichtet werden. Entstehen sollen insgesamt 65 Wohnungen verschiedener Größe. Der Anteil geförderter Wohnungen darunter liegt bei 15 Prozent.

Auch bei diesem Projekt geht der Bauherr mit bis zu vier Geschossen in die Höhe. Allerdings gibt es bereits Geschosswohnungsbau in gleicher Höhe im Umfeld. Die Tiefgarage fasst wie beim Projekt Kollerhof ebenfalls 80 Autos.

Und auch im restlichen Gersthofer Zentrum befinden sich alte landwirtschaftliche Anwesen, die teilweise leer stehen. Weil mittelfristig hie rauch mit Bauanträgen zu rechnen ist, will die Stadt ein städtebauliches Sanierungsgebiet ausrufen. Damit könnte sie mehr Einfluss auf Art und Maß der Bebauung nehmen. Im Sommer wurden auch Satzungen erlassen, die der Stadt ein Vorkaufsrecht sichern.

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