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3000 Pendler mehr im Kreis Augsburg: Manche Wege sind überflüssig

Kommentar Von Matthias Schalla
05.04.2021

Die Zahl der Pendler hat im Augsburger Land einen neuen Höchststand erreicht. Doch so manchen Weg könnte man sich sparen.

Diese Nachricht wird uns wohl noch einige Jahre begleiten. "Zahl der Pendler hat einen neuen Höchststand erreicht", heißt es mal wieder. Mit knapp 90.000 Personen (Stand Sommer 2020) sind es nach den Daten der Augsburger Arbeitsagentur rund 3000 Personen mehr als im Jahr zuvor. Auch wenn Corona eine solide Berechnung unter anderem aufgrund der steigenden Arbeitsplätze im Homeoffice deutlich erschwert, ist der Trend eindeutig. Im Augsburger Land wird nach wie vor am liebsten mit dem Auto gefahren.

Die Gründe für den ständig wachsenden Individualverkehr liegen auf der Hand. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist für viele Arbeitnehmer nicht attraktiv genug und um aufs Rad umzusteigen, bedarf es einer Optimierung der Radwege. Beides wird sicherlich nicht bereits in wenigen Jahren erledigt sein. Dennoch wird die Entwicklung nicht ewig so weitergehen.

So manchen Weg im Landkreis Augsburg könnte man sich auch sparen

Zum einen denken auch im Augsburger Land immer mehr Menschen an die Umwelt und suchen CO2-freundliche Fortbewegungsmittel, zum anderen hat die Pandemie gezeigt, dass man sich so manche Wege auch ersparen kann. Erstaunlich ist jedoch, dass es sich nur bei einem Viertel aller zurückgelegten Wege um Fahrten zur Arbeitsstätte handelt. Rund 29 Prozent aller Wege werden zu Einkaufszwecken und für private Erledigungen absolviert.

Wie weit diese Zahlen allerdings im nächsten Jahr Bestand haben werden, bleibt ungewiss. Denn auch bei der aktuellen Erhebung sind die Lockdowns und Ausgangsbeschränkungen im zweiten Halbjahr 2020 nicht berücksichtigt worden. Und Corona hat sich auf die Mobilität sicherlich stärker ausgewirkt als der zwischenzeitlich wieder deutlich gestiegene Benzinpreis.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Wo es im Landkreis Augsburg die meisten Pendler gibt

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07.04.2021

Könnte es auch sein, dass steigende Miet- und Immobilienpreise das Pendeln "attraktiver" werden lassen? Auch im Augsburger Land werden immer mehr Immobilien an "Münchner" vermietet oder verkauft. Und die arbeiten bestimmt nicht im Dorf.
Digitalisierung könnte die Zahl der täglichen Pendler etwas sinken lassen. Die Immobilienpreise bestimmt nicht.

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06.04.2021

Sehr geehrter Hr. Schalla, als Pendler muss ich hier mal sagen, dass ihr Kommentar wohl ziemlich überflüssig ist. Der ÖPNV ist vorallem unattraktiv, da zu teuer und zu langsam. Ein aktuelles Monatsticket würde mich im Monat 100Euro kosten, dafür wäre ich einfach ca. 75 Minuten unterwegs. Dem stehen auch ca. 100 Euro Spritkosten mit 40 Minuten einfacher Wegstrecke. Dazu kommen Verspätungen der Bahn, Verzögerungen durch Schnee (Die hab ich im Auto zwar auch, in aber trotzdem schneller) und defekte, bzw. nicht aktivierte Klimaanlagen.

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