Newsticker

Wegen Corona: CDU-Spitze verschiebt Parteitag zur Vorsitzendenwahl ins nächste Jahr
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Adventsbeginn mit leisen Klängen

Auftakt

29.11.2011

Adventsbeginn mit leisen Klängen

Die Gruppe Musik-Impuls sorgte für ein außergewöhnliches Adventserlebnis in der Klosterkirche Holzen.
Bild: Foto: Margot-Sylvia Ruf

In der Klosterkirche Holzen mit Musik–Impuls und Heimatpfleger Alois Sailer

Allmannshofen-Holzen Wo könnte man einen Adventsauftakt schöner begehen als in der barocken Kirche von Kloster Holzen? Musik – Impuls aus Königsbrunn mit den ausgezeichneten Solisten und begeistert aufspielenden Instrumentalisten unter der Leitung von Fritz Weisser bescherte Besuchern in dem dicht gefüllten Gotteshaus einen außergewöhnlich gestalteten Nachmittag. Der Dillinger Heimatpfleger und Mundartdichter Alois Sailer aus Lauterbach reicherte die Adventsbegegnung mit Texten und Gedichten aus der eigenen Feder behutsam und schwäbisch bedächtig an.

Unter den goldgefassten Heiligenfiguren und prächtigen Engelsgestalten entwickelte sich schnell eine heimelige Atmosphäre, der die Spätherbstsonne, die durch die hohen Fenster in die Kirche flutete, einen fast frühlingshaften Anstrich verlieh. Unter der Leitung des ehemaligen Volksmusikpflegers Fritz Weisser bewiesen die Sänger und Instrumentalisten von Musik – Impuls (Königsbrunn) bei einem eindrucksvoll zusammengestellten Programm ihr breit gefächertes musikalisches Können. Das Publikum in der Holzener Klosterkirche hörte fast andächtig zu, als gleich zu Beginn bei „Andacht“ Ursula Maria Echl mit ihrem Altsolo aufhorchen ließ, begleitet vom Vocalensemble und Instrumentalisten. Aber auch der Frauendreigesang mit dem Beitrag „A blooer Doo“ (ein blauer Tag) ließ vielen Zuhörern sicherlich das Herz aufgehen.

Mit sensiblem Vortrag und mit noblen Stimmen präsentierte der Männerdreigesang das „Salve Regina“ in schwäbischer Mundart. Fritz Weisser hat viele Texte von Alois Sailer musikalisch umgesetzt und ihnen damit eine unverwechselbare Handschrift gegeben. Einfühlsam kommen die Melodien daher, die leicht ins Ohr gehen und in manchem Besucher noch lange nachklingen werden.

Kindheitserinnerungen besonderer Art

Für Abwechslung sorgten beim „Schwäbischen Advent“ die Prosaschilderungen des Mundartdichters Sailer mit Kindheitserinnerungen besonderer Art. Da ziehen kalte Adventsmorgen bei den einstigen Roratefeiern vor dem geistigen Auge auf und die Erzählungen vom Leben auf dem Bauerndorf lassen wehmütige Gedanken aufkommen. „Es war eine bitterarme Zeit in meiner Kindheit, aber trotzdem unbändig schön“. Fehlen durfte bei der adventlichen Begegnung auch das Gedicht Sailers vom „Schäfer und dem Christkind“ nicht, das der Dichter im Donauried angesiedelt hat.

Instrumentalstücke wie „Odem“, bei dem Fritz Weisser und Jürgen Kiesl mit Gitarre und Hackbrett glänzten, und Beiträge wie „Hirtenweise“ ließen dann eher fröhliche Stimmung aufkommen beim Warten auf Weihnachten.

Am Ende durften der gemischte Chor und die Instrumentalisten für einen festlichen Ausklang des schwäbisch geprägten Adventsbeginns in der Klosterkirche sorgen. Pater Horst verabschiedete die Akteure und die Besucher mit guten Wünschen für einen gesegneten Advent.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren