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Gersthofen/Batzenhofen

11.12.2020

Am Friedhof von Batzenhofen entstehen neue Bauplätze

Schön gelegen ist der Gersthofer Stadtteil Batzenhofen mit seinen rund 900 Einwohnern. Dort will die Stadt nun eine Handvoll neuer Bauplätze ausweisen.
Bild: Stadt Gersthofen

Plus Vor mehr als 30 Jahren erwarb Gersthofen ein Grundstück für die Friedhofserweiterung im Stadtteil Batzenhofen. Jetzt hat sie ganz andere Absichten damit.

Gersthofens dienstältester Stadtrat, Karl-Heinz Wagner ( CSU), weiß es noch genau: 1987 hat die Stadt Gersthofen für 612.000 Mark ein Grundstück erstanden, um Platz zu haben für die Erweiterung des Friedhofes im Stadtteil Batzenhofen. Gebraucht wurde es in mehr als drei Jahrzehnten nie. Im Gegenteil: Weil der Trend zu Bestattungen in der Urne geht, wurden auf dem Friedhof von Batzenhofen in den vergangenen Jahren mehr Gräber aufgegeben denn neu gekauft.

Nun wollen Gersthofens Stadträte der brach liegenden Flächenreserve für die letzte Ruhe neues Leben einhauchen: Die derzeit heiß begehrten Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser (hier geht es zur Übersicht, wo es noch welche gibt) sollen daraus werden, eine „Handvoll", wie Bürgermeister Michael Wörle schätzt. So hat es der Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Strittig ist nur noch, ob die gesamte Flurnummer 430 zum Baugebiet wird, oder ob für den Friedhof dort noch 700 Quadratmeter reserviert werden.

 

Nach den Meinungsäußerungen im Ausschuss zu schließen, neigen die Stadträte dazu, die Fläche gleich komplett zum Baugrund zu machen. Frank Arloth (CSU): "Die 700 Quadratmeter brauchen wir auch nicht. Die haben wir jetzt 33 Jahre lang nicht gebraucht." Abschließend soll die Frage im Werkausschuss diskutiert werden, der auch für die Friedhöfe zuständig ist.

Der Weg zum Bauplatz in Batzenhofen

Auslöser für die Umwidmung der Fläche ist offenbar ein Baugesuch für eine private Fläche in der Nachbarschaft. Dass sich die Erweiterung des Wohngebietes westlich des Friedhofes von Batzenhofen anbietet, darin waren sich die Stadträte einig. Bis es die Bauplätze tatsächlich gibt, wird aber schon noch dauern. Nun muss die Stadt zunächst den Flächennutzungsplan ändern und einen Bebauungsplan aufstellen.

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