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Gersthofen

14.11.2017

87 Jahre alt und kein bisschen müde

Auch mit 87 Jahren weiß Chris Barber (rechts) das Publikum zu begeistern. In der Stadthalle Gersthofen spielte er mit seiner Band alte und neue Hits.
Bild: Rosmarie Gumpp

Der Jazzmusiker Chris Barber weiß sein Publikum in Gersthofen zu begeistern.

Mit seiner zehnköpfigen Band begeisterte der Vollblutmusiker Chris Barber das Gersthofer Publikum. Der Brite kam nach zweieinhalb Jahren wieder in die Stadthalle Gersthofen, inzwischen 87 Lenze „jung“ und immer noch mit ganz viel Musik im Blut.

Die Musik ist sein Lebenselixier, deshalb ist ihm sein hohes Alter auch egal. Vor drei Jahren wurde Chris Barber mit der German Jazz Trophy geehrt, was ihn sehr freute, aber noch lange nicht zur Ruhe kommen lässt. Er verweist auf eine 66-jährige Karriere als Posaunist und Bandleader.

Barber ist Multi-Instrumentalist

Der legendäre Jazz-Weltstar Chris Barber, geboren am 17. April 1930 in der englischen Grafschaft Hertfordshine als Donald Christopher Barber, agiert vokal und instrumental immer noch ungebrochen. Der Musiker verfügt über eine flexible Tenorstimme, seine Zugposaune bläst er weich und heftig zugleich. Sein Song „I Can’t Stop Now“ macht es deutlich: Chris Barber kann und will das Leben auf der Bühne nicht aufgeben.

Barber beherrscht neben der Posaune auch Geige, Bass und Saxofon. Er und seine Band zählten bereits in den 50er-Jahren zu den bekanntesten und beliebtesten Dixielandgruppen Europas mit New Orleans’scher Jazzprägung. Auch noch heute bietet die Band Jazz und Swing vom Allerfeinsten.

Ein Abend voller fesselnder Jazz- und Blues-Musik

Während des Konzerts mischten die Musiker geschickt alte und neue Titel, kombinierten Temperament und Charme mit klassischen Jazz- und Bluestiteln und begeisterten das Publikum mit ihrer Spielfreude. Die zehn Musiker um Chris Barber sind allesamt nicht nur Solisten mit einer außergewöhnlichen Musikalität und einem verblüffenden Improvisationsreichtum, sondern auch Entertainer mit dem typisch britisch-distanzierten Humor.

So boten sie Unterhaltung von Duke Ellington („Jubilee Stomp“), Sidney Bechet („Petite Fleur“), Bob Crosby („Big Noise from Winnetka“) bis hin zu Miles Davis’ “All Blues“.

Eine großartige Unterhaltung für die begeisterten Fans, ein Abend voller aufregender und oft fesselnder Jazz- und Blues-Musik. Absolute Novitäten servierte der erfolgreiche „Ice-Cream-Dealer“ nicht mehr, aber man konnte mit dem 87-jährigen Chris Barber eine unverwüstliche Legende auf der Stadthallenbühne erleben.

Nach Aussagen bekannter Künstler wie Mick Jagger, George Harrison und John Mayall gilt Chris Barber als einer der Initiatoren und als inspirierender Geist der europäischen Jazz-, Rock- und Popszene. In Gersthofen gab es nach über zwei Stunden Jazzgenuss noch die Klassiker „Oh When The Saints Go Marching On“ und „Ice-Cream“. Die begeisterte Zuhörerschaft dankte The Big Chris Barber Band mit langem Applaus im Stehen. Am Ende eines langen Abends ließ es sich Chris Barber nicht nehmen, seine verkauften CDs noch zu signieren.

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