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Natur

21.02.2020

Am Münsterbach sollen sich Tiere wohlfühlen

Wieder in sein ursprüngliches Bett wurde der Münsterbach im Rahmen der Ausgleichsmaßnahmen zurückgeleitet. Bald schon werden sich hier wieder seltene Tiere und Pflanzen ansiedeln können.
Bild: Josef Thiergärtner

Altenmünster renaturiert als Ausgleich für Baugebiete ein Grabenteilstück

Der frühlingshafte Winter ermöglichte den Mitgliedern des Bauausschusses des Gemeinderates Altenmünster, sich in einem Außentermin über den Baufortschritt der Ausgleichsmaßnahmen am Münsterbach und an der westlichen Flurgrenze zu Baiershofen zu informieren. Die dynamische Entwicklung der Gemeinde mit der Erschließung von Gewerbe- und Baugebieten in der Vergangenheit erfordert einen entsprechenden Ausgleich in der Natur.

Dafür wurden schon frühzeitig potenzielle Flächen von der Kommune erworben, um bei Bedarf die Auflagen erfüllen zu können. Der Bereich des Münsterbaches, der nun durch umfangreiche Erdarbeiten eine ökologische Aufwertung erfährt, umfasst eine anrechenbare Fläche von circa 3,5 Hektar. Verbraucht wurden aus diesem Öko-Konto bereits 2,8 Hektar. Das Gewerbegebiet Unterschöneberg mit 1,8 Hektar beanspruchte zum Beispiel 0,9 Hektar an Ausgleichsfläche. Aktuell hat die Gemeinde somit noch 0,8 Hektar Überschuss auf dem „Grünen Konto“.

Kernpunkte der von Landschaftsarchitekt Gunnar Robbe geplanten Kompensationsmaßnahmen sind die Umlegung und damit Renaturierung eines Grabenteilstückes, die Anlage von Mulden, einem Kleingewässer sowie die Anpflanzung von Wege- und Grabenbegleitgrün. Die Wiedervernässung von bachnahen Bereichen wird durch die Zerstörung von Drainagen ermöglicht. Pflanzen und Tiere der „Rote-Liste-Arten“, die in unserer dicht besiedelten und intensiv genutzten Landschaft keinen Lebensraum mehr haben, können in diesen naturbelassenen Feuchtgebieten wieder Rückzugsmöglichkeiten finden. Mit der Einbringung eines entsprechenden Kiesbettes könnte auch die natürliche Vermehrung von Fischen ermöglicht werden, regte Hobbyfischer und Zweiter Bürgermeister Klaus Kaifer an.

Wichtig ist nun die nachhaltige Bewirtschaftung und richtige Pflege der Flächen, sonst könnte der gesamte Aufwand bald vergebens gewesen sein. „Naturschutz gibt es nicht umsonst“, mahnte Bürgermeister Bernhard Walter das Gremium. Ob diese Pflegemaßnahmen durch eine Beweidung erfolgen könnte oder auf anderweitige schonende Arten, muss nach der für das Frühjahr geplanten Fertigstellung noch geklärt werden. (joti)

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