1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Aus Kenia ins Gersthofer Ballonmuseum

Gersthofen

05.11.2019

Aus Kenia ins Gersthofer Ballonmuseum

Die Jugendlichen aus Kenia besuchten in Gersthofen auch das Ballonmuseum und nutzten den englischsprachigen Audioguide für eine Führung.
Bild: Marcus Merk

Seit Jahren verbindet die Stadt eine Freundschaft mit der ostafrikanischen Provinz Baringo County. Nun lernen zwölf Jugendliche das Leben in Deutschland kennen.

Mit Feuerwehrautos, die nach Kenia verfrachtet wurden und dort bei der ersten Freiwilligen Feuerwehr ihren Dienst tun ging’s los. Inzwischen verbindet die Partnerschaft zwischen Gersthofen und der Provinz Baringo in dem ostafrikanischen Land sogar Familien: Eine Gruppe von zwölf Schülern und drei Lehrern ist in dieser Woche hier zu Gast und bei Familien untergebracht.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Am Montagmorgen trugen sich die Gäste ins Goldene Buch der Stadt ein. Bürgermeister Michael Wörle empfahl den Jugendlichen, die zwischen zwölf und 17 Jahre alt sind, möglichst viele Eindrücke mitzunehmen – aber nur solche, die sie für interessant halten. Danach ging’s ins Ballonmuseum, wo sie mithilfe der englischsprachigen Audioguides eine Reise in die Geschichte der Ballonfahrt machten.

Mitorganisiert hat den Aufenthalt der Kenianer Andreas Landau, Vorsitzender des Jugendorchesters Gersthofen. „Es ist ein Gegenbesuch, nachdem unser Orchester mit 60 Musikern im März so freundlich von den Menschen in Baringo empfangen wurden.“ Unterstützt vom Verein ProKapsogo und dessen Vorsitzenden Klaus Schwenk sowie dem kenianischen Parlamentarier Joshua Kandie konnte die Begegnung stattfinden. Kandies Assistent Roy Dave Yator ist jetzt beim Gegenbesuch mit dabei. Schwenk freut sich: „Als ich vor zehn Jahren begann, Menschen in Baringo County zu unterstützen hätte ich mir nie träumen lassen, dass die Kontakte einmal bis in die Familien reichen.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

In Gersthofer Familien

Die Schüler sind teils bei jungen Musikern zuhause untergebracht, die bei der Keniareise dabei waren. Die sechs Mädchen und sechs Jungen stammen von zwei verschiedenen Highschools und besuchen Klassen, in denen es Deutschunterricht gibt. Sie sollen nun ihre Deutschkenntnisse etwas verbessern. „Die Eltern sind begeistert“, freut sich Andreas Landau. Die Kinder spielten am Abend miteinander. „Junge Menschen gehen ja ganz anderes aufeinander zu als wir Erwachsenen.“ Landaus Ehefrau Sabine hat die Mädchen gefragt, welche Dinge in Deutschland sie für Kenia als erstrebenswert betrachten: „Da kamen Antworten wie gute Straßen, Pünktlichkeit und Sauberkeit.“ Nun erarbeiten die Jugendlichen aus Gersthofen und Kenia ein Projekt, mit dem sie an dem vom Landkreis Augsburg ausgelobten Wettbewerb zum Jugendkulturpreis 2019 „Protest – für was lohnt es sich zu kämpfen?“ teilnehmen möchten.

Strammes Programm für die Gäste

Geboten wird den Gästen ein strammes Programm: Bereits am Wochenende standen der Besuch eines Gottesdiensts im Augsburger Dom und danach eine Stadtführung auf dem Programm. Die Gottesdienstteilnahme hatten sich die Jugendlichen selbst gewünscht. Auch eine Vorstellung in der Augsburger Puppenkiste, „Der Zauberer von Oz“ stand auf dem Programm.

Während der Woche geht es auch noch in die Berufsschule, wo die Schüler gemeinsam mit ihren Altersgenossen dort mit Holz arbeiten. Auch zwei Tage in Ganztagsklassen im Gersthofer Paul-Klee-Gymnasium sowie der Besuch einer Praxisklasse sind noch vorgesehen.

Damit der Spaß nicht zu kurz kommt und die Gäste aus Afrika einmal „richtigen“ Schnee sehen können, führt eine Tour zum Schloss Linderhof, und an einem Tag ist auch noch Bouldern angesagt.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren