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Nordendorf

14.07.2020

Am Schusterweg sind alle Bauplätze weg

Im Baugebiet „Schusterweg“ werden zwischen Erschließungsstraße und Bahndamm werden zwei Mehrfamilienhäuser mit Tiefgarage entstehen.
Bild: Josef Nittbaur

Es wird eifrig gebaut, jetzt kommen noch zwei Mehrfamilienhäuser dazu. Gemeinde plant nach Todesfällen Termin zur Drogenprävention

Die Grundstücke im Baugebiet Schusterweg sind zwischenzeitlich alle vergeben. Die ersten Häuser sind bereits bezogen, einige weitere im Bau. Neben den insgesamt 15 Einfamilienhäusern sind auf der Ostseite entlang des Bahndamms im Bebauungsplan auch zwei Mehrfamilienhäuser vorgesehen.

Das Grundstück wurde von der Firma UR-Bau erworben. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellten Vertriebsleiter Johannes Aumiller und Planer Dennis Gebauer einen ersten Entwurf für die Bebauung vor. Er sieht zwei Gebäude mit jeweils zwei Geschossen und einem ausgebauten Dachgeschoss vor. Die notwendigen Parkplätze sollen überwiegend in einer Tiefgarage verschwinden.

Im Konzept der Gemeinde waren je Gebäude bisher sechs Wohneinheiten vorgesehen. Im Konzept des Bauträgers sind nun jeweils acht Zwei- und Dreizimmerwohnungen geplant. Um die größeren Baukörper auf dem Grundstück unterzubringen, sind Abweichungen vom Bebauungsplan notwendig. Insbesondere wegen der vorgesehenen Tiefgarage ist eine Überschreitung der Grundflächenzahl notwendig. Um den künftigen Wohnungseigentümern attraktive Gartenflächen im Westen anbieten zu können, soll die Baugrenze weiter an den Weg am Bahndamm verschoben werden.

Für die Dachgeschosswohnungen könnten Einschnitte in den Satteldächern sorgen. Angestrebt wird auch eine Überschreitung der Gebäudehöhe. Aumiller erläuterte, dass die durch den Bebauungsplan vorgegebene Höhe zwar eingehalten werden könnte. Das gehe aber zulasten der Raumhöhen in den Obergeschossen und damit der Wohnqualität.

In den Referenzen der Firma UR-Bau fanden sich auch die gerade erst fertiggestellten Mehrfamilienhäuser in der Hauptstraße und das Feuerwehrhaus in Blankenburg. Die Gemeinderäte hatten gegen das Konzept kaum Einwände und signalisierten, dass der Ausweitung von sechs auf acht Wohnungen und den sonst notwendigen Befreiungen im Baugenehmigungsverfahren wohl zugestimmt würde. Obwohl mit der Vermarktung der Wohnungen noch nicht begonnen wurde, gibt es offenbar bereits zahlreiche Anfragen für die Wohnungen.

Bürgermeister Tobias Kunz berichtete über die Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses, bei der die Situation der Spielplätze näher unter die Lupe genommen wurde. Mehrheitlich sei ein Konzept beschlossen worden, das einen großen „Dorfspielplatz“ für verschiedene Altersgruppen westlich der Schule und unter Einbeziehung des Pausenhofs und des Schulsportplatzes vorsieht. Darüber hinaus soll es für einzelne Altersgruppen „Quartierspielplätze“ am Schützenweg und am Baderweg geben. Geplant ist, mit der Umsetzung noch in diesem Jahr zu beginnen.

Bei dem Termin wurde offenbar auch eine Lösung mit zwei großen Spielplätzen diskutiert. Der Vorschlag fand auch aus finanziellen Überlegungen keine Mehrheit. Die Belange der Jugend, die im alten Gemeinderat durch Tobias Kunz als Jugendbeauftragten vertreten wurden, sollen künftig durch ein Team aus Gemeinderatsmitgliedern und engagierten Jugendlichen wahrgenommen werden. Das Gremium soll eventuell noch im Juli gebildet werden. Für die Arbeit sollen auch Kreisjugendring und das Landratsamt ins Boot geholt werden.

Im Hinblick auf die jüngsten Todesfälle ist ein Termin zum Thema Drogenprävention geplant.

Mit 8:5 Stimmen beschloss der Gemeinderat das Denkmal, das bisher kaum zugänglich hinter der Lärmschutzwand an der Bahnstrecke steht, an das Dreieck am Fuße der Bahnbrücke zwischen Haupt-, Schloßgarten- und Alemannenstraße zu versetzen. Für die Verlagerung liegt bereits die Zustimmung der Denkmalschutzbehörden vor. Bisher gab es jedoch noch keinen förmlichen Beschluss dazu. In dem Beschluss wird ergänzend darauf hingewiesen, dass durch das Denkmal die Sicht für Verkehrsteilnehmer nicht beeinträchtigt werden darf. (nit)

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