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Neusäß

21.06.2018

Auf dem Pausenhof wacht die Müllpolizei

Colin Jung und Julia Krijan sind Teil der Müllpolizei an der Eichenwaldschule.
Bild: Tobias Karrer

An der Eichenwaldschule ist ein Flashmob der Auftakt mehrerer Aktionen. Es geht um die Sauberkeit im öffentlichen Raum.

Colin Jung und Julia Krijan haben sich verkleidet: Auf Julias Weste steht Polizei, Colin trägt eine SWAT-Uniform. Die beiden sind Teil der Müllpolizei an der Eichenwaldschule in Neusäß. Beim Müll-Flashmob tanzen die Klassensprecher der 3a zusammen mit ihrer Klasse. „Müll kommt in den Mülleiner“, rufen die Kinder am Ende der Performance. Danach ist die 5a dran. Die Mittelschüler haben Schilder vorbereitet und lesen die Sprüche darauf über ein Megafon. „Die Welt ist kein Mülleimer“, appelliert eine Schülerin. Anschließend bekommt jede Klasse einen Müllsack. Nach der Aktion sind auf dem Pausenhof kein Stück Plastik und kein bisschen Müll mehr zu sehen.

Der Flashmob an der Eichenwaldschule ist nur der Auftakt für mehrere Aktionen zum Thema Müll und Umwelt. Unterstützung kommt vom Landratsamt, die Aktionen haben die Klassen zusammen mit dem Jungen Theater Augsburg geplant, das schon seit vielen Jahren Projekte in verschiedenen Schulen durchführt.

Mitverantwortlich für das Müll-Projekt ist Winfried Mayr. Er ist Mittelschullehrer an der Eichenwaldschule und Umweltfachberater für Schulen beim Landratsamt. „Mit dem Flashmob heute wollen wir die Schüler für das Thema Müll sensibilisieren, sie sollen sehen, wie viel Müll täglich auf dem Pausenhof einfach weggeworfen wird.“ Das sei auch das erste Erziehungsziel des Projekts: Müll gehört in den Mülleimer und nicht auf den Boden. In weiteren Schritten soll es dann um Recycling und Müllvermeidung gehen. Ein wichtiger Punkt, denn Mayr sagt: „In vielen Haushalten wird der Müll nicht mal mehr getrennt.“

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Das Thema Müll wird die Klassen 3a und 5a noch den Rest des Schuljahres begleiten. Beim Flashmob machen die Grundschüler Interviews, befragen ihre Schulkameraden. Sie haben extra einen Fragenkatalog ausgearbeitet. Im Laufe des Jahres werden sie ihre Erkenntnisse in andere Klassen vorstellen, erklärt Klassenleiterin Heike Bittner. Auch die Theaterpädagogen Katrin Jung und Gernot Reuß betonen: „Das heute ist der Auftakt im Kleinen, danach gehen wir raus aus der Schule.“ Eine Sammelaktion im Wald ist geplant.

Auch mit der fünften Klasse von Erika Ertle hat Volker Stöhr, der Leiter des Theaterpädagogischen Zentrums Augsburg, noch viel vor: Es werde noch eine Sammelaktion entlang der Schmutter geben.

An der Eichenwaldschule zeigt der Flashmob auf jeden Fall Wirkung. Zufrieden beobachtet Mayr, dass auch ältere Schüler über den Pausenhof gehen und Müll sammeln. „Die Sensibilisierung für das Thema muss überall stattfinden“, betont er. Die Jüngeren seien sowieso sehr motiviert, sagt Heike Bittner. Am Ende der Sammelaktion sind etwa zehn vollgepackte Säcke Müll zusammengekommen.

Auch Colin Jung und Julia Krijan schauen sich zufrieden auf dem aufgeräumten Pausenhof um. „Ich hoffe, dass es jetzt sauber bleibt“, sagt Colin, und Julia ergänzt: „Vielleicht werfen unsere Mitschüler den Müll jetzt immer in den Mülleiner und nicht mehr auf den Boden.“

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